Archiv: Dezember 2011
:: Der eigene Stil ::
Gerade durch das Internet stoße ich immer wieder auf Menschen, von denen ich denke, daß sie ihren eigenen Stil gefunden haben. Beispielsweise finde ich die Arbeiten von Laurraine Yuyama absolut unverwechselbar. Oder die Musik von James Maynard Kennan. Oder vieles andere. Durch den Umzug und die Neugestaltung des Hauses frage ich mich im Moment, worin mein eigener Stil besteht. Habe ich überhaupt einen?
Ich weiß zumindest, was mir gefällt. Allerdings sind das so viele Dinge, die wiederum so viele Inspirationen und Stile in sich vereinen, daß, wenn ich alles umsetzen würde, was mir gefällt, ein ziemlich buntes Flickwerk rauskommen würde. Zum Beispiel habe ich ein Rohkostbuch geschenkt bekommen, in dem Bilder von der Küche der Autorin abgebildet sind. Eine recht kleine Küche, die vom Fußboden bis zur Decke gerammelt vollgestopft ist. Gewürze stapeln sich da dreireihig in jedem Regal, dazwischen kleine Koboldfiguren, Kristalle, Kitsch. Wow! Diese Küche berührt mich. Sie sieht toll aus. Aber ich würde niemals so eine Küche haben, geschweige denn putzen wollen. Wenn jemand meine Küche über Nacht so herrichten würde, würde ich vielleicht zwei Tage daran Freude haben, bis ich das erste Mal ein ganzes Regal leerräumen müßte, um Orangenspritzer an den Kacheln dahinter zu entfernen – dann würde ich alles in Schubladen, Körbe und hinter Türen verpacken. Manchmal denke ich, ich bin einfach zu pragmatisch für so viele Details, so viel Kleinkram. Umgekehrt finde ich moderne Küchen, die eher wie Kommandozentralen von Raumkreuzern aussehen, ebenfalls total schäbig. Ich will mich gern in meiner Küche aufhalten und dort gern werkeln und nicht ständig darüber nachdenken, wie ich bloß die ganzen Fingerabdrücke von den Edelstahlteilen runterkriege – oder mir beim bloßen Anblick der Hochglanzschränke ne Erkältung einfangen. Von der Gemütlichkeit her gefällt mir der Fuchsbau der Weasleys aus Harry Potter, aber auch hier wäre mir alles zu vollgestopft, zu viel. Tja, schon beim Versuch, mir die ideale Küche für mich vorzustellen, hapert es…
Mir scheint es machmal so, als hätten einige Leute einfach ein stringentes Konzept in ihrem Wohn-, Kleidungs-, Näh- oder sonstwas Stil. Da sich ihr Stil dann durch viele / alle Lebensbereiche zieht, kann frau ganz klar den Finger drauflegen und sagen, da, guck – das ist der Stil von XY, das ist typisch für sie (und wahrscheinlich ist es dann sehr einfach, diesen Menschen ein Geschenk zu machen, oder?). Jedesmal, wenn ich in meinem Leben versucht habe, einen Stil konsequent in allen Bereichen durchzuziehen, gefiel es mir nicht. Abgesehen davon, daß ich vermutlich eh nie alles komplett erfaßt habe, weil das ja auch eine Frage des Geldes ist. Mir wurde es dann schnell langweilig, der Blick verfing sich an nichts. Insofern bewundere ich zwar Frauen, die “weiß & shabby” als Stil gefunden haben, weil das wirklich fein anzugucken ist. Bloß wäre mir das auf Dauer zu steril, zu kalt – zu weiß. Umgekehrt finde ich sehr detailreiche Wohnungen oder Klamotten total toll, würde sie aber weder bewohnen noch tragen wollen.
Für mein Zimmer wollte ich mir schon im August Bilder kaufen, denn eigentlich hätte ich so drei, vier Stellen, die noch ziemlich nackig sind. Aber wenn ich nach Bildern suche, gefallen mir keine. Die “nackte” Wand (eigentlich gar nicht sooo nackt, denn sie ist immerhin farbig) hingegen trägt Potential in sich, dem ich ein Ende setzen würde, wenn ich ein Bild aufhängen würde. Klingt das sehr verschwurbelt? Bei einer Bekannten hängt der ganze persönliche Bereich mit kleinen Bildern, Postkarten, Eintrittskarten und Co. voll, und ich finde das jedesmal absolut zauberhaft. Nur selbst wollen tu ich’s nicht. Hab ich schon probiert, hat mich genervt. Absoluten Minimalismus mag ich aber auch nicht, das ist mir dann zu kahl.
Ich frage mich, ob ich einfach nörgelig bin. Oder zu inkonsequent. Oder zu unstylish. Oder ob mein Stil gerade darin besteht, das zu machen, das umzusetzen, was mir gefällt, was für mich funktioniert, und den Rest beiseite zu lassen. Ist das auch eine Form von Stil?
Gerade in puncto Patchwork bin ich meinem eigenen Stil in 2011 nähergekommen, denke ich. Ich finde viele Patchworkstile toll, aber klassische, traditionelle Muster sind einfach nicht wirklich meins. Oder Quiltornamentik. Ich mag zur Zeit gern einen hohen monochromen Anteil in meinen Quilts, und Random-Quilting. Nicht zu ordentlich, das wirkt schnell streng und langweilig.
Wie seht Ihr das? Habt Ihr schon Euren eigenen Stil gefunden oder nomadisiert Ihr auch eher rum, so wie ich? Worin besteht Euer persönlicher Stil? Wie seid Ihr zu ihm gekommen?
Ich bin neugierig auf Eure Geschichten
:: WeiheNächteRückblick ::
Unser erstes Weihnachten im eigenen Haus war so, wie wir es uns gewünscht haben: gemütlich, druckfrei, kleindimensioniert. Den 24. Dezember haben wir komplett vorm Kamin bzw. unterm Lichterbaum verbracht. Am meisten gerührt hat mich das Geschenk meines Sohnes: er hat schon seit einer Weile Stöffchen gesammelt und von seinem Taschengeld gekauft, weil er sich sehnlichst eine eigene Nähmaschine gewünscht hat. Und für mich hat er dann die schönsten fünf FatQuarter eingepackt. Da hatte ich echt Pipi inne Augen. Natürlich konnte ich das Geschenk nicht annehmen, aber diese Geste fand ich so wunderschön…
Am 25. Dezember waren mein Mann und ich auf dem Turmberg, sind spazieren gegangen / gerollert und haben Brombeerblätter genascht.
Am Nachmittag habe ich die große Nähmaschineneinweisung für meinen Sohn gemacht und wir haben angefangen, einen einfachen Weihnachtsquilt aus einem Paneel zu nähen. Für mich ist es eine schwierige Lektion, ihn einfach machen zu lassen und die Ansprüche, die ich an meine Näharbeiten habe, außen vor zu lassen.
Gestern dann waren mein Mann und ich in der Pfalz unterwegs, am Weintor. Abends spielte uns der andere Mann auf der Harfe vor – da könnte ich stundenlang zuhören.
Mich haben einige Leserinnen gefragt, was wir die Tage über gegessen haben, daher schreibe ich Euch das hier mal: am 24. haben wir einen grünen und einen Bohnensalat, geschmorte Pilze, Aioli, Sojawürschtel und Kartoffeln aus der Kaminglut gehabt. Am 25. gab es Kartoffelknödel, Rotkohl und den Rest grünen Salat sowie eine Spekulatius-Tiramisu. Und gestern hatten wir Kartoffelgratin, Kräuter-Erbsen und den Rest Rotkohl.
:: WeihnachtsWichtel ::
In der Vorweihnachtszeit habe ich einige Wichtel als Geschenke genäht. Die Anleitung dafür findet sich im Buch von Kajsa Wikman.
WeihnachtsWichtel, GartenWichtel, KuschelWichtel…
Und sie wohnen jetzt in der Region zwischen Schottland und Bayern. Ein WichtelNetzwerk, sozusagen.
:: Miez & Möööh ::
Für eine liebe Freundin habe ich zwei Kissen genäht, eines mit einem Schaf, das von Laurraine Yuyama inspiriert wurde, und eines mit Katze.
Größe: 40 x 40 cm. Gut kuschelbar
:: DinkelMäuse ::
Nanu? Ein Kissenberg?
Nein, es sind Mäuse, deren Bäuchlein mit Getreide gefüllt sind. Gleich sechs Stück habe ich genäht, jeweils zwei in braun-rosa, weiß-rot und beerig-bunt. Und weil jetzt alle, die eine bekommen haben, ihr Geschenk ausgepackt haben, kann ich endlich Bilder zeigen, nachdem es hier schon mal einen winziger Teaser gab.
Und das ist Kuni, meine ganz persönliche Maus.
:: JahresRückblick 2011 ::
[Ich selbst] Für mich war 2011 ein ziemlich anstrengendes Jahr. Ich mußte bestimmte Dinge auf die harte Tour lernen, was auch erfolgreich war. Ich habe mir große Sorgen über unsere Wohnsituation gemacht, bis im April unser Haus in unser Leben krachte und dann doch alles seinen Weg ging. Unserem alten Haus als solchem weine ich nicht mehr hinterher, es sind lediglich einzelne Dinge, die mir hier im neuen Haus noch fehlen, die jedoch noch kommen werden. Den Sommer habe ich im Grunde komplett verpaßt, weil die Männern renovierten und ich das Kind hütete und unsere Sachen in Umzugskisten verpackte. Der Herbst war der Gipfel der Anstrengung: Leben auf der Baustelle ist mit Behinderung noch einen Zacken schärfer. Gegen Jahresende kehrt nun allmählich Ruhe ein. Ich sehe klarer, was ich will, was ich brauche und was noch fehlt.
[Familie] Ein bewegtes Jahr, mit Hauskauf und Schulwechsel. Die gemeinsame Qualitätszeit ist viel zu kurz gekommen. Im Herbst eine kleine Krise, die sich nur allmählich und für mich eher zäh auflöst. Vielleicht ganz normal, nach mehr als 16 gemeinsamen Jahren…
[Gesundheit] Uh. Sehnenprobleme, die ich jetzt zum Anlaß nehme, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten mehr zu bewegen. Habe mir 1-Pfund-Hanteln gekauft und versuche, ganz behutsam Muckis aufzubauen (trotzdem ist’s deprimierend, früher stemmte ich deutlich mehr mit viel mehr Leichtigkeit….aber die Leistungssport-Tage sind eben vorbei). Ich hatte eine umfassende Zahnsanierung, die wirklich schmerzhaft und langwierig war, doch ich bin froh, daß die Beißerchen jetzt wieder tun. Durch die Umstellung auf vegan und die Erhöhung des Rohkostanteils habe ich abgenommen, kann aber keine Kilo-Zahl nennen, weil ich keine Waage habe. Fühle mich wacher, fitter und wohler. Weniger Erkältungen und andere Malässen.
[Kreativität] Nicht so viel genäht, wie ich gern hätte. Durch meine Sehnenschmerzen konnte ich zu Jahresanfang fast zwei Monate gar nicht nähen, seither geht es nur mit dem Knie-Antrieb, den mein Mann mir gebaut hat. Im Sommer kamen dann Sehnenprobleme in Hand und Arm dazu, so daß ich seither nicht mehr PaperPiecen konnte, weswegen mein Amish Circle Letter Quilt und mein Forumssampler auf unbestimmte Zeit ruhen müssen. Dafür habe ich durch meinen Anschiebetisch Frieden mit dem Quilten als solchem geschlossen, worüber ich mich wirklich freue. Ich denke, ich bin meinem persönlichen Stil sehr viel näher gekommen. Ansonsten war ich vor allem in der Küche kreativ, endlich mal wieder.
[Spiritualität] Sehr alltagsbezogen. Dieses Jahr gab es kein einziges Ritual als solches (vielleicht zu Yule, mit der Familie), vorrangig weil ich nicht das Bedürfnis danach verspürte. Magisch wirksam ist das, von dem ich will, daß es das ist.
[Intellektualität] Habe mich vermehrt mit Ernährung und Ernährungsphysiologie beschäftigt, viel über vegane und rohe Kost gelesen und einiges davon ausprobiert. Ansonsten war 2011 nicht besonders anspruchsvoll, was meine Hirnakrobatik angeht. Es ging eher ums Renovieren….und auch da kann frau so einiges lernen…
[Konsum] Durch den Hauskauf habe ich mehr Geld denn je ausgegeben und trotzdem weniger konsumiert. Ich brauche und will weniger, finde weniger attraktiv und habenswert. Mir ist eher danach zumute, noch mehr wegzugeben und mehr Platz zu schaffen. Stoffe und Supplies mal ausgeschlossen. Aber die werden ja auch verbraucht.
[Essen & Trinken] Seit dem Frühjahr vegan. Wenn ich gewußt hätte, wie viel mehr Genuß und Wohlbefinden das bedeutet, hätte ich schon längst umgestellt, aber ich denke, es war wichtig, skeptisch und neugierig an die Sache ranzugehen. Meine Highlights: Cashew-Kerne, Salate (auch mit Vinaigrette), jede Menge Obst und Smoothies.
[Zum ersten Mal gemacht] Ein Haus gekauft. Mich vegan ernährt.
[Leider nicht gemacht] Mein Auto gefahren. Ich bekomme vom Bedienen des Gas- und Bremspedals Sehnenentzündungen und weil für einen Umbau nun wirklich kein Geld mehr da ist, fährt es nun meinen Mann. Das macht mich wirklich traurig…
[Alben und Songs des Jahres] Brendan Perry / Arc und Puscifer / Conditions Of My Parole. Inclusive aller Songs.
[Lieblingsorte in diesem Jahr] Draußen. Mein Bett.
[Erkenntnis des Jahres] Manchmal braucht es einfach Zeit.
[Drei besondere Highlights] Rothenburg ob der Tauber. Ivy. Hauskauf.
[Drei schröckliche Tiefpunkte] Sommer verpaßt. Sehnen-Kokolores. Das Gefühl von ich-mag-nicht-mehr-auf-einer-Baustelle-leben.
[Drei Pläne für's neue Jahr] Mehr Quilts nähen. Eine Lösung für’s Autofahren finden. Eine Terrasse bauen.
[2011 in wenigern Worten] Bewegend und herausfordernd.
Wer mag, darf sich das ruhig schnappen. Hinterlaßt mir dann bitte einen Kommentar – möchte doch auch gern Eure Jahresrückblicke lesen
:: Von Schönheit und Tod – oder: wie mensch Grausamkeit salonfähig macht. Ein patriarchales Stück Kultur ::
Zur Zeit gibt es in der staatlichen Kunsthalle Karlsruhe eine Ausstellung mit dem Titel “Von Schönheit und Tod”. Gezeigt werden ausschließlich Werke, deren zentraler Aspekt Tierkadaver sind. Einen kleinen Einblick gibt dieses Video.
Wie die Veranstalterin Prof. Dr. Müller-Tamm schon richtig sagt, ist das ein “schwieriges”, “widerständiges Thema”, wenngleich sie ebenfalls behauptet, daß sich die ausgestellten Künstler mit größtem Respekt den Tierkörpern gewidmet hätten. Dr. Holger Jacob-Friesen spricht im Video davon, daß die Bilder den Zweck hätten, ihren Auftraggebern “etwas Dekoratives in ihre großen, repräsentativen Räumlichkeiten zu geben”.
Was sagt das über uns, unsere Gesellschaft, unseren Umgang mit Tieren und nicht zuletzt über unser Verständnis vom Tod?
Für mich ist es widersinnig, daß der Tod in unserer Gesellschaft stark tabuisiert und gleichzeitig in solchen Zusammenhängen als “etwas Dekoratives” betrachtet wird. Womöglich ist die Kunst der einzige Weg, der uns, die wir durch Christentum und Patriarchat weit von einem entspannten Umgang mit so etwas Natürlichem wie dem Tod entfernt wurden, geblieben ist, uns diesem essentiellen Thema zu nähern. Es ist einfacher, Tierkadaver zu betrachten als sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Das Christentum verspricht uns, daß wir niemals final sterben werden, wenn wir nur brav und folgsam sind, sondern daß auf uns die Auferstehung des Fleisches und der Seele warten. Das gilt natürlich nicht für Tiere. Sie sind uns nicht ähnlich und wir sind keine Tiere – wer diese Grenze zieht, vermag vielleicht in den Bildern, in den glasigen Augen, verrenkten Gliedern und in Blut und Unschlitt Kunst und Schönheit zu erkennen. Ich vermag es nicht.
Die Ausstellung bedient den Glaubenssatz, daß die Tiere uns untertan seien, daß wir mit ihnen – gottgegeben – tun und lassen können, was immer wir wollen, was immer in unserer Macht steht. Wir können sie konsumieren, sie ausbeuten, am Ende töten und verschlingen, wenn uns der Sinn danach steht. Wir können ihren Tod, ihr Leid Kunst nennen. Ich mutmaße, daß die Ausstellung eher ungewollt unsere bigotte Sichtweise auf Tiere karikiert, indem es dort auch Bilder zu sehen gibt, in denen Hunde und Katzen als Gefährten der Menschen dargestellt werden. Es ist doch so: ein Huhn, eine Kuh, ein Schwein kann der moderne, westlich-patriarchale Mensch essen, aber Hunde und Katzen sind unsere Freunde – und Freude ißt mensch nicht. Nicht hier. Nicht wir.
Für mich paßt diese Ausstellung trefflich in die dunkle Jahreszeit, zu Weihnachten. Wenn ich mir, was selten genug vorkommt, jetzt die Werbeblättchen durchlese, springen mir auf vier, sechs, zehn Doppelseiten zerlegte Tiere entgegen, vier weitere Doppelseiten widmen sich Milchprodukten. Diese Blättchen scheinen mir wie eine Kurzzusammenfassung unserer Glaubenssätze und damit auch unserer Ängste. Das, was wir fürchten, kultivieren wir. Wir fürchten den Tod, also gibt es zum Hochfest des Patriarchats jede Menge Tierkadaver und Tierleidprodukte, runtergespült mit genug Alkohol, damit wir uns auch wirklich nachhaltig vergiften. Wir feiern die Geburt des Lebens mit Massenmord und Leichenschmaus. Warum sind die Werbeblättchen keine Kunst? Vielleicht weil sie – anders als das Video – nicht von Klaviermusik untermalt sind, die suggiert, es handele sich um Kultur und nicht bloß um ein Abbild menschlicher Doppelmoral, menschlicher Grausamkeit.
Was siehst Du?
:: BlogUrlaub ::
Ich mach mal BlogUrlaub.
Bis denn.
:: WochenendRückblick ::
[Wetter] Kalt! Mal grisselig, mal sonnig, aber immer kalt.
[Gemacht] Ein krankes Kind betüddelt. Zwischendrin auf Weihnachtsmärkten gewesen (das Vorhandensein von drei Elternteilen macht’s möglich). Vorm Kamin rumgelungert. Zwei Filme geguckt, einer ganz gut (Unknown Identity), einer sehr doof (Source Code).
[Gehört] Das Knacken des Feuers. Schräge Weihnachtslieder. Das Murkeln meiner Katze.
[Gelesen] Endlich beendet: Patricia Cornwell – Die Dämonen ruhen nicht. Wieso kann frau mit sowas ernsthaft Geld verdienen? Und: wieso mach ich das nicht!?
[Getrunken] Viel Wasser, wenig Tee, Smoothies.
[Gegessen] Den besten Kartoffelsalat ever (den ich allerdings immer noch für steigerungsfähig halte). Sehr einfachen und sehr leckeren Eintopf. Pommes – manchmal muß das.
[Gedacht] “Ich werde Dich vernichten” (das ist ein Filmzitat aus “Don’t mess with Zohan”).
[Gelacht] Zwischen Kotzeimern und aufwallendem Unmut eher wenig.
[Gefreut] Über unseren diesjährigen Baumschmuck – ein Sack roter Äpfel – für 1 €. Direkt vom Obstbauern. Ich stell mir schon vor, wie unsere Katzen den Yulbaum belagern werden und dabei muß ich einfach grinsen…
[Geärgert] Über bestimmte Kommunikationsformen.
[Gelernt] Ich würd’s anders machen, aber es ist nicht meine Baustelle.
[Gekauft] Äpfel, Birnen, Kartoffeln und eine kleine Überraschung für unser krankes Kind.
[Spirituelles] In der Vollmondnacht auf einem vereisten, glitzernden Feld gestanden und Weite genossen. Manchmal weiß mein Mann besser als ich selbst, was ich brauche <3
[Und sonst so?] Kiefer aufeinandergebissen —> Kopfweh. Kommt davon, wenn ich auf Themen herumnörgel.
[Ausblick auf die nächste Woche] Hoffentlich ein bißchen Entspannung, weniger Kotzerei, weniger Kopfschmerzen. Hoffentlich mehr Nähen, mehr sinnstiftende Gespräche und mehr Tee.











