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Kategorie: Unterwegs

:: Hallo Stuttgart ::

Während mein Sohn sich auf einem Kindergeburtstag austoben durfte, sind mein Mann und ich nach Stuttgart gefahren. Dieser Ausflug stand schon länger auf unserer Wunschliste, wenngleich wir eigentlich ins Naturkundemuseum und / oder in die Wilhelma gewollt hätten. Da ich aber zur Zeit weder mit meinem Rolli noch mit meinen Schuhen klarkomme, ist unser mein Aktionsradius gerade sehr eingeschränkt.

Demzufolge sind wir schnurstracks nach Bad Cannstatt gefahren, wo wir eine Winzirunde in der Altstadt drehten…

…und dann im Coox & Candy einkehrten.

Leider waren schon alle Kuchen ausverkauft – um 14 Uhr! Skandal! Eigentlich hatte ich fest vorgehabt, wenigstens ein Stück Schwarzwälder Kirsch zu verspachteln, und war schon ganz geknickt, als dann doch überraschend Desserts reinkamen. Sojajoghurt mit Kokos und Kiwi. Sehr lecker.

Als wir gerade gehen wollten, kamen auch noch ein paar Cupcakes rein, von denen wir natürlich zwei auf die Hand mitnahmen (damit habe ich dieses Wochende so viel Zucker gegessen wie sonst in etwa drei Wochen – uff!).

Nachdem wir die Speisekarte studiert hatten, stand jedenfalls fest, daß wir beizeiten nochmal zum Abendessen dorthin wollen, dann aber mit Reservierung.

Zum Thema Barrierefreiheit: das Coox & Candy ist nicht barrierefrei. Gar nicht. Um ins Restaurant zu kommen, muß frau zwei Stufen überwinden. Zu weiteren Plätzen geht es nochmal zwei Stufen hoch; mehr Plätze sowie das Klo sind im OG, das nur über eine Treppe zu erreichen ist.

Amala Krähenfeder, 15.01.2012, 18:40 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: Sea Life, Speyer ::

Für seine ganze Hilfe beim Umzug hat unser Sohn sich etwas wünschen dürfen. Seine Wahl fiel auf einen Besuch im Sea Life in Speyer – und da waren wir heute. Ich glaube, für ihn war es richtig toll und lohnenswert, und mein Mann konnte trotz des enormen Andrangs viele schöne Photos machen.Für mich war es ziemlich anstrengend und nervenaufreibend.

Direkt am Sea Life gibt es zwei Behindertenparkplätze, was ich gut finde, denn die nächstgelegenen normalen Parkplätze sind zu Fuß bzw. mit dem Rolli mal locker 10 oder 15 Minuten entfernt. Nicht so gut finde ich, daß die Behindertenparkplätze als solche nicht befestigt sind. Wenn frau aus dem Auto steigt, muß sie erstmal über eine Schotterpiste mit recht tiefen Löchern (heute: Pfützen) waten, um zur verlängerten, gepflasterten Rampe zu gelangen.

Als wir am Eingang ankamen, wartete schon eine ziemlich lange Schlange von Besuchern darauf, eingelassen zu werden. Die Kasse arbeitet in gemütlichem Tempo, dann müssen die Leute in einen abgetrennten Raum hineingehen. Erst wenn dieser Raum voll ist, also eine Gruppe vollzählig ist, schließt sich die Tür und es geht los. Bevor frau in den Gebäudeteil mit den Aquarien gelangt, muß sie sich in diesem geschlossenen, vollen Raum einen Vortrag anhören. Das finde ich schlecht! Es ist darin eng und dunkel. Menschen mit Klaustrophobie haben daran sicher keine besondere Freude. Obendrein funktioniert das Konzept der Gruppenbildung nicht wirklich, weil viele Leute extrem lange an einzelnen Aquarien stehen bleiben und sich die Gruppen so dann doch wieder mischen.

Die Aquarien sind so angelegt, daß Rollstuhlfahrerinnen (und natürlich Kinder^^) gut hineingucken können. Meiner laienhaften Meinung nach sind die Becken sehr gepflegt und sauber und frau bekommt auch Informationen dazu, wieso z.B. Kunststoff-Algen anstelle echter verwendet werden. Die Infotafeln sind – wie üblich in Aquarien – recht knapp gehalten, versorgen eine aber durchaus mit interessanten Fakten (nicht nur “Fisch XY lebt da und dort und legt dann und dann Eier”). Kinder können sich an der Kasse einen Quizbogen mitnehmen, der an bestimmten Stationen bearbeitet werden kann – gute Idee, aber bei dem Andrang heute ein Unding. Die Mitarbeiterin, die heute dort war, fand ich super. Sie war sehr resolut (muß sie vermutlich auch sein, wenn sie den ganzen Tag lang erklärt, daß die Schilder “nicht mit Blitz photographieren” und “nicht ins Becken fassen” wirklich ernstgemeint sind….also, mein Mitgefühl hat sie). Und sie machte mir den Weg zu einem Becken frei, wo gerade eine Fütterung stattfand.

Schlecht finde ich die allgemeine Enge im Sea Life. Viele Gänge sind nur so breit, daß ich gerade mit dem Rolli durchkam. Der Shop ist dermaßen eng, daß ich keine Möglichkeit hatte, mich umzugucken. Auch das angeschlossene Restaurant empfand ich als sehr eng und zugestellt. Der Aufzug, der vom Obergeschoß zurück ins Erdgeschoß führt, ist in meinen Augen eine absolute Fehlkonstruktion. Nicht nur daß Frau Rollifahrerin es irgendwie hinkriegen muß, vom Rollstuhl aus die ganze Zeit auf den Rufknopf zu drücken, damit die Kabine kommt, sie muß auch auf kleinstem Raum (ich schätze, rund 1 qm) den Rolli von der Geradeausposition in die Linksposition bringen. Ohne Hilfe nicht machbar! Und dann gibt es auch noch eine lustige Lichtschranke, die meinen Mann dazu zwang, sich praktisch yogaartig (Fortgeschrittenenniveau) über mich zu beugen und gleichzeitig wiederum die ganze Zeit den “Runterknopf” gedrückt zu halten. Sorry, das ist Kappes. Ebensolcher Murks ist das Behindertenklo im OG, welches auch als Wickelraum genutzt wird. Ich persönlich, als Mama eines Kindes, das auch mal Windeln getragen hat, sehe das so: ein Kind mit vollen Windeln kann in der Regel zwei Minuten warten. Rollstuhlfahrerinnen ohne Windeln, die mal dringend müssen, nicht. Müssen sie aber, wenn eine Schar wildgewordener Eltern ihre Kinder verpampern will und dann nochmal schnell selbst auf das Behindertenklo gehen, weil das ja so schön groß und sauber ist und überhaupt. Das nervt.

Soweit zu den Örtlichkeiten. Ich hab lang überlegt, ob ich das, was ich jetzt schreiben werde, wirklich schreiben soll, aber vielleicht ist das ja mal ein Denkanstoß für Nichtbehinderte.

Rollstühle haben vor allem eine Eigenschaft: sie können nicht zur Seite springen. Nichtbehinderte können das schon. Rollstühle sind ziemlich wendig, aber ich mutmaße, daß sie auch in naher Zukunft kein gekonntes Ausweichmanöver hinkriegen, wie es jemand mit gesunden Sprunggelenken schafft. Rollstühle sind in der Regel nicht nur Nichtbehinderten im Weg, sondern auch denjenigen, die in ihnen sitzen. Klar finde ich toll, daß mir der Rolli auf gewisse und sehr eingeschränkte Weise Mobilität ermöglicht, aber wenn ich die Wahl hätte, dann wäre ich lieber wieder auf eigenen Beinen unterwegs. Es ist nicht hilfreich, gegen den Rollstuhl zu rempeln, am Joystick hängen zu bleiben (weil mensch meint, sich noch mal eben am Rolli vorbeiquetschen zu müssen – ja, so ein Rolli kann auch mal flott voranpreschen, wenn mensch das tut!) oder genervt zu stöhnen oder die Augen zu verdrehen, weil eine Rollstuhlfahrerin unterwegs ist. Es ist mein verficktes Recht, mich da aufzuhalten, wo ich sein will. Es ist mir scheißegal, ob Nichtbehinderte meine und die Anwesenheit meines Rollstuhls als lästig, unnötig oder ärgerlich empfinden. Ich bin kein Hindernis, ich bin ein Mensch.

Amala Krähenfeder, 29.12.2011, 17:57 | Abgelegt unter: Behinderung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Das “red” in Heidelberg ::

Heute hatte ich wieder einen Termin in Heidelberg und natürlich verbanden mein Mann und ich das erneut mit einem leckeren Essen. Diesmal ging es ins red, einem vegetarisch-veganem Bio-Restaurant unweit der Innenstadt.

Am kalt-warmen Büffet kann frau sich nach Lust und Laune selbstbedienen; der befüllte Teller wird dann abgewogen (100 g für 1,85 € finde ich absolut gerechtfertigt). Am Büffet gibt es die Tagessuppe (immer vegan), wirklich viele kalte Antipasti und Salate, warme Gerichte und eine Dessertauswahl. Ich war positiv davon überrascht, wie viele vegane Sachen angeboten werden, wie Ihr anhand meines Tellers sehen könnt:

Im Uhrzeigersinn, bei 12 startend: eingelegter Fenchel, scharfer Kichererbsensalat, Kartoffelsalat mit Räuchertofu, gekeimter Quinoasalat, Spitzkohlsalat, Kichererbsendip, Blumenkohlsalat, Berglinsensalat. In der Mitte oben gegrillte Paprika, darüber in Wein eingelegte Zwiebeln, und in der Mitte unten marinierte Riesenbohnen. Heute gab es an warmen veganen Speisen gegrillte Zucchini, eine Kartoffel-Champignon-Spitzkohlpfanne und Falafel (außerdem das Tagesricht, welches auch immer vegan erhältlich ist, welches wir jedoch nicht gegessen haben). Und das Beste: es gibt täglich einen veganen Kuchen und sogar vegane Trüffel! Meinen Kuchen – Kirschstreusel – werde ich allerdings erst gleich zusammen mit einem Tee verputzen, denn das Essen war üppig und sättigend :)

Die veganen Speisen sind mit der Veganblume oder einem V gekennzeichnet und leicht zu erkennen, sogar vom Rolli aus. Für einige Sachen vom Büffet braucht Frau Rollstuhlfahrerin allerdings Hilfe, da es zweistöckig aufgebaut ist.

Inzwischen war ich ja schon öfter auswärts vegan essen, aber das red ist bisher der Höhepunkt.

Zum Thema Barrierefreiheit: das Restaurant ist barrierefrei erreichbar und durch seine Großzügigkeit auch gut befahrbar. Nach telefonischer Reservierung habe ich sogar netterweise einen Platz extra an der Heizung bekommen und die Stühle auf meiner Tischseite waren schon weggeräumt, damit ich mit dem Rolli direkt einparken konnte. Ein Behindertenklo gibt es leider nicht.

Amala Krähenfeder, 08.12.2011, 21:03 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Heidelberg ::

Da ich heute einen Termin in Heidelberg hatte, haben mein Mann und ich die Gelegenheit genutzt, im Anschluß im MoschMosch, einer japanischen Nudelbar, essen zu gehen. Bei Birdie hatte ich gelesen, daß es dort auch vegane Sachen gibt. Zunächst mal war ich positiv von der Heidelberger Innenstadt überrascht. Bisher kannte ich sie eigentlich nur von den mit dem Auto befahrbaren Hauptstraßen her und finde die Straßenführung, die Enge und das Fahrverhalten mancher Menschen da einen Alptraum – liegt vielleicht auch einfach daran, daß ich inzwischen so ein Landei bin und es hier in der Rheinebene schön platt ist, mit viel Platz in jede Richtung ;) Aber die Altstadt in Heidelberg – die nicht mit dem Auto befahren werden kann – ist wirklich toll. Viele interessante Geschäfte, die wir allerdings nur von außen anguckten, weil die meisten eben nicht barrierefrei sind, und unzählige nette Kneipen und Cafés. Demnächst wollen wir nochmal dorthin, allerdings mit Kameras bewaffnet :)

Dann ging es zum MoschMosch. Der Service war superfreundlich und bemüht, und es war gut, daß ich einen Tisch reserviert hatte. Hätte gar nicht gedacht, daß es an einem normalen Donnerstag derart gut besucht sein würde. Zur Vorspeise hatte ich Gyöza (Teigtaschen) mit Gemüsefüllung und danach Ramen (japanische Nudeln) in Brühe mit viel frischem Gemüse, Wakame-Algen und Tofu. Auf jedem Tisch stehen drei Flaschen mit Saucen (Soja-, Teriyaki- und Chilisauce, alles hausgemacht), mit denen frau sich das Essen pimpen kann. Laut Aussagen der Bedienung sind alle drei Saucen vegan.

Die Gyöza fand ich superlecker und habe sie in der ebenfalls sehr feinen Chilisauce fast ertränkt. Die Gemüse-Nudel-Suppe hingegen fand ich leider ziemlich fad, so daß ich mit Soja- und Chilisauce was zu retten versuchte. War eher nicht so berühmt. Mein Fazit: japanisches Essen brauche ich so bald nicht wieder.

Zum Thema Barrierefreiheit: das MoschMosch hat zwei Ebenen, die eine ist barrierefrei und dank breiter Tür und großzügiger Raumgestaltung auch mit einem überbreiten Rolli befahrbar. Für die zweite Ebene muß frau zwei einzelne Stufen überwinden. Die Toiletten sind ebenfalls nicht barrierefrei erreichbar. Sämtliche Bänke und Hocker, auf denen frau sitzt, haben keine Rückenlehnen, was ich schon ziemlich anstrengend fand. Das Personal bat Hilfe für das Überwinden der Stufen an – keine Selbstverständlichkeit.

Amala Krähenfeder, 10.11.2011, 22:17 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Hallo Schwarzwald ::

Nach dem Frühstück sind wir heute Richtung Schwarzwald aufgebrochen. Der liegt direkt vor meiner Haustür – ich finde das immer wieder überraschend und fabelhaft, wo ich doch ein paar Urlaube meiner Kindheit im Schwarzwald verbracht habe und das für mich als Ex-NRW’lerin immer so exotisch weit weg klingt *g*

Zuerst waren wir in Ettlingen, wo wir ausführlich Sonne getankt, auf einem tollen Spielplatz gespielt, Photos gemacht und einen netten Handarbeitsmarkt besucht haben.

Habe dabei gemerkt, daß ich eine gewisse Gelassenheit entwickelt habe, was den Kontakt mit Menschen(massen) auf zwei Beinen angeht. Bis vor nem Jahr oder so hatte ich immer das Gefühl, ihnen im Weg zu sein mit dem sperrigen Rolli, heute ist mir das schlicht Weißwurscht und ihre piefigen Blicke kratzen mich nicht mehr.

Danach hatten wir einen enorm gesunden Imbiß, der aus einer Tüte Laugengebäck bestand – das einzig Vegane, das wir finden konnten *hüstel* Jaja, demnächst denke ich daran, etwas von daheim mitzunehmen, wirklich!

Wir waren in Frauenalb an der Klosterruine, dann in Bad Herrenalb, in Loffenau und Gaggenau und sind dann wieder Richtung Heimat gezockelt.

Es war ein total schöner Tag mit viel Sonne, noch mehr buntem Herbstlaub und überhaupt.

Zum Thema Barrierefreiheit: Ettlingen ist meines Empfindens nach vorbildlich barrierefrei, s. zum Beispiel hier:

Amala Krähenfeder, 06.11.2011, 20:15 | Abgelegt unter: Behinderung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: Immer wieder der Berg ::

Die Zeitumstellung hat auch etwas Gutes: ich war sehr früh wach und ausgeschlafen obendrein. Mein Mann, mein Sohn und ich sind auf den Michelsberrig gefahren. Dieser Ort lockt mich immer wieder. Frühnebel, Hochnebel, Tau auf den Gräsern.

Haben Fallobst aufgelesen, goldene Birnen und Äpfel, die so rot leuchten, daß sie schon fast künstlich aussehen.

Auf dem Rückweg durch’s Dorf haben wir Brötchen und Laugenbrezel gekauft. Letztere sind hier vegan und ohne Schweineschmalz, damit sie auch für Muslime eßbar sind, sagt die Bäckerin. Finde ich großartig.

Und jetzt wird gefrühstückt.

Amala Krähenfeder, 31.10.2011, 12:17 | Abgelegt unter: Unterwegs | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Kloster Maulbronn & Sehnsuchtsküche ::

Gestern waren wir nachmittags im Kloster Maulbronn. Nach dem obligatorischen Besuch bei der Kräuterhexe (deren Laden ich supergemütlich, aber deren Preise ich echt ungerechtfertigt finde….so als kräuterverarbeitende und gewürzmischende Frau, die ich bin) sind wir über das Gelände spaziert und haben Photos gemacht. Ich bin immer wieder von den lichtstarken Objektiven meines Mannes fasziniert, aber was will ich mit einer Kamera, die ich nicht mal heben kann? *seufz*

Am Abend waren wir das erste Mal in der Sehnsuchtsküche in Mühlacker, einem veganen und antialkoholischen Restaurant. Es ist supergemütlich eingerichtet und hat eine tolle, gastliche Atmosphäre. Der Service ist sehr aufmerksam und auskunftsfreudig. Sonderwünsche werden gern erfüllt.

Zur Vorspeise hatte ich einen Saisonsalat, der aus Lollo bianco, Möhren-, Sellerie-, Beetenrohkost, Kartoffelsalat und Kichererbsensalat bestand – mah, war das gut! Leider ist das Photo mit dem Salatteller erst gemacht worden, als er schon ein wenig geplündert war *hüstel*

Als Hauptgericht hatten wir Großen Dinkelseitan-Cordon-bleu mit Käsespätzle und Sauce. Ja, und genau das war mein Fehler. Nach dem Verputzen des Salats signalisierte mein Körper mir ziemlich eindeutig: MEHR DAVON! SOFORT!, doch ich orderte das Cordon bleu. Teils weil ich fand, daß es wirklich lecker klang, teils wohl auch aus “Gruppenzwang”, will sagen: weil ich mir komisch vorgekommen wäre, nach dem kleinen Saisonsalat noch einen großen zu bestellen und weil eben alle ein warmes Gericht nahmen. Die Portion war mehr als reichlich, allerdings fehlte mir sozusagen das Hauptnahrungsmittel, nämlich Gemüse. Das Cordon bleu an sich war sehr zart, kross paniert und ansprechend gewürzt, doch war das Essen extrem mächtig, so daß ich rund die Hälfte meiner Portion an die Männer verteilte.

Zum Nachtisch hatte ich Schoko- und Kokoseis, auch sehr lecker. Wird übrigens aus Sojamilch gemacht.

Als ich mich später daheim hinlegte, war mir einfach nur übel. Das Essen lag mir wie ein Brikett im Magen – besser wurde es leider noch nicht mal durch Erbrechen und Durchfall. Die halbe Nacht lang träumte ich von Salat, Rohkost, Smoothies und Kräutern – also ehrlich mal ;)

Was mich das gelehrt hat? Der Körper hat immer recht. Ich muß nur noch lernen, auf ihn zu hören, so richtig und in jeder Situation.

Zum Thema Barrierefreiheit: die Außenanlage des Klosters ist für Rollstuhlfahrerinnen geeignet, wenn auch die vielen Abwassergräben etwas lästig sind. Die Läden sind im Großen und Ganzen für Rollis nicht erreichbar, wohl aber für Gehbehinderte, die mit Stock oder Krücken unterwegs sind. Die Sehnsuchtsküche befindet sich im ersten OG, leider ohne Aufzug.

Amala Krähenfeder, 30.10.2011, 14:18 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Indisch vegan in Karlsruhe ::

Gestern waren mein Mann und ich in Karlsruhe indisch & vegan essen, und zwar hier. Vor Jahren waren wir schon mal dort und die Qualität ist immer noch hervorragend. Ich hatte das Okra-Tomaten-Gemüse, mein Mann die gebackenen Auberginen, dazu gab es Gewürzreis. Nachdem wir darum gebeten hatten, daß keinerlei tierische Zutaten wie z.B. Ghee verwendet werden, war es absolut problemlos, die vegetarischen Gerichte in vegan zu bekommen (und da ich ne Laktoseintoleranz habe, kann ich definitiv sagen, daß es vegan war *g*).

Leider hatte ich keine Kamera dabei und die Handybilder werden immer so äääääh, so daß ich unser Essen nicht knipste. Jedenfalls war es zähneringend lecker ;)

Zum Thema Barrierefreiheit: zwei Stufen muß frau bewältigen, um ins Restaurant zu kommen. Das Klo ist dann auf derselben Ebene und die Kabinen meines Empfindens nach auch recht groß. Bezweifle allerdings, daß frau das bei kompletter Rollstuhlpflichtigkeit ohne Leichtathletikvorbildung schafft.

Amala Krähenfeder, 19.10.2011, 17:56 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Ausstellung Schädelkult ::

Welche Lust auf ein bissel Kultur hat, kann bis zum 29. April 2012 ja mal in Mannheim vorbeigucken, wo es im Museum Weltkulturen eine Sonderausstellung zum Thema Schädelkult gibt. Laut Website ist das Museum incl. Sonderausstellung barrierefrei.

Amala Krähenfeder, 14.10.2011, 21:30 | Abgelegt unter: Behinderung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: Die Höhle von Hang Son Doong ::

Amala Krähenfeder, 17.08.2011, 10:00 | Abgelegt unter: Unterwegs | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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