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Archiv: Sonntag, 23. Oktober 2011

:: WochenendMachungen ::

Fühlte mich kalt und unbehaglich am Morgen. Unser Holzofen ist noch nicht angeschlossen und darum saß ich in zwei Deckel gemuckelt und mit Strickmütze auf meinem Kuschelsessel, schrieb Tagebuch für das Schattenbuchprojekt, las Interessantes über Rohkost und ließ mich von Ivy bemurkeln.

Beim Frühstück ereilte mich wieder einmal die Brotunlust. Mein Mann schlug vor, ich sollte mir doch eine Kraftbrühe kochen, weil ich auch so erschöpft aussähe (bin ich ja auch). Also Kohlraben, Staudensellerie, Lauch und Karotten zusammen mit Lorbeerblättern und Petersilie ausgekocht, zwei Stunden lang. Aus rohköstlicher Sicht ein Unding, aus Sicht der TCM der Knaller. Ich finde sie lecker und schlürfe sie genußvoll.

Nachmittags in unserem Heimatdorf unterwegs gewesen. Die DHU baut hier einen Teil ihrer Pflanzen an. Das Gelände sieht aus wie ein Lehrgarten, will mich da unbedingt mal schlau machen, ob es Führungen gibt. Lustig: das Aconit, das mich schon vor x Erkältungen bewahrt hat, kommt direkt von hier. Grüße von daheim. Hier mal was dazu. 

Die Männer waren fleißig, haben Lattungen verschraubt, Türen abgeschliffen, Rigipswände aufgestellt, alte Ofenlöcher verputzt. Ich habe nur ein bißchen Stoff zugeschnitten. Am Spätnachmittag haben wir Lebkuchen gebacken, nach diesem Rezept hier. So lecker! Bloß schmeckt frau den Zucker nicht raus, obwohl soooo viel drin ist. Aber veganer Lebkuchen ist nicht so oft zu finden und der hier ist praktisch vollwertig. Naja, fast. Vielleicht. Ein bißchen.

Abends dann wieder gelesen und Tee geschlürft. Die Männer werkeln noch immer, ich höre ihnen nur zu.

Denke darüber nach, wie viel ich gerade wem von mir geben mag. Fühl mich heute schwer und müde, auf eine gute Weise.

Amala Krähenfeder, 23.10.2011, 19:13 | Abgelegt unter: Machungen | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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