Kategorie: Allgemein
:: TagebuchFreundin gesucht ::
Fast drei Jahre lang gab es das Schattenbuchprojekt, doch die dritte Runde mußte vorzeitig abgebrochen werden. Ich mochte das Projekt, weil es etwas Verbindendes hatte. Ich habe viel über die Frauen erfahren, die teilgenommen habe, habe Neues gelernt, über den eigenen Tellerrand hinausgeguckt und viel Inspiration bekommen. Der Austausch in dieser schriftlichen und sehr greifbaren Form fehlt mir. Und darum suche ich jetzt eine TagebuchFreundin.
Das Schattenbuchprojekt war so angelegt, daß immer vier bis fünf Frauen an jeder Runde teilnahmen und die Bücher turnusmäßig alle drei Monate wanderten. Diesmal suche ich eine Frau, die Lust hat, zusammen mit mir ein Jahr lang füreinander Tagebuch zu schreiben.
Ich stelle mir vor…
…daß Du und ich jeweils ein Buch füreinander aussuchen, das wir in den kommenden 12 Monaten füllen werden (beim Schattenbuchprojekt hat jede ihr eigenes Buch gekauft und es auf die Reise geschickt).
…daß Du und ich parallel zum Tagebuchschreiben wenigstens lose via Mail, SMS oder Telefon in Kontakt bleiben, um immer darüber informiert zu sein, wie es mit dem Projekt so läuft. Monatelanges Schweigen, aus dem Zweifel und Bedenken erwachsen, was nun mit dem Projekt ist, möchte ich nicht.
…daß Du und ich regelmäßig Eintragungen vornehmen, damit wir beide am Ende des gemeinsamen Jahres ein Buch voller Gedanken, Erlebnisse und anderer schöner Dinge zurückbekommen. Das bedeutet, daß Dir, falls Du Dich für dieses Projekt bewerben willst, bewußt ist, daß Du damit eine gewisse Verbindlichkeit eingehst.
…daß unsere Einträge eine bunte Mischung aus Alltäglichem, Spirituellem, Schönem sind. Mit Photos, Ausschnitten, vielleicht sogar kleinen Malereien und Fundstücken. Und anderem mehr. Was uns so in den Weg kullert und berührt.
Ich dachte mir, die Eintragungen können handschriftlich abgefaßt oder auch am Computer getippt und ausgedruckt eingeklebt werden. Es wäre schön, wenn wir zu Beginn unserer gemeinsamen Reise über unsere Vorlieben und Interessen sprechen würden – ich bin z.B. Veganerin und ein Rezept für Schweinsbraten würde mich irgendwie nicht begeistern. Vielleicht wäre es auch eine Idee, daß jede sich fünf Themen wünscht, über die die andere im Laufe des Projekts schreiben soll, so als Challenge zwischendrin? Auf jeden Fall sollen die Bücher pfleglich behandelt und am Ende des Jahres versichert verschickt werden. Es wäre doch eine Schande, wenn so ein Schatz verloren ginge!
Welche Themen mich interessieren, welche Dinge mich berühren und begleiten, welche Vorlieben und Abneigungen ich habe, weißt Du wahrscheinlich schon, da Du ja hier auf meinem Blog bist
Wenn Du ganz andere Interessen, Vorlieben und Abneigungen hast, ist das kein Hindernis, sondern die Chance auf eine spannende Erfahrung.
Habe ich Dein Interesse geweckt? Wenn ja, hinterlasse mir hier bis zum 12. Februar 2012 einen Kommentar, in dem Du mir schreibst, warum Du Lust hast, meine TagebuchFreundin zu werden – dann endet die “Bewerbungszeit”.
Ich freu mich auf Dich!
:: WochenendRückblick ::
[Wetter] Kann ich eigentlich gar nicht beurteilen, weil es praktisch nicht hell geworden ist *hmpf* Kalt, grau, ungemütlich.
[Gemacht] Meine Verkältung gepflegt (das ist was Anderes als eine Erkältung btw). Vorm Kamin rumgelungert und gelesen. Genäht, allein und mit dem Sohn. Beim Badezimmerfliesen zugeguckt (oh ja, es wird!). Imbolc-Ritual mit der Familie.
[Gehört] Cat Stevens. Icon Of Coil. Garland Jeffreys. And One.
[Gelesen] Dr. Christine Volm: Rohköstliches.
[Getrunken] Wasser und Tee.
[Gegessen] Erdnußsuppe. Vollkorn-Gemüse-Pizza. Disco Stew. Obst. Haferkekse.
[Gedacht] Ach, so einiges. Vielleicht fasse ich das mal separat zusammen.
[Gelacht] Wir haben mal wieder zwei Folgen Alf geguckt – es gibt in der Serie definitiv so einige Kalauer, bei denen ich mich bepieseln könnte.
[Gefreut] Über ein Telefonat, das mir einiges an Klarheit geschenkt hat. Über die Wahnsinnsnähfortschrittes meines Sohnes. Über eine Mail, auf die ich seit 17 Jahren gewartet habe.
[Geärgert] Eigentlich nicht.
[Gelernt] Eine Menge über die Eßbarkeit von Baumblättern und -knospen. Ich freu mich schon, wenn sie austreiben
[Gekauft] Nichts.
[Bewegt] Ganz zaghaft geradelt und prompt muckt der Fuß wieder. Ich brauche neue Schuhe! Stattdessen ein bißchen Yoga und Hanteltraining, außerdem mit dem “Bergsteigerknautschi” rumgespielt. In einem Jahr zerknicke ich Straßenlaternen mit zwei Fingern.
[Spirituelles] Imbolc. Es ist absolut faszinierend, wie die Jahreskreisfeste ihre ganz eigene Energie mit sich bringen, die sich dann in allen möglichen (und unmöglichen) Lebensbereichen wie von selbst manifestiert und gelebt werden will bzw. Raum einfordert.
[Und sonst so?] Über die Gartengestaltung nachgedacht.
[Ausblick auf die nächste Woche] Einen kleinen Quilt beenden. Einen großen Quilt anfangen. Wichtiger Termin, Take II.
:: Pilgern auf Japanisch & Woher-kriegst-Du-Dein-Eiweiß-Suppe ::
In letzter Zeit habe ich einige Filme über’s Pilgern geschaut. Am meisten Material gibt es zum Camino Frances, dem Jakobsweg, und einige dieser Filme sind echt schrecklich. Vielleicht gehört das Leiden ja zum Christentum dazu, aber ich finde es stinklangweilig, wenn ich mir zwei Stunden anhören soll, wie rumgejammert wird, weil der Pilger sein Leben mit Mitte 50 noch immer nicht auf die Kette gekriegt hat *schnarch!* Neulich habe ich jedoch eine echte Pilger-Filmperle aufgetan: 88 – Pilgern auf Japanisch. Der Autor Gerald Koll geht den (angeblich) ältesten Pilgerweg der Welt, der die japanische Insel Shikoku umrundet. Während der 1300 km klappert er 88 Tempel ab, spricht mit den Leuten, die ihm begegnen, und versucht herauszufinden, was “Henro Boke” bedeutet, ein Begriff, den er von einem japanischen Pilger hat, dem er auf dem Jakobsweg begegnet ist. Der Film hat mich absolut begeistert. Er ist tiefgründig, lustig, mitunter skurril, zeigt eine Menge von der Landschaft, setzt sich mit den Pilgerwehwehchen auseinander und spart auch nicht mit Reflexionen. Außerdem gibt’s eine Menge Infos zum japanischen Way Of Life. Bei manchen Filmsequenzen fragte ich mich zwar, warum zum Geier sie es in den Film geschafft haben (beispielsweise ein Telefonat, bei dem Koll moniert, daß er und sein Gesprächsgegenüber schon lange keinen Sex mehr hatten *lol*), aber die Mischung stimmt. Das Buch werde ich mir nun auch noch anschaffen, so toll fand ich den Film.
Und weil Pilger ja Eiweiß brauchen, hab ich heute eine asiatisch angehauchte Erdnußsuppe gekocht – nix für schwache Gemüter, weil mit Habanero-Chili. Und das geht so:
200 g Erdnüsse zusammen mit 4 gepellten Knoblauchzehen, 3 TL gekörnter Gemüsebrühe, dem Saft von 1/2 Zitrone, 1 EL Sojasauce, 1 TL roter Currypaste, 750 ml Wasser und einem ordentlichen Stück Habanero-Chili (ohne Kerne und weiße Häutchen) im Blender mixen, bis eine homogene Creme entstanden ist. Diese in einen Topf umfüllen, einmal aufkochen und servieren.
:: WochenendRückblick ::
Meine WochenendRückblicke mache ich jetzt so ungefähr ein Jahr, plus / minus ein bissel. Ich bekomme eher selten Kommentare zu ihnen und weiß eigentlich gar nicht, inwiefern sie für meine Leserinnen interessant sind. Für mich sind sie es schon, gerade mit zeitlichem Abstand nochmal gelesen. Also bleibt’s dabei. Auch heute ein WochenendRücklick
[Wetter] Absolut knieselig. Grau, verregnet, kühl und windig.
[Gemacht] Obst eingekauft. Viel genäht. Kindersachen aussortiert. Bissel Hausarbeit. Hanteltraining. Glatze geschoren. Ein Date mit meinem Mann und einer Schachtel Pommes. Mathe geübt (ich hatte ja die Hoffnung, daß ich das nach den 13 Jahren, die mich das gequält hat, nie wieder müßte *seufz*).
[Gehört] Nirvana. The God Machine. Jeffery Deaver: Das Teufelsspiel.
[Gelesen] Ein paar Blogs, aber irgendwie komme ich am Wochenende nicht wirklich zum Lesen.
[Getrunken] Vor allem Leitungswasser und Darjeeling.
[Gegessen] Ah, oh! So gut! Gestern gab es DiscoStew aus diesem Buch und heute hatten wir eine asiatische Currypfanne mit Pasta. Das Rezept poste ich gleich noch
[Gedacht] Warum ist es so schwierig, eine Yogalehrerin zu finden, die mit Behinderten arbeitet? Und wieso sind die meisten Physiotherapeutinnen, die ich kenne, so unglaubliche Pappnasen?
[Gelacht] Zusammen mit meinem Mann über Alltagskram. Ich liebe es, mit ihm blödes Zeug zu texten
[Gefreut] Über ein Geschenk an mich selbst. Hach ja.
[Geärgert] Darüber, emotional geworden zu sein, wo ich einen kühlen Kopf hätte behalten sollen. Andererseits bin ich ja keine Maschine.
[Gelernt] Der gute, alte Abakus rockt.
[Gekauft] Udon-Nudeln. Algen. Eine Unmenge Obst.
[Spirituelles] Altar neu eingedeckt. Über Göttinnendienst nachgedacht. Karten gezogen.
[Und sonst so?] Ich habe das erste mal seit 20 Jahren oder so “Die Goonies” geguckt. Das war echt schön
[Ausblick auf die nächste Woche] Ein wichtiger Termin, wegen dem ich schon ziemlich aufgeregt bin. Ansonsten an meinem aktuellen Quilt weiternähen. Lesen.
:: WochenendRückblick ::
[Wetter] Gestern weiß ich’s nicht, weil den ich Tag vorm Kamin verbracht habe. Heute war es sonnig und klar, ein richtig toller Frühlingstag. Im Januar.
[Gemacht] Einen neuen Quilt begonnen, wieder im Bar-Design. Einen langen Ausflug gemacht. Blaubeerkäsekuchen gebacken, den hier:
[Gehört] Mari Boine. Dead Can Dance. Jeffery Deaver: Das Teufelsspiel.
[Gelesen] Wolf-Dieter Storl: Das Herz und seine heilenden Pflanzen.
[Getrunken] Seit sehr langer Zeit mal wieder eine heiße Schokolade. Darjeeling. Quasselwasser.
[Gegessen] Eindeutig zuviel, aber irgendwie stand dieses Wochenende ganz im Zeichen der Völlerei. Blaubeerkäsekuchen. Fenchelsuppe mit roten Linsen. Flammkuchen. Cupcakes.
[Gedacht] Wo wohnt die Seele?
[Gelacht] Ich war die ganze Zeit über in heiterer, gelassener Stimmung. Ein wunderschönes Wochenende mit vielen guten Gesprächen und liebevollen Momenten <3
[Gefreut] Über viel Zeit mit meinem einen Mann, weil anderer Mann auf Familienbesuch und Sohn auf Kindergeburtstag.
[Geärgert] Über nichts.
[Gelernt] WD40 macht das Leben (und Fenstergriffe) leichtgängiger.
[Gekauft] Futter.
[Spirituelles] Ich hatte einen interessanten Traum, der mich an Wichtiges erinnert hat.
[Und sonst so?] Ich fühle mich angefüllt mit guten Gedanken, Bildern und Gefühlen. Dieser Winter ist irgendwie leichter, süßer, bekömmlicher als die letzten Winter, obwohl mir die Kälte ein bissel fehlt.
[Ausblick auf die nächste Woche] Zwei Termine. Hoffentlich Neuigkeiten vom Rollstuhlwartungsmenschen. Quilt-Top fertigstellen und Quilting beginnen.
:: WochenRückblick ::
[Wetter] Dank zweier Orkane ziemlich winding und stürmisch – Rauhnächte eben
Für mich war es ein Genußwetter: unterm Quilt ins Bett gemuckelt, Hörbuch, Kerzenlicht und Fensterlädengeklapper. Wunderbar.
[Gemacht] Viel mit dem Kind: genäht, Marmelade gekocht, SEHR viel geredet, gelesen, eine Folge Alf geguckt, Spiele gespielt. Und ein bißchen was anderes: genäht, geträumt, Tagebuch geschrieben.
[Gehört] Windgeheule und das Ächzen des Hauses. Immer noch das Hörbuch von “Der Name der Rose” (und ich denke: zuviel Denken, zuviel Geist, zuviel Gerede – da bleibt nur noch Frömmigkeit, Buchstabengläubigkeit und kein Platz für Liebe und Leben).
[Gelesen] Immer noch “Ich, Coriander” von Sally Gardner. In den Schulferien komme ich beim Lesen nicht recht voran.
[Getrunken] Viel Wasser, eine ausreichende Menge Tee, drei Schlucke Cola (direkt bereut, weil Bauchweh).
[Gegessen] Orangen und Datteln in Massen, mexikanische Pastete, Karotten-Curry-Süppchen und Feldsalat.
[Bewegt] Durch ein Sehnenunwohlsein im Bein nicht geradelt, dafür aber Krafttraining. Ergebnisse sind schon fühlbar O.o
[Gedacht] Vor allem an Quilts, die ich im Frühjahr nähen werde: zwei weitere Bar-Quilts aus Jelly Rolls und einen Jelly-Roll-Quilt nach einer Anleitung aus einem Buch.
[Gelacht] Über so manche Sprüche meines Sohnes. Sowas wie “Mama, wenn wir Marmelade kochen, wird die Welt besser” finde ich einfach herzig <3
[Gefreut] Über eine weitere Lösung in der mir-fällt-die-Decke-auf-den-Kopf-Sache. Und darüber, daß mir eine Jacke deutlich besser paßt – will sagen: ich hab abgenommen!
[Geärgert] Über nichts. Ich konnte den Ärger, der mich letzte Woche noch geplagt hat, einfach loslassen und vom Wind wegtragen lassen.
[Gelernt] Manchmal klappt’s einfach nicht.
[Gekauft] Ein Yogabuch, von dem ich weiß, daß ich es besitze, das aber nach dem Umzug spurlos verschwunden ist. Kryptisch!
[Spirituelles] Intensive Rauhnachtsträume. Ein paar Karten gezogen.
[Und sonst so?] Wenn meine neuen Schuhe nicht im Laufe des Januars endlich passend gemacht werden, kriege ich einen Schreikoller. Seit dem Sommer warte ich auf sie.
[Ausblick auf die nächste Woche] Schuhmacherbesuch. Essen gehen. Schulbeginn. Hintergrundstoff kaufen.
:: Auf ein Neues ::
:: WochenRückblick ::
…zum letzten Mal in diesem Jahr.
[Wetter] Sonnig, regnerisch, windig, Graupelschauer, kalt. Diese Woche hatten wir alles.
[Gemacht] Ich war viel unterwegs, da mein Mann Urlaub hat. Viel in der Natur, in den Hügeln, in der Pfalz. Wir waren im Sea Life. Beim Baumarkt (mal wieder). Wir haben lecker gekocht und neue Rezepte ausprobiert. Ich hab einen weiteren Quilt beendet, heute Nacht um 1. Wir haben viel im Haus gemacht. Und beim Schweden waren wir auch noch.
[Gehört] Vor allem das Hörbuch “Der Name der Rose”. Ansonsten ein bissel Radio. Im Auto.
[Gelesen] Sally Gardner: Ich, Coriander. Außerdem: Dr. Christine Volm: Rohköstliches. Mit eines der besten Bücher zum Thema, finde ich.
[Getrunken] Wasser, Darjeeling, Fruchtsmoothie.
[Gegessen] Das könnt Ihr in den Rezepten dieser Woche nachlesen
Ansonsten viel Gemüse und viele Orangen.
[Gedacht] Kreativität braucht Freiraum. Und: dumme Ideen werden durch die Begründung “ist aber so” auch nicht besser.
[Gelacht] Zusammen mit meinem Mann.
[Gefreut] Darüber, wie Kleinigkeiten die Lebensqualität steigern. Darüber, ernstgenommen zu werden.
[Geärgert] Über Menschen, die sich nicht kümmern. Über Prinzipienreiterei. Über deutsches Quiltgarn (nachdem ich fertig gequiltet hatte, wanderte der Rest in die Tonne – sowas hab ich noch nie gemacht, aber mein Mann sagt, er hat mich auch schon lange nicht mehr derart fluchen hören). Über lästige Trolle hier auf meinem Blog. Überhaupt habe ich mich in dieser Woche eine Menge geärgert – Kontakt zur Außenwelt bekommt mir offenbar nur in homöopathischen Dosen.
[Gelernt] Von jetzt an nur noch Signature-Quiltgarn. Und: ich muß die Lösung träumen, denken, sehen, bevor ich sie umsetzen kann.
[Gekauft] Drei Lampen. Drei Körbchen. Eine Arbeitsplatte. Baumarktkram. Jelly Rolls für die nächsten Projekte.
[Spirituelles] Ich habe unserem Feuer- und unserem Herdgeist zugehört. Rauhnachsträume notiert. Meinen Innen-Raum besucht.
[Und sonst so?] Obwohl ich keinen Vorsatz für 2012 fassen wollte, habe ich jetzt doch einen: noch stärker selektieren, wer und was Teil meiner Welt sein darf. Noch öfter den eigenen Wahrheiten Ausdruck verleihen.
[Ausblick auf die nächste Woche] Eine kurze Woche dank Feiertag in Baden-Württemberg. Ich möchte ein Quiltprojekt wiederaufnehmen, das eine Weile ruhte.
:: JahresRückblick 2011 ::
[Ich selbst] Für mich war 2011 ein ziemlich anstrengendes Jahr. Ich mußte bestimmte Dinge auf die harte Tour lernen, was auch erfolgreich war. Ich habe mir große Sorgen über unsere Wohnsituation gemacht, bis im April unser Haus in unser Leben krachte und dann doch alles seinen Weg ging. Unserem alten Haus als solchem weine ich nicht mehr hinterher, es sind lediglich einzelne Dinge, die mir hier im neuen Haus noch fehlen, die jedoch noch kommen werden. Den Sommer habe ich im Grunde komplett verpaßt, weil die Männern renovierten und ich das Kind hütete und unsere Sachen in Umzugskisten verpackte. Der Herbst war der Gipfel der Anstrengung: Leben auf der Baustelle ist mit Behinderung noch einen Zacken schärfer. Gegen Jahresende kehrt nun allmählich Ruhe ein. Ich sehe klarer, was ich will, was ich brauche und was noch fehlt.
[Familie] Ein bewegtes Jahr, mit Hauskauf und Schulwechsel. Die gemeinsame Qualitätszeit ist viel zu kurz gekommen. Im Herbst eine kleine Krise, die sich nur allmählich und für mich eher zäh auflöst. Vielleicht ganz normal, nach mehr als 16 gemeinsamen Jahren…
[Gesundheit] Uh. Sehnenprobleme, die ich jetzt zum Anlaß nehme, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten mehr zu bewegen. Habe mir 1-Pfund-Hanteln gekauft und versuche, ganz behutsam Muckis aufzubauen (trotzdem ist’s deprimierend, früher stemmte ich deutlich mehr mit viel mehr Leichtigkeit….aber die Leistungssport-Tage sind eben vorbei). Ich hatte eine umfassende Zahnsanierung, die wirklich schmerzhaft und langwierig war, doch ich bin froh, daß die Beißerchen jetzt wieder tun. Durch die Umstellung auf vegan und die Erhöhung des Rohkostanteils habe ich abgenommen, kann aber keine Kilo-Zahl nennen, weil ich keine Waage habe. Fühle mich wacher, fitter und wohler. Weniger Erkältungen und andere Malässen.
[Kreativität] Nicht so viel genäht, wie ich gern hätte. Durch meine Sehnenschmerzen konnte ich zu Jahresanfang fast zwei Monate gar nicht nähen, seither geht es nur mit dem Knie-Antrieb, den mein Mann mir gebaut hat. Im Sommer kamen dann Sehnenprobleme in Hand und Arm dazu, so daß ich seither nicht mehr PaperPiecen konnte, weswegen mein Amish Circle Letter Quilt und mein Forumssampler auf unbestimmte Zeit ruhen müssen. Dafür habe ich durch meinen Anschiebetisch Frieden mit dem Quilten als solchem geschlossen, worüber ich mich wirklich freue. Ich denke, ich bin meinem persönlichen Stil sehr viel näher gekommen. Ansonsten war ich vor allem in der Küche kreativ, endlich mal wieder.
[Spiritualität] Sehr alltagsbezogen. Dieses Jahr gab es kein einziges Ritual als solches (vielleicht zu Yule, mit der Familie), vorrangig weil ich nicht das Bedürfnis danach verspürte. Magisch wirksam ist das, von dem ich will, daß es das ist.
[Intellektualität] Habe mich vermehrt mit Ernährung und Ernährungsphysiologie beschäftigt, viel über vegane und rohe Kost gelesen und einiges davon ausprobiert. Ansonsten war 2011 nicht besonders anspruchsvoll, was meine Hirnakrobatik angeht. Es ging eher ums Renovieren….und auch da kann frau so einiges lernen…
[Konsum] Durch den Hauskauf habe ich mehr Geld denn je ausgegeben und trotzdem weniger konsumiert. Ich brauche und will weniger, finde weniger attraktiv und habenswert. Mir ist eher danach zumute, noch mehr wegzugeben und mehr Platz zu schaffen. Stoffe und Supplies mal ausgeschlossen. Aber die werden ja auch verbraucht.
[Essen & Trinken] Seit dem Frühjahr vegan. Wenn ich gewußt hätte, wie viel mehr Genuß und Wohlbefinden das bedeutet, hätte ich schon längst umgestellt, aber ich denke, es war wichtig, skeptisch und neugierig an die Sache ranzugehen. Meine Highlights: Cashew-Kerne, Salate (auch mit Vinaigrette), jede Menge Obst und Smoothies.
[Zum ersten Mal gemacht] Ein Haus gekauft. Mich vegan ernährt.
[Leider nicht gemacht] Mein Auto gefahren. Ich bekomme vom Bedienen des Gas- und Bremspedals Sehnenentzündungen und weil für einen Umbau nun wirklich kein Geld mehr da ist, fährt es nun meinen Mann. Das macht mich wirklich traurig…
[Alben und Songs des Jahres] Brendan Perry / Arc und Puscifer / Conditions Of My Parole. Inclusive aller Songs.
[Lieblingsorte in diesem Jahr] Draußen. Mein Bett.
[Erkenntnis des Jahres] Manchmal braucht es einfach Zeit.
[Drei besondere Highlights] Rothenburg ob der Tauber. Ivy. Hauskauf.
[Drei schröckliche Tiefpunkte] Sommer verpaßt. Sehnen-Kokolores. Das Gefühl von ich-mag-nicht-mehr-auf-einer-Baustelle-leben.
[Drei Pläne für's neue Jahr] Mehr Quilts nähen. Eine Lösung für’s Autofahren finden. Eine Terrasse bauen.
[2011 in wenigern Worten] Bewegend und herausfordernd.
Wer mag, darf sich das ruhig schnappen. Hinterlaßt mir dann bitte einen Kommentar – möchte doch auch gern Eure Jahresrückblicke lesen



