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Archiv: November 2011

:: Das Monatsblöckchen für November ::

…kam diesmal von Steffi: eine schöne große Tasse.

Ganz herzlichen Dank dafür – da möchte ich mich am liebsten direkt hinsetzen und erstmal einen Tee schlürfen :D

Amala Krähenfeder, 19.11.2011, 18:29 | Abgelegt unter: Täusche | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Was Rohkost mit mir macht ::

Direkt zu Beginn: ich habe nicht auf 100 % Rohkost umgestellt und das ist nach wie vor nicht mein Ziel. Ich bin nicht davon überzeugt, daß 100 % roh das Richtige für mich ist, also setze ich es nicht um, anstatt mich unter Druck. Doch ich habe den Rohkostanteil in meiner Ernährung stark erhöht.

Im Alltag sieht das so aus, daß ich eine, oft sogar zwei Mahlzeiten durch Rohkost ersetze. In der Regel mache ich mir nachmittags einen grünen Smoothie und esse zu meinem späten Abendbrot nochmals Rohkost (manchmal pur, manchmal mit Brot dazu). Mit insgesamt vier kleineren Mahlzeiten fahre ich besser als mit drei größeren. Der Blutzucker bleibt stabil und die Pausen zwischen den Mahlzeiten sind trotzdem vier, fünf, manchmal sechs Stunden lang.

Indem ich den Anspruch, 100 % roh zu essen, habe fallen lassen, habe ich nun auch keinen Druck bei der Auswahl und Zubereitung meiner rohen Speisen. Als Grundlage nehme ich immer lebendiges Obst und Gemüse und wenn die AddOns nicht mehr keimfähig / lebendig sind – ja mei.

Mein Blender reicht für viele Rohkostzubereitungen, doch trotzdem habe ich mir nun noch eine Rohkostreibe gekauft, mit der ich auch feine Scheiben, Stiftel und Juliennestreifen hinbekomme. Dadurch hat sich die Auswahl von Zubereitungen nochmal erhöht, beispielsweise mache ich mir zur Zeit gern Waldorfsalat.

Der erhöhte Rohkostanteil hat ziemlich interessante Auswirkungen auf mich. Was mir im Moment am stärksten auffällt, ist mein höheres Energielevel. Ich brauche weniger Schlaf und anders als in sämtlichen Jahren zuvor machen mir das graue Wetter und das abnehmende Tageslicht nichts aus. Ich bin frisch und fit anstatt müde und “gemütlich”. Und ich habe – ebenfalls anders als in allen Jahren zuvor – keinerlei Depris oder melancholische Momente.

Mein Bauch ist flacher, meine Sinne wacher und obwohl ich ständig mit erkälteten, magenkranken, schniefenden Leuten konfrontiert bin, werde ich nicht krank. Ich habe weniger Schmerzen und mein Körper erträgt Belastungen besser, d.h. er produziert keine Schmerzzustände.

Für mich sind das richtig gute Gründe, meinen Kurs weiterzufahren. Bin gespannt, wohin das führen mag…

Amala Krähenfeder, 19.11.2011, 18:25 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Holzfeuer ::

Um nichts in der Welt möchte ich die Wärme und die Behaglichkeit eines Holzfeuers missen.

Endlich…unser Ofen brennt.

Amala Krähenfeder, 15.11.2011, 19:37 | Abgelegt unter: FamilienLeben,Machungen | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: Schilf- & KieselQuilt ::

Mein Schilf- und Kieselquilt ist etwas ganz Besonderes für mich. Die Stoffe habe ich nach und nach gekauft, bis sie mich irgendwann aus dem Schrank heraus anlachten und ich fand, sie wären toll zusammen in einem Quilt. Genäht habe ich ihn mit der “Garnsparmethode”. Er ist mein erster Quilt mit einem so hohen Uni-Anteil.

Und das Wichtigste: ich habe ihn selbstgequiltet. Als ich meinen Bärlauchquilt zum Quilten weggab, dachte ich, ich werde das nie wieder selbermachen, denn das hat mir einfach keinen Spaß gebracht, war enorm anstrengend und mehr als zwei Nähte am Stück habe ich kräftemäßig nicht hinbekommen. Neulich habe ich mir dann eher aus einem Bauchgefühl heraus einen Anschiebetisch für meine Pfaffi gekauft – kein Vergleich! Das Zusammensetzen und Quilten von großen Teilen ist jetzt bedeutend leichter geworden. Außerdem war es für mich der Durchbruch in Sachen Random-Quilting. Habe mich bisher nicht getraut, die Gefilde des strukturierten Quilting zu verlassen, dabei gefallen mir diese Random-Lines viel besser. Und einfacher zu nähen sind sie auch.

Der Schilf- und Kieselquilt hat mich alles in allem aus meiner Nähunlust herausgehoben. Er ging einfach und lustvoll von der Hand, ist meiner Meinung nach eine Augenweide und kuschelig obendrein: die Rückseite besteht aus Polarfleece. Vom Bügeln der Stoffe bis zum Beenden des Bindings habe ich sechs Tage an ihm genäht.

Größe: ca. 60 x 80” (also etwa 1,50 x 2 m). Aus den Resten will ich mir noch ein passendes Kissen fertigen.

Amala Krähenfeder, 15.11.2011, 14:54 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 9 Kommentare

:: Cashew-Creme ::

Cashew-Creme ist das Allheilmittel, die Universalzutat in der veganen Küche, wie ich sie betreibe: möglichst vollwertig, ohne jedoch den Anspruch auf 100 % (das ist vegan bei bestimmten Zutaten ohnehin schwierig, aber das ist mal ein anderes Kapitel). Ich verwende Cashew-Creme zum Binden von Suppen und Saucen, zum Überbacken von Gratins, Toasts und – wie gestern gepostet – Raclettepfännchen, als Füllung für Pfannekuchen, zur Herstellung von roh-veganem Käse und in rohköstlichen Torten.

Meine Cashew-Verrücktheit hat eigentlich damit begonnen, daß ich Rahmsaucen, die ich mit Pflanzenmilch oder-sahne gekocht hatte, immer irgendwie unbefriedigend fand. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich sämig und ganz sicher geschmacklich nicht das, worauf ich abzielte. Zu Beginn experimentierte ich mit Sonnenblumenkernen, vor allem auch weil sie hier bei uns regional produziert werden. Die Ergebnisse waren schon viel besser, aber Cashew-Kerne toppen meiner Meinung nach alles, was mit Sonnenblumenkernen erreicht werden kann.

In der Regel bin ich ja eine Verfechterin der These, daß frau regional und saisonal kaufen sollte, weil ich denke, daß das nicht nur ökologisch sinnvoller ist, sondern weil ich fest davon überzeugt bin, daß das, was frau braucht, wenn sie in einer bestimmten Region zu einer bestimmten Jahreszeit lebt, dort auch vorhanden ist. Naja, und günstiger ist es ohnehin, das einzukaufen, was bei den Bauern gerade geerntet wird. Andererseits sehe ich nicht ein, daß ich mich auf regional und saisonal beschränken sollte. In der Debatte mit Omnis wird ja an dieser Stelle ganz gern mal der moralische Zeigefinger geschwungen à la “Veganerinnen sind für das Schmelzen der Polkappen verantwortlich, weil sie Südfrüchte essen!”. Ja, genau, und Feministinnen hassen Männer.

Mein Kompromiß ist es, 80 % regional / saisonal zu essen und 20 % Importwaren (vor allem eben Nüsse / Kerne, Früchte und Agavendicksaft).

Aber zurück zur Cashew-Creme. Das Grundrezept lautet: 1 Becher Cashew-Kerne mit 1 Becher Wasser übergießen, ein bißchen einweichen lassen und dann pürieren. Das funktioniert übrigens am besten mit einem Hochleistungsblender wie dem Vitamix. Mit einem Pürierstab habe ich das noch nicht ausprobiert und kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, daß das Ergebnis so optimal wird. Ich stelle den Blender schnell hoch, schalte dann noch den Turbo ein, lasse das Ganze so ca. 30 Sekunden laufen und fertig.

Das Grundrezept kann variiert werden, je nachdem was gewünscht wird. Für Rahmgemüse und Suppen rechne ich 1 Becher Cashews + 3 bis 4 Becher Wasser, denn der Clou ist, daß die Cashew-Creme dickt. Für Rohkosttorten und -käse verwende ich hingegen etwas weniger als 1 Becher Wasser pro Becher Cashews. Mit Gewürzen, Brühe und Kräutern kann die Creme deftig angemacht oder mit Agavendicksaft gesüßt werden (für Desserts und Kuchen).

Falls eine von Euch das mit einem Pürierstab ausprobiert, würde ich gern wissen, wie es geworden ist.

Amala Krähenfeder, 14.11.2011, 13:50 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | 10 Kommentare

:: Veganes Raclette ::

Zweimal im Jahr – im November und Dezember – machen wir Raclette. Das war bisher immer so und das sollte auch nach der Ernährungsumstellung so bleiben. Mein Mann wollte dazu gern zwei vegane Käse ausprobieren, die es im Handel gibt, und die laut Hersteller schmelzen. Ich hingegen mag vegane Käse wegen der darin enthaltenen Aromastoffe nicht und habe mir stattdessen eine vollwertige Cashew-Creme mit Gemüsebrühe angerührt.

Da sich bei uns Raclette immer über zwei Abendessen erstreckt, planen wir ein paar unterschiedliche Zutaten ein. Pellkartoffeln, Ciabatta und ein paar grundlegende Dinge wie Kräuterbutter, Jalapenos, Saucen etc.  werden an beiden Abenden gereicht. Gestern hatten wir Erbsen, einen Salat mit weißen Riesenbohnen, vegane Frankfurter und Sojaschnitzel sowie Zucchini und Auberginen, die in Scheiben geschnitten gegrillt wurden.

Heute gab es mit selbstgemachter Kräuterbutter gefüllte Champignons, gegrillte Paprika, süß-saure Möhrenrohkost und marinierten Tofu.

Die beiden veganen Käse schmelzen und bräunen nicht. Zumindest nicht so, wie frau das von Kuhmilchkäse kennt. Und nicht so, wie wir es erwartet hätten. Insofern war die Cashew-Sahne die bessere Alternative, denn sie verteilt sich ausgezeichnet, bräunt und ist definitiv käsiger im Geschmack als die veganen Käsesorten. Das hier ist ein Bild von der gratinierten Cashew-Creme:

Von dem Grillgemüse war ich eigentlich am meisten begeistert. Sooo lecker, vor allem mit einem Hauch Kräutersalz.

Amala Krähenfeder, 13.11.2011, 20:04 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: WochenendRückblick ::

[Wetter] Sonnig und diesig. Nachts ganz schön kühl.

[Gemacht] Gequiltet. Ich habe mir die Woche einen Anschiebetisch gekauft und gedacht, daß ich dem Selberquilten damit nochmal eine Chance gebe. Gute Entscheidung! Es geht leicht von der Hand und macht sogar richtig Spaß :) Außerdem natürlich weiterrenoviert. Und Kohl- & Heilerdewickel, ich hab mal wieder eine -itis :(

[Gehört] Patricia Cornwell: Defekt. Ich habe dieses Hörbuch leider nicht kapiert. Die Handlung ist völlig wirr, die Charaktere unsympathisch und überhaupt. Kann mir jemand erklären, worum es geht?

[Gelesen] Patricia Cornwell: Blinder Passagier. Außerdem die “Rohkost statt Fasten”-Bücher von Ute-Marion Wilkesmann.

[Getrunken] Spinat-Mango-Kaktusfrucht-Trauben-Smoothie, sooo lecker! Und wie immer Wasser und Darjeeling.

[Gegessen] Raclette. Dazu gibt’s gleich noch nen separaten Eintrag.

[Gedacht] Mir gefällt ein Random-Quilting viel besser als irgendwas Symmetrisch-Ordentliches. Viel zu oft lasse ich mich doch noch von dem beeinflussen, was “man” so tut.

[Gelacht] Heute beim Frühstück. Mein Mann und ich haben schon einen seltsamen Sinn für Humor…

[Gefreut] Darüber, daß unser Flur fertig geworden und sooooo schön ist!

[Geärgert] Über dieselben enervierenden Debatten wie schon so oft. So ist dat mit Kindern.

[Gelernt] Kaktusfrüchte haben Stacheln. Sehr viele. Aua.

[Gekauft] Spinat, Weißkohl, Heilerde.

[Spirituelles] Ich habe endlich meinen Altar umdekoriert, ganz in Weiß mit all meinen Göttinnenfiguren darauf. Hallo, Holde!

[Und sonst so?] Ich habe das Gefühl, mit meinem aktuellen Quilt ein ganzes Stück weiter auf dem Weg zu meiner persönlichen Linie gekommen zu sein. Klar ist es spannend, Replik-Quilts oder Sampler mit klassischen Blöcken zu nähen, aber dieses Gefühl von “nichts muß, alles kann” war so entspannt, daß ich das erste Mal ganz unverbissen arbeiten konnte. Für mich hat sich da echt ein Knoten gelöst.

[Ausblick auf die nächste Woche] Am Dienstag werden wir im Beisein unseres Bezirksschornsteinfegers das erste Mal unseren Holzofen anfeuern. Spannend, denn wir haben den Ofen selbst installiert. Ansonsten weiterhin Kohl- und Erdwickel machen, quilten und hoffentlich das Binding machen.

Amala Krähenfeder, 13.11.2011, 19:49 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Tausch mit Maja ::

Maja und ich sind alte Tauschfreundinnen und haben schon gaaaanz oft getauscht. Diesmal wechselten dieser fabelhafte Kreuzstich-Laternenjunge und eine Tüte Spekulatiusgewürz die Besitzerinnen.

Ich danke Dir ganz herzlich, Maja. Immer wieder gern :D

Amala Krähenfeder, 11.11.2011, 13:17 | Abgelegt unter: Täusche | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Heidelberg ::

Da ich heute einen Termin in Heidelberg hatte, haben mein Mann und ich die Gelegenheit genutzt, im Anschluß im MoschMosch, einer japanischen Nudelbar, essen zu gehen. Bei Birdie hatte ich gelesen, daß es dort auch vegane Sachen gibt. Zunächst mal war ich positiv von der Heidelberger Innenstadt überrascht. Bisher kannte ich sie eigentlich nur von den mit dem Auto befahrbaren Hauptstraßen her und finde die Straßenführung, die Enge und das Fahrverhalten mancher Menschen da einen Alptraum – liegt vielleicht auch einfach daran, daß ich inzwischen so ein Landei bin und es hier in der Rheinebene schön platt ist, mit viel Platz in jede Richtung ;) Aber die Altstadt in Heidelberg – die nicht mit dem Auto befahren werden kann – ist wirklich toll. Viele interessante Geschäfte, die wir allerdings nur von außen anguckten, weil die meisten eben nicht barrierefrei sind, und unzählige nette Kneipen und Cafés. Demnächst wollen wir nochmal dorthin, allerdings mit Kameras bewaffnet :)

Dann ging es zum MoschMosch. Der Service war superfreundlich und bemüht, und es war gut, daß ich einen Tisch reserviert hatte. Hätte gar nicht gedacht, daß es an einem normalen Donnerstag derart gut besucht sein würde. Zur Vorspeise hatte ich Gyöza (Teigtaschen) mit Gemüsefüllung und danach Ramen (japanische Nudeln) in Brühe mit viel frischem Gemüse, Wakame-Algen und Tofu. Auf jedem Tisch stehen drei Flaschen mit Saucen (Soja-, Teriyaki- und Chilisauce, alles hausgemacht), mit denen frau sich das Essen pimpen kann. Laut Aussagen der Bedienung sind alle drei Saucen vegan.

Die Gyöza fand ich superlecker und habe sie in der ebenfalls sehr feinen Chilisauce fast ertränkt. Die Gemüse-Nudel-Suppe hingegen fand ich leider ziemlich fad, so daß ich mit Soja- und Chilisauce was zu retten versuchte. War eher nicht so berühmt. Mein Fazit: japanisches Essen brauche ich so bald nicht wieder.

Zum Thema Barrierefreiheit: das MoschMosch hat zwei Ebenen, die eine ist barrierefrei und dank breiter Tür und großzügiger Raumgestaltung auch mit einem überbreiten Rolli befahrbar. Für die zweite Ebene muß frau zwei einzelne Stufen überwinden. Die Toiletten sind ebenfalls nicht barrierefrei erreichbar. Sämtliche Bänke und Hocker, auf denen frau sitzt, haben keine Rückenlehnen, was ich schon ziemlich anstrengend fand. Das Personal bat Hilfe für das Überwinden der Stufen an – keine Selbstverständlichkeit.

Amala Krähenfeder, 10.11.2011, 22:17 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Damit grüne Smoothies lecker werden ::

Hab heute zufällig dieses Video gefunden, in dem Valya Boutenko erklärt, wieso manche grünen Smoothies nicht zum Trinken einladen, andere aber schon :)

Mit den süßen, fruchtigen Smoothies komme ich ganz gut klar und meine Kreationen sind auch wirklich lecker. Aber neulich wollte ich mir eine rohe Mangold-Petersilien-Avocado-Suppe machen – boar, war die eklig! Ich hatte noch Zitronensaft, Chili und Knobi dazugegeben und das Ganze mit etwas Salz aufgemotzt, aber es war definitiv nicht genießbar. Weiß jemand, worauf frau bei diesen deftigen, fruchtsüßefreien Smoothies achten muß?

Amala Krähenfeder, 10.11.2011, 12:47 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare
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