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Kategorie: Behinderung

:: Fasten ::

So allmählich dämmert ja die diesjährige Fastenzeit auf. Beginn ist für traditionell-christliche Menschen der Aschermittwoch, ich seh’s pragmatisch und verorte das Bedürfnis nach Fasten irgendwo zwischen Imbolc Anfang Februar und dem Frühlingsequinox am 21. März. Mit allgemein festgelegten Zeitpunkten wie eben dem Fastenstart zu Aschermittwoch oder dem Silvesterwahn habe ich meine liebe Not, denn ich begreife den Ablauf des Jahres als ein sich immer drehendes Rad, auf dem es eigentlich unsinnig ist, Zeitpunkte festzulegen, weil diese eben so flüchtig sind. Zeitspannen ergeben für mich mehr Sinn; in sie kann ich mich einfühlen, weil sie langsam anlaufen, dann da sind, und dann wieder allmählich abebben.

Zum Thema Fasten in Bezug auf die Ernährung habe ich vor fast genau zwei Jahren schon mal was geschrieben. Inzwischen ernähre ich mich seit etwa einem Jahr vegan und kann das, was ich damals schrieb, eigentlich nur dick unterstreichen. Ich fühle mich nach wie vor nicht vergiftet oder reinigungsbedürftig. Tatsächlich fühle ich mich körperlich, seelisch und geistig noch viel mehr im Gleichklang mit mir selbst als zu ovo-lakto-vegetarischen Zeiten. Ich habe binnen dieses einen Jahres meinen Schmerzmittelkonsum gegen Null gebracht, was ich darauf zurückführe, daß mein Körper nicht mehr ständig damit zugange ist, Milchprodukte, die den Körper übersäuern, abzubauen; dafür hat mein Körper Kapazitäten frei, sich den anderen Baustellen zu widmen, mit dem Effekt, daß Schmerzen und entzündliche Zustände verschwinden, das Hautbild besser wird, die Verdauung ausgezeichnet fluppt etc. Ich habe dann kurz mit dem Gedanken gespielt, einzelne Lebensmittel zu fasten, fand aber, daß sich das nicht wirklich lohnen würde: Alkohol trinke ich überhaupt nicht (der landet allenfalls im Essen, wo er verkocht wird), Weißmehl esse ich in sehr überschaubaren Mengen (maximal einmal pro Woche in Form von frischen Sonntagsbrötchen vom Bäcker und nur selten zusätzlich in Form von asiatischen Nudeln), mein Industriezuckerkonsum beschränkt sich auf 3 Teelöffel für die eine Tasse Tee pro Tag (zum Glück bin ich keine Süße und stehe Schoki und Co. gleichgültig gegenüber), Kaffee trinke ich nicht, Fette & Ölen müssen wir per se maßvoll dosieren, weil nicht alle Familienmitglieder das vertragen, und ich pfeife mir locker 2,5 bis 3 l Leitungswasser am Tag weg. Joa. Da seh ich schlicht keine Notwendigkeit zum Fasten.

Seit der Umstellung auf vegan ist noch was anderes Interessantes passiert, ich befinde mich nämlich deutlich mehr im Einklang mit meinen eigenen Überzeugungen. Veganismus ist wie ein Katalysator: er bringt die Dinge dazu, sich zu entwickeln – das gilt so ziemlich für alle Lebensbereiche. Wenn Du aufhörst, den gesellschaftlich kolportierten Glaubenssätzen wie z.B. “Milch ist gesund” zu glauben, fängst Du irgendwann an, auch andere Glaubenssätze in Frage zu stellen. Dadrin steckt eine Mengen Konfliktpotential und nachdem ich definitiv nicht mehr meinen Mund halte, wenn mir Kommunikationsformen auf den Keks gehen, haben sich im Laufe dieses Jahres auch so einige zwischenmenschliche Beziehungen “geklärt” – oder weniger esoterisch: gelöst. Anhand so etwas Banalem wie meinem Eßverhalten zeigte sich also, welchen Menschen es um MICH geht, und welche einfach Lust daran haben, sich an mir zu reiben. Und sorry, ich bin nun echt kein Schubbelbaum, also weg mit denen. Das ist ja auch ne Form von Fasten.

Bei Suchtmitteln sieht es bei mir auch ziemlich finster aus, was Fasten betrifft. Ich rauche nicht, schaue niemals fern und allenfalls eine DVD pro Woche, bin täglich nur so lange am Rechner, wie es mir guttut (ich vermute, durch die Behinderung und die damit verbundenen körperlichen Probleme bin ich ziemlich sensibel dafür, wie lange ich stillsitzen, auf den Monitor schauen kann etc. und im Web verloren gehen ist mir noch nie “geglückt”, zumal ich weder chatte noch Messenger benutze), und hasse shoppen. Abgesehen von Stöffchen, wobei ich dafür nicht mehr ausgebe, als mein “Taschengeld”. Ah ja, das Nähen. Ich habe mich gefragt, ob ich das fasten sollte, weil das nämlich wirklich mal etwas ist, bei dem ich die Welt um mich her vergesse. Allerdings halte ich es für fragwürdig, etwas zu fasten, das mir einfach nur guttut und mir erlaubt, mich trotz meiner ganzen behinderungsbedingten Einschränkungen kreativ zu entfalten. Nee, das mach ich nicht.

In Sachen Sport und Bewegung ist im Januar & Februar eine Menge auf den Weg gekommen; ich schrieb schon darüber. Im Moment komme ich auf ca. 30 Minuten Bewegung täglich, abgesehen von den Alltagsbewegungen und -wegen. Durch den Rollstuhl fallen solche Sachen wie Treppen statt Aufzug benutzen flach. Im Rahmen meiner Möglichkeiten bin ich ganz gut unterwegs, denke ich. Vielleicht läßt sich das noch steigern, aber nicht ad hoc.

Durch unseren Umzug habe ich schon jede Menge entrümpelt; ich vermute, daß irgendwo im Keller immer noch Dinge schlummern, die ich rauswerfen könnte, aber ohne Hilfe werde ich an das Zeug nicht rankommen und obendrein ist es mir gerade wichtiger, daß die Männer hier oben weiterrenovieren, als nochmal den Keller durchforsten. In meinem Wohnbereich gibt es kein Gerümpel mehr.

Was wirklich toll wäre, wäre Geld zu fasten, also zu sparen. Unser Kassenbuch (dessen Herrscherin ich bin *lol*) konfrontiert mich aber eigentlich immer nur mit zwei Erkenntnissen: eine Behinderung ist ein teurer Spaß & auf qualitativ hochwertiges Essen werden wir nicht verzichten.

Augenblicklich kann ich also sagen, daß ich potentiell nichts dagegen hätte, zu fasten, wenn mir bloß etwas einfiele, bei dem das Sinn machen und was bewegen würde. Wie ist das denn bei Euch? Fastet Ihr? Und wenn ja, was?

Amala Krähenfeder, 16.02.2012, 14:33 | Abgelegt unter: Behinderung,Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Struktur ::

Ich habe keinen aushäusigen Job. Ich bin im Haushalt nur für einen sehr übersichtlichen Teil verantwortlich. Klar, das liegt an meiner Behinderung und ich würde sofort tauschen, wenn mir Frau Göttin einen gesunden, beweglichen Körper anbieten würde. Aber nachdem das wohl nicht passieren wird, habe ich vor allem eines, um das mich die meisten Menschen beneiden: Zeit. Ich gehe ins Bett, wann ich will. Ich stelle mir nie den Wecker, sondern stehe auf, wenn ich ausgeschlafen bin. Ich kann den ganzen Tag lang tun, was ich will, sofern es im Rahmen meiner Behinderung möglich ist. Für Nichtbehinderte ist das vermutlich reichlich wenig, aber da ich ja weiß, wie schlecht es mir mal ging, finde ich den heutigen Zustand schon ziemlich gut.

Zeit ist ein seltsames Ding. Sie kann knapp werden, ablaufen, sich schlimmer dehnen als Kaugummi, totgeschlagen werden und allerlei mehr. In unserer Gesellschaft besteht die Maxime, daß Zeit Geld ist und dementsprechend sinnvoll genutzt werden soll (damit ist gemeint: sie soll im Sinne des Systems genutzt werden, denn wenn Du Zeit zum Träumen, Teetrinken oder Katzeschmusen benutzt, verschwendest Du sie nur).

Ich merke im Jahr 7 nach Behinderungsbeginn nun, daß meine Zeit Struktur braucht. Es geht nicht darum, sie möglichst “effizient” im Sinne des Systems zu nutzen, sondern darum, meine Interessen unter einen Hut zu bringen. Ich muß ja nichts beweisen, nichts schaffen, und doch glaube ich, daß es mir leichter fallen würde, wenn mein Tag mehr Struktur hätte. Manche zeiteinteilenden Tätigkeiten sind ganz von selbst entstanden, bedingt durch den Ablauf der Familienzeit (Arbeit, Schule, Mahlzeiten und so) oder durch Bedürfnisse (z.B. Teekochen und Kaminanfeuern am Morgen). Der Februar ist für mich, wie ich schon schrieb, der Monat, in dem ich wieder richtig Lust auf Bewegung bekommen habe, und so habe ich mir jetzt eine halbe Stunde fix für Bewegung abgesteckt. Fix übrigens nicht im Sinne einer Uhrzeit, sondern im Sinne des Platzes, den die Zeit in meinem Tagesablauf bekommen hat, so etwa zwischen PC-Zeit und Nähzeit. Jetzt brauche ich noch einen fixen Platz für’s Italienischlernen, habe aber noch nicht rausgefunden, wann ich vom Biorhythmus her am aufnahmebereitesten bin.

Ich merke außerdem, daß es für mich wichtig ist, mir Aufgaben zu suchen. Mit meiner Behinderung habe ich mich jetzt soweit arrangiert, daß ich auch ihr in bestimmten Abläufen und Ritualen gerecht werde; ich muß mich nicht mehr ständig an Einzelheiten die Pflege betreffend erinnern, sie passieren automatisiert und dadurch sicher / gesichert. Jetzt ist also wieder Platz in meinem Kopf für andere Dinge, und vor allem habe ich auch richtig Lust, mich anderen, neuen Themen zu widmen.

Der Februar 2012 ist für mich offenbar ein Monat, in dem vieles auf den Weg kommt. Ich genieße das sehr.

Amala Krähenfeder, 14.02.2012, 20:30 | Abgelegt unter: Behinderung,Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 7 Kommentare

:: Bewegt ::

Es hat mich erwischt. Das erste Mal seit 2005. Erst dachte ich, es sei was ganz Schlimmes. Wenigstens ein rausgesprungener Wirbel. Oder ein eingeklemmter Nerv.

Aber nein.

Es ist bloß Muskelkater.

Soviel dann zum Thema Yoga im Sitzen.

Aua.

Jedenfalls bewegt sich gerade bei mir so einiges. Vorrangig ich mich selber. Ich kann ja so vieles nicht machen, was ich gern tun würde, wenn ich nicht mit diesem meinem behinderten Körper gesegnet wäre, aber manche Dinge funktionieren doch ganz gut. Ein bißchen Hanteltraining. Ein bißchen Yoga. Ein bißchen auf dem speziellen Behindi-Heimtrainer rödeln. Da kommen pro Tag schon mal gute 30 Minuten Bewegung bei rum. Nicht schlecht, Frau Specht.

Außerdem habe ich mich jetzt dazu aufgerafft, eine neue Fremdsprache zu lernen. Will ich schon ganz lange, am liebsten mit nem Fernstudium, aber das ist so teuer, da kann ich grad nur von träumen. Dafür gibt’s ja die Stadtbibliothek. Und Aldi (ja, wirklich – die spionieren mein Hirn aus. Wann immer ich etwas brauche, Aldi hat’s wenig später IMMER im Programm). Jetzt bin ich um zwei Sprachlernprogramme und eine Wortschatzkarteikartenbox reicher.

Ich träume jetzt mal davon, durch die Bewegung fitter und belastbarer zu werden und dann in ein paar Jahren meine neuerworbenen Sprachfähigkeiten an den Ureinwohnern des entsprechenden Landes zu testen. Dann heißt es: onorevoli deputati, buongiorno!

Amala Krähenfeder, 10.02.2012, 21:08 | Abgelegt unter: Allgemein,Behinderung | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare

:: Sperrige Tage ::

Diese Woche war komisch und eigentlich ist erst heute der erste nicht-komische Tag. Am Montag war ich Feuer und Flamme für ein Thema, das ich für meinen RowRobin gefunden hatte. Habe direkt Stoffe gekauft, insgesamt 8,5 Meter. Nach dem Nähen des Probeblocks fand ich die Idee plötzlich nicht mehr so gut, zumal die anderen Teilnehmerinnen Themen haben, die meiner Ansicht nach schwieriger sind als es das meine gewesen wäre (ich hatte extra Anfängerinnentaugliches ausgesucht). Seither grüble ich über andere Themen nach. Vieles würde mich reizen, nur entscheiden kann ich mich nicht. Mal sehen. Etwas Zeit habe ich noch.

Am Dienstag hatte ich einen extrem unangenehmen Termin, der damit endete, daß ich mich irgendwie klein und unerfüllt fühlte. Es ist eine Sache, wenn ich etwas von mir selbst denke, aber eine Andere, wenn Dritte das auch meinen. Autsch. Das wirbelte eine Menge Staub in Sachen Fremdbewertung, Behinderung und Co. auf.

An beiden Tagen kam noch eine gewisse GrundUnzufriedenheit mit dem Leben auf der Baustelle hinzu. Natürlich wußten wir, daß wir auf Jahre in und an unserem Haus zu tun haben würden, aber ein halbes Jahr ohne Badezimmer stellt mich doch sehr auf die Probe. Vielleicht im April, wenn alles reibungslos weitergeht *hoffhoffhoff* Gestern jedenfalls waren mein Mann und ich lange im Baumarkt und haben schon mal Bodenbelag und Lack für unseren zweiten Flur im EG gekauft. Wir haben uns jetzt für ein ganz anderes Farbkonzept entschieden, als ursprünglich mal angedacht gewesen war. Spannend. Und irgendwie sind wir insgesamt experimentierfreudiger geworden.

Ansonsten scharre ich mit den Hufen, wann es denn bitteschön endlich wärmer wird. Nicht weil ich frühlingsbedürftig bin, sondern weil wir dann auch mal unserem Garten Aufmerksamkeit schenken können. Der ist jetzt eine Mischung aus Schuttplatz & verwildertem Kräuterbeet und soll mal eine Terrasse bekommen und insgesamt etwas gartenartiger werden. Ja, wenn das liebe Geld nicht wäre – was würden wir nicht alles ändern, umbauen, anbauen, abreißen, neumachen. Hach. Kennt wohl jede, die ein älteres Haus gekauft hat.

In diesen sperrigen Tagen ist mir dann klar geworden, daß ich eine Trost-Esserin bin. Wenn ich Trost brauche, was glücklicherweise nicht oft der Fall ist, weil ich meist eh nichts zu mir durchlasse, was mich in die Lage bringen könnte, Trost zu brauchen, dann esse ich mehr. Vor allem mehr Heißes, Scharfes, Kalorienreiches. Vielleicht liegt das auch einfach am Wintereinbruch (hey, ich lebe in Baden und bin auf maximal zwei Tage bei weniger als – 10° C im Jahr eingestellt…!) und mein Körper wollte unbedingt noch Winterspeck anlegen. Immerhin schaffe ich es, diese Art von Hunger mit halbwegs gesunden Leckerlies zu stillen: Grünkohleintopf mit viel Chili, warme Vollkorntoasts mit Guacamole, zuckerfreie heiße Schokolade mit Cayennepfeffer.

Jetzt heißt es hoffentlich [/sperrigeTage].

Amala Krähenfeder, 09.02.2012, 21:12 | Abgelegt unter: Allgemein,Behinderung | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare

:: Hallo Stuttgart ::

Während mein Sohn sich auf einem Kindergeburtstag austoben durfte, sind mein Mann und ich nach Stuttgart gefahren. Dieser Ausflug stand schon länger auf unserer Wunschliste, wenngleich wir eigentlich ins Naturkundemuseum und / oder in die Wilhelma gewollt hätten. Da ich aber zur Zeit weder mit meinem Rolli noch mit meinen Schuhen klarkomme, ist unser mein Aktionsradius gerade sehr eingeschränkt.

Demzufolge sind wir schnurstracks nach Bad Cannstatt gefahren, wo wir eine Winzirunde in der Altstadt drehten…

…und dann im Coox & Candy einkehrten.

Leider waren schon alle Kuchen ausverkauft – um 14 Uhr! Skandal! Eigentlich hatte ich fest vorgehabt, wenigstens ein Stück Schwarzwälder Kirsch zu verspachteln, und war schon ganz geknickt, als dann doch überraschend Desserts reinkamen. Sojajoghurt mit Kokos und Kiwi. Sehr lecker.

Als wir gerade gehen wollten, kamen auch noch ein paar Cupcakes rein, von denen wir natürlich zwei auf die Hand mitnahmen (damit habe ich dieses Wochende so viel Zucker gegessen wie sonst in etwa drei Wochen – uff!).

Nachdem wir die Speisekarte studiert hatten, stand jedenfalls fest, daß wir beizeiten nochmal zum Abendessen dorthin wollen, dann aber mit Reservierung.

Zum Thema Barrierefreiheit: das Coox & Candy ist nicht barrierefrei. Gar nicht. Um ins Restaurant zu kommen, muß frau zwei Stufen überwinden. Zu weiteren Plätzen geht es nochmal zwei Stufen hoch; mehr Plätze sowie das Klo sind im OG, das nur über eine Treppe zu erreichen ist.

Amala Krähenfeder, 15.01.2012, 18:40 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: Yoga für Behinderte ::

Vor meiner Behinderung habe ich täglich 45 bis 60 Minuten Yoga gemacht. Solche Regelmäßigkeiten fallen mir nicht schwer, im Gegenteil: je regelmäßiger, desto mehr wird etwas Bestandteil meines Alltags und desto weniger muß ich mich daran erinnern oder dazu anhalten. Seit ich behindert bin, habe ich kein Yoga mehr gemacht. Es liegt nicht daran, daß ich keine Lust habe, sondern daran, daß es praktisch keine Informationen zu Yoga mit Behinderten gibt. Immerhin, einige wenige Yogalehrerinnen haben begriffen, daß eine Behinderung kein Grund gegen, sondern vielmehr der beste Grund für Yoga ist. Die yogawillige Behinderte findet aber im Netz schlicht NICHTS Hilfreiches, wenn sie sich ein eigenes Programm zusammenstellen möchte. Kein Buch, keine DVD, keine Websites mit Anleitungen, nix. Yoga für Senioren ist das Maximum (aber wenn ich in den Büchern dann Abbildungen von total fitten Senioren sehe, die fröhlich Handstand machen, weiß ich schon, daß ich mir dieses Buch nicht kaufen werden – wozu auch? So fit werde ich nie wieder sein).

Falls also eine Yogalehrerin, die sich vorstellen kann, mit einer Behinderten zu arbeiten, und die aus der Gegend Karlsruhe, Heidelberg, Ludwigshafen, Mannheim, Kandel, Germersheim, Speyer kommt, das hier liest: ich suche Dich! Bitte meld Dich bei mir :)

Und falls Ihr, liebe Leserinnen, irgendwelche DVDs, Bücher oder Websites kennt, in denen möglichst viele Übungen vorkommen, bei denen frau sitzen oder liegen kann, piepst doch bitte mal :)

Amala Krähenfeder, 04.01.2012, 14:14 | Abgelegt unter: Behinderung | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Sea Life, Speyer ::

Für seine ganze Hilfe beim Umzug hat unser Sohn sich etwas wünschen dürfen. Seine Wahl fiel auf einen Besuch im Sea Life in Speyer – und da waren wir heute. Ich glaube, für ihn war es richtig toll und lohnenswert, und mein Mann konnte trotz des enormen Andrangs viele schöne Photos machen.Für mich war es ziemlich anstrengend und nervenaufreibend.

Direkt am Sea Life gibt es zwei Behindertenparkplätze, was ich gut finde, denn die nächstgelegenen normalen Parkplätze sind zu Fuß bzw. mit dem Rolli mal locker 10 oder 15 Minuten entfernt. Nicht so gut finde ich, daß die Behindertenparkplätze als solche nicht befestigt sind. Wenn frau aus dem Auto steigt, muß sie erstmal über eine Schotterpiste mit recht tiefen Löchern (heute: Pfützen) waten, um zur verlängerten, gepflasterten Rampe zu gelangen.

Als wir am Eingang ankamen, wartete schon eine ziemlich lange Schlange von Besuchern darauf, eingelassen zu werden. Die Kasse arbeitet in gemütlichem Tempo, dann müssen die Leute in einen abgetrennten Raum hineingehen. Erst wenn dieser Raum voll ist, also eine Gruppe vollzählig ist, schließt sich die Tür und es geht los. Bevor frau in den Gebäudeteil mit den Aquarien gelangt, muß sie sich in diesem geschlossenen, vollen Raum einen Vortrag anhören. Das finde ich schlecht! Es ist darin eng und dunkel. Menschen mit Klaustrophobie haben daran sicher keine besondere Freude. Obendrein funktioniert das Konzept der Gruppenbildung nicht wirklich, weil viele Leute extrem lange an einzelnen Aquarien stehen bleiben und sich die Gruppen so dann doch wieder mischen.

Die Aquarien sind so angelegt, daß Rollstuhlfahrerinnen (und natürlich Kinder^^) gut hineingucken können. Meiner laienhaften Meinung nach sind die Becken sehr gepflegt und sauber und frau bekommt auch Informationen dazu, wieso z.B. Kunststoff-Algen anstelle echter verwendet werden. Die Infotafeln sind – wie üblich in Aquarien – recht knapp gehalten, versorgen eine aber durchaus mit interessanten Fakten (nicht nur “Fisch XY lebt da und dort und legt dann und dann Eier”). Kinder können sich an der Kasse einen Quizbogen mitnehmen, der an bestimmten Stationen bearbeitet werden kann – gute Idee, aber bei dem Andrang heute ein Unding. Die Mitarbeiterin, die heute dort war, fand ich super. Sie war sehr resolut (muß sie vermutlich auch sein, wenn sie den ganzen Tag lang erklärt, daß die Schilder “nicht mit Blitz photographieren” und “nicht ins Becken fassen” wirklich ernstgemeint sind….also, mein Mitgefühl hat sie). Und sie machte mir den Weg zu einem Becken frei, wo gerade eine Fütterung stattfand.

Schlecht finde ich die allgemeine Enge im Sea Life. Viele Gänge sind nur so breit, daß ich gerade mit dem Rolli durchkam. Der Shop ist dermaßen eng, daß ich keine Möglichkeit hatte, mich umzugucken. Auch das angeschlossene Restaurant empfand ich als sehr eng und zugestellt. Der Aufzug, der vom Obergeschoß zurück ins Erdgeschoß führt, ist in meinen Augen eine absolute Fehlkonstruktion. Nicht nur daß Frau Rollifahrerin es irgendwie hinkriegen muß, vom Rollstuhl aus die ganze Zeit auf den Rufknopf zu drücken, damit die Kabine kommt, sie muß auch auf kleinstem Raum (ich schätze, rund 1 qm) den Rolli von der Geradeausposition in die Linksposition bringen. Ohne Hilfe nicht machbar! Und dann gibt es auch noch eine lustige Lichtschranke, die meinen Mann dazu zwang, sich praktisch yogaartig (Fortgeschrittenenniveau) über mich zu beugen und gleichzeitig wiederum die ganze Zeit den “Runterknopf” gedrückt zu halten. Sorry, das ist Kappes. Ebensolcher Murks ist das Behindertenklo im OG, welches auch als Wickelraum genutzt wird. Ich persönlich, als Mama eines Kindes, das auch mal Windeln getragen hat, sehe das so: ein Kind mit vollen Windeln kann in der Regel zwei Minuten warten. Rollstuhlfahrerinnen ohne Windeln, die mal dringend müssen, nicht. Müssen sie aber, wenn eine Schar wildgewordener Eltern ihre Kinder verpampern will und dann nochmal schnell selbst auf das Behindertenklo gehen, weil das ja so schön groß und sauber ist und überhaupt. Das nervt.

Soweit zu den Örtlichkeiten. Ich hab lang überlegt, ob ich das, was ich jetzt schreiben werde, wirklich schreiben soll, aber vielleicht ist das ja mal ein Denkanstoß für Nichtbehinderte.

Rollstühle haben vor allem eine Eigenschaft: sie können nicht zur Seite springen. Nichtbehinderte können das schon. Rollstühle sind ziemlich wendig, aber ich mutmaße, daß sie auch in naher Zukunft kein gekonntes Ausweichmanöver hinkriegen, wie es jemand mit gesunden Sprunggelenken schafft. Rollstühle sind in der Regel nicht nur Nichtbehinderten im Weg, sondern auch denjenigen, die in ihnen sitzen. Klar finde ich toll, daß mir der Rolli auf gewisse und sehr eingeschränkte Weise Mobilität ermöglicht, aber wenn ich die Wahl hätte, dann wäre ich lieber wieder auf eigenen Beinen unterwegs. Es ist nicht hilfreich, gegen den Rollstuhl zu rempeln, am Joystick hängen zu bleiben (weil mensch meint, sich noch mal eben am Rolli vorbeiquetschen zu müssen – ja, so ein Rolli kann auch mal flott voranpreschen, wenn mensch das tut!) oder genervt zu stöhnen oder die Augen zu verdrehen, weil eine Rollstuhlfahrerin unterwegs ist. Es ist mein verficktes Recht, mich da aufzuhalten, wo ich sein will. Es ist mir scheißegal, ob Nichtbehinderte meine und die Anwesenheit meines Rollstuhls als lästig, unnötig oder ärgerlich empfinden. Ich bin kein Hindernis, ich bin ein Mensch.

Amala Krähenfeder, 29.12.2011, 17:57 | Abgelegt unter: Behinderung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Das “red” in Heidelberg ::

Heute hatte ich wieder einen Termin in Heidelberg und natürlich verbanden mein Mann und ich das erneut mit einem leckeren Essen. Diesmal ging es ins red, einem vegetarisch-veganem Bio-Restaurant unweit der Innenstadt.

Am kalt-warmen Büffet kann frau sich nach Lust und Laune selbstbedienen; der befüllte Teller wird dann abgewogen (100 g für 1,85 € finde ich absolut gerechtfertigt). Am Büffet gibt es die Tagessuppe (immer vegan), wirklich viele kalte Antipasti und Salate, warme Gerichte und eine Dessertauswahl. Ich war positiv davon überrascht, wie viele vegane Sachen angeboten werden, wie Ihr anhand meines Tellers sehen könnt:

Im Uhrzeigersinn, bei 12 startend: eingelegter Fenchel, scharfer Kichererbsensalat, Kartoffelsalat mit Räuchertofu, gekeimter Quinoasalat, Spitzkohlsalat, Kichererbsendip, Blumenkohlsalat, Berglinsensalat. In der Mitte oben gegrillte Paprika, darüber in Wein eingelegte Zwiebeln, und in der Mitte unten marinierte Riesenbohnen. Heute gab es an warmen veganen Speisen gegrillte Zucchini, eine Kartoffel-Champignon-Spitzkohlpfanne und Falafel (außerdem das Tagesricht, welches auch immer vegan erhältlich ist, welches wir jedoch nicht gegessen haben). Und das Beste: es gibt täglich einen veganen Kuchen und sogar vegane Trüffel! Meinen Kuchen – Kirschstreusel – werde ich allerdings erst gleich zusammen mit einem Tee verputzen, denn das Essen war üppig und sättigend :)

Die veganen Speisen sind mit der Veganblume oder einem V gekennzeichnet und leicht zu erkennen, sogar vom Rolli aus. Für einige Sachen vom Büffet braucht Frau Rollstuhlfahrerin allerdings Hilfe, da es zweistöckig aufgebaut ist.

Inzwischen war ich ja schon öfter auswärts vegan essen, aber das red ist bisher der Höhepunkt.

Zum Thema Barrierefreiheit: das Restaurant ist barrierefrei erreichbar und durch seine Großzügigkeit auch gut befahrbar. Nach telefonischer Reservierung habe ich sogar netterweise einen Platz extra an der Heizung bekommen und die Stühle auf meiner Tischseite waren schon weggeräumt, damit ich mit dem Rolli direkt einparken konnte. Ein Behindertenklo gibt es leider nicht.

Amala Krähenfeder, 08.12.2011, 21:03 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Heiliger Raum in mir ::

Diese Woche hatte ich Besuch von meinem Rollstuhltechniker, weil mir mein Rolli nicht mehr paßte. Er ist ein sehr angenehmer Mensch. Ich bin da recht empfindsam, was die Energie angeht, die jemand mit sich bringt. So sind mir die meisten Männer zu intensiv, zu raumgreifend. Ich ertrage das nicht gut, vor allem dann nicht, wenn sie auch noch eine After-Shave-Fahne hinterlassen, die noch Stunden später in meinem Haus hängt. Jedenfalls kamen er und ich ins Gespräch und er meinte, daß er als Nichtbehinderter sich immer darüber ärgert, wenn er durch einen behinderten Verwandten oder durch seine Kundschaft mitbekommt, daß Körperbehinderte von Nichtbehinderten behandelt werden, als seien sie gaga und geistig nicht auf der Höhe. Das kenne ich natürlich auch. Kann inzwischen gar nicht mehr zählen, wie oft ich es mit Leuten zu tun hatte, die es wirklich gewundert hat, daß ich in zusammenhängenden Sätze rede. Es gibt Tage, an denen mich das verletzt, aber mittlerweile finde ich das an den meisten Tagen einfach nur lachhaft, im wahrsten Sinne des Wortes. Manchmal macht es mir sogar Spaß, ein bißchen mit dem Klischee zu spielen: da meist vorausgesetzt wird, daß ich nicht orientiert bin, ist es hin und wieder ganz lustig, tatsächlich mal nicht-orientiert zu handeln. Die Gesellschaft räumt mir durch ihre Vorurteile eine gewisse Narrenfreiheit ein, die auszukosten ich ok finde. Wie gesagt, manchmal. In indigenen Gesellschaften gibt es Behinderte, die Schamaninnen werden, weil sie besonders, weil sie anders sind. Vielleicht weil sie die Welt anders sehen. Vielleicht weil die Gesetze, die auf “normale” Leute (ich schreibe das extra so provokant) zutreffen, nicht für sie gelten. Indem Nichtbehinderte Behinderte stigmatisieren, werden sie tatsächlich besonders. Als Behinderte kann ich Sachen sagen, die die Menschen von einer Nichtbehinderten nicht akzeptieren würden. Mit mir sind sie nachsichtig.

In der Akupunktur werden nicht mehr vorhandene Körperteile behandelt, als wären sie noch da. Beim Reiki oder der schamanischen Arbeit mache ich das genauso. Ich selbst nehme meine Amputationen energetisch wahr, aber es ist nicht so, als wäre da einfach “nichts” mehr. Da ist noch etwas da, es ist nur anders als vorher. Die Teile von mir, die chirurgisch entfernt wurden, mußte ich verabschieden, damit sie in Frieden gehen konnten. Ich glaube, wenn ich noch an ihnen hinge (wörtlich), dann hingen sie noch an mir. Dann würde ich mich auch nie mit meinem Körper, wie er jetzt ist, arrangieren können, oder mehr noch: ihn lieben. Auf der anderen Seite bin ich nicht behindert. Da bin ich beweglicher, wandelbarer, flexibler, agiler als hier. Ganz spannend finde ich, daß mein Körper dennoch ein ähnlicher ist, inclusive der Amputationen. Und daß auch andere Reisende das so wahrnehmen. Wahrscheinlich spricht das dafür, daß ich meine Behinderung integriert habe.

Ein Aspekt, den ich lange demütigend fand, war die Einbuße meiner Beweglichkeit. Ich habe früher sehr gern getanzt, auch im rituellen Kontext. Ich habe mich gern kraftvoll (ich bin Ex-Leistungssportlerin) und fließend bewegt. Meine Bewegungen jetzt sind damit nicht mehr zu vergleichen. Ich finde sie nicht anmutig, nicht rhythmisch. Es hat gebraucht, mir zuzugestehen, daß sich meine Art zu tanzen ebenfalls gewandelt hat. Mir hat der Satz Mut gemacht: wer gehen kann, kann auch tanzen. Ich kann ein bißchen gehen, also kann ich auch ein bißchen tanzen. Und ich habe Tanzen im Liegen gelernt. Und im Sitzen. Und Tanzen im Geiste – ich spüre dann alle meine Zellen schwingen und schunkeln. Zu Samhain 2007 haben mein einer Mann und ich aus Ton Göttinnen geformt, das Ritual stand unter dem Motto “begegne Deiner Göttin”. Damals habe ich nicht verstanden, was mein Tonklumpen für eine Göttin sein soll. Heute gucke ich sie an und denke: sie ist behindert und sie tanzt! Der Tanz ist doch auch Ausdruck für geistige Regungen und Beweglichkeiten und für ein freies Schwingen.

Entsetzlich sind die Momente, in denen ich darüber nachdenke, wie ich auf andere wirke. Wie bewerten sie mich? Oh, mein dicker Hintern! Meine dürren Beinchen! Meine Transplantate! Meine klobigen Behindertenschuhe! Der Rollstuhl! Und mein Gesicht, es ist mir anzusehen, daß ich behindert bin! Ich habe gelernt, in mir selbst, in meinem Bauch, mitten in meinem Sein zu ankern. Es ist dann nicht mehr wichtig, wie jemand mich bewertet oder mich findet, weil ich in mir drin wohne. Heiliger Raum in mir.

Amala Krähenfeder, 02.12.2011, 19:50 | Abgelegt unter: Behinderung,SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Heidelberg ::

Da ich heute einen Termin in Heidelberg hatte, haben mein Mann und ich die Gelegenheit genutzt, im Anschluß im MoschMosch, einer japanischen Nudelbar, essen zu gehen. Bei Birdie hatte ich gelesen, daß es dort auch vegane Sachen gibt. Zunächst mal war ich positiv von der Heidelberger Innenstadt überrascht. Bisher kannte ich sie eigentlich nur von den mit dem Auto befahrbaren Hauptstraßen her und finde die Straßenführung, die Enge und das Fahrverhalten mancher Menschen da einen Alptraum – liegt vielleicht auch einfach daran, daß ich inzwischen so ein Landei bin und es hier in der Rheinebene schön platt ist, mit viel Platz in jede Richtung ;) Aber die Altstadt in Heidelberg – die nicht mit dem Auto befahren werden kann – ist wirklich toll. Viele interessante Geschäfte, die wir allerdings nur von außen anguckten, weil die meisten eben nicht barrierefrei sind, und unzählige nette Kneipen und Cafés. Demnächst wollen wir nochmal dorthin, allerdings mit Kameras bewaffnet :)

Dann ging es zum MoschMosch. Der Service war superfreundlich und bemüht, und es war gut, daß ich einen Tisch reserviert hatte. Hätte gar nicht gedacht, daß es an einem normalen Donnerstag derart gut besucht sein würde. Zur Vorspeise hatte ich Gyöza (Teigtaschen) mit Gemüsefüllung und danach Ramen (japanische Nudeln) in Brühe mit viel frischem Gemüse, Wakame-Algen und Tofu. Auf jedem Tisch stehen drei Flaschen mit Saucen (Soja-, Teriyaki- und Chilisauce, alles hausgemacht), mit denen frau sich das Essen pimpen kann. Laut Aussagen der Bedienung sind alle drei Saucen vegan.

Die Gyöza fand ich superlecker und habe sie in der ebenfalls sehr feinen Chilisauce fast ertränkt. Die Gemüse-Nudel-Suppe hingegen fand ich leider ziemlich fad, so daß ich mit Soja- und Chilisauce was zu retten versuchte. War eher nicht so berühmt. Mein Fazit: japanisches Essen brauche ich so bald nicht wieder.

Zum Thema Barrierefreiheit: das MoschMosch hat zwei Ebenen, die eine ist barrierefrei und dank breiter Tür und großzügiger Raumgestaltung auch mit einem überbreiten Rolli befahrbar. Für die zweite Ebene muß frau zwei einzelne Stufen überwinden. Die Toiletten sind ebenfalls nicht barrierefrei erreichbar. Sämtliche Bänke und Hocker, auf denen frau sitzt, haben keine Rückenlehnen, was ich schon ziemlich anstrengend fand. Das Personal bat Hilfe für das Überwinden der Stufen an – keine Selbstverständlichkeit.

Amala Krähenfeder, 10.11.2011, 22:17 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare
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