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Archiv: August 2011

:: UmzugsCountdown – 9 Days To Go ::

(Goodbye Rauhputz, I’m not crying over you)

Oha. Wir haben die magische Grenze zu den einstelligen Zahlen durchbrochen. Vor Monaten, als ich wußte, daß dieser Moment noch soooo weit weg liegt, dachte ich, er käme nie. Jetzt ist er da. Und ich bin gleichermaßen ruhig und gespannt, aufgeräumt und durcheinander. Es scheint noch so viel zu sein, was getan werden muß. Und es ist schon so viel getan und sogar fertig.

Mein schönes Erlebnis heute war ein gutes Gespräch mit meinem Sohn. Was für ein tolles Gefühl, wenn nach den ersten Jahren auf einmal echte Gespräche entstehen, wenn ich merke, daß er reflektiert, was ich sage. Wir saßen kräutermampfend und diskutierend auf der Terrasse, dann holte ich mein Didgeridoo und wir versuchten es gemeinsam. Es funktioniert nur in Leichtigkeit, wie überhaupt für mich alles gerade nur in Leichtigkeit funktioniert – auch das Loslassen.

Mein Sohn fragt: “Mama, Du redest mit den Geister, ne?” und ich nicke. Und er will wissen: “Wo sind die Geister?”. Ich denke nach und antworte: “Sie sind überall, wandelbar, unzerstörbar und ewig”. Eine kleine Falte bildet sich zwischen seinen Brauen, dann meint er lapidar: “Also sind sie immer da. Hat mir auch die Göttin gesagt”.

Wenn das so ist, blicke ich hoffnungsvoll in die Zukunft.

Amala Krähenfeder, 16.08.2011, 19:51 | Abgelegt unter: SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: That Was Absolutely Disgusting! ::

Heute Mittag die brillante Idee: wir gehen essen. Im Café Colonial in Waghäusel.

Im Biergarten angekommen, fragte ich, ob die Spaghetti Al Olio vegan seien und erntete dafür einen entsetzten Blick sowie die Antwort: “wir haben gar kein veganes Essen!”. Die Reaktion kenne ich schon und normalerweise reicht dann eine aufmunternde Erklärung à la “machen Sie die Pasta einfach mit n bißchen Pflanzenöl und dem Gemüse an, das ist dann schon vegan”. Die meisten Restaurantler sind für diese kleine Hilfe sogar dankbar. Jedenfalls wurde mir heute nach meiner Erörterung und der Absprache mit der Köchin versichert, die Spaghetti seien dann vegan.

Leider waren sie es nicht. Ich fand drei Stücke Lachs darin. Ich fand das so absurd, daß ich den Fisch erstmal nur doof anglotzen konnte (er glotzte aber nicht zurück). Mein Mann stellte dann die Masterfrage: was für ne unordentliche Küche müssen die haben, damit Lachs in Spaghetti mit Knobi und Olivenöl landet?! Laut Speisekarte gehört der Fisch nämlich nicht mal in der nicht-veganen Variante zu diesem Gericht. Igitt!

Die Serviererin hatte nur ein müdes Schulterzucken für meine Reklamation übrig und die Bemerkung, sie werde es weitersagen. Und ich mußte den vollen Preis für das Essen bezahlen.

Frau kann also verkünden: ja, im Colonial in Waghäusel haben sie tatsächlich gar kein veganes Essen.

Die sehen mich nie wieder.

Amala Krähenfeder, 16.08.2011, 13:19 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 7 Kommentare

:: UmzugsCountdown – 10 Days To Go ::

Umzugstechnisch war heute ein erfolgreicher Tag. Mein einer Mann ist auf unserer Baustelle sehr viel weiter gekommen, mein anderer Mann und ich haben Fenster geputzt, Zeug verpackt und Dinge organisiert. Und unser Sohn macht echt gute Fortschritte beim Erlernen der Schrift, die er ab September in der neuen Schule benutzen wird – im ersten Schuljahr hat er diese unsägliche lateinische Ausgangsschrift lernen müssen. Die mit den ganzen Bögelchen und neckischen Schleifen. Daß Kinder diesen Schrott heute noch lernen müssen, halte ich schlicht für Boshaftigkeit. Jetzt üben wir die vereinfachte Ausgangsschrift, und die fällt ihm viel leichter. Und weniger Frust beim Lernen macht Mut, sich der Sache zu stellen. Gut so.

Mein Steckenpferd heute war ein tolles Kinderbuch über die Steinzeit. Hat mir richtig Lust darauf gemacht, mich mal wieder mehr mit Paläoanthropologie zu befassen. War übrigens mal eines meiner Berufsziele, genau wie Ozeanologin, Botanikerin oder Autorin ;)

Und dann habe ich heute mal über Gemütlichkeit nachgedacht (vielleicht in Anbetracht all des Bauschutts noch ein bissi früh *ähem*). Ich habe es bisher in keiner der Wohnungen / Häuser, in denen ich bisher gelebt habe, wirklich hinbekommen, es gemütlich einzurichten. Klar, es soll nicht stylish sein à la Wohnwelt-Katalog und Designerhütte. Aber ich bin eher gut darin, Raum effizient zu nutzen, Wege zu minimieren, die Dinge praktisch zu arrangieren. Ich hab außerdem ein Problem damit, wenn Räume überladen sind. Den Fuchsbau der Weasleys finde ich toll, wenn ich ihn nicht dauernd bewohnen und schon gar nicht putzen muß. Auf Dauer würde mich dieser ganze Nippes völlig kirre machen und ich würde alles in einen großen Müllsack stopfen. Sauberhalten sollte frau (und mann) den ganzen Kram ohne besonderen Aufwand können. Umgekehrt finde ich den Trend zu übersichtlich und irgendwie steril auch nicht so prickelnd. Ich will in unserem Haus leben (mit drei männlichen Wesen und vier Katzen), nicht in einer arrangierten Wohnlandschaft wie ein Ausstellungsstück rumsitzen.

Durch die Katzen fallen bestimmte Dinge flach, wie etwa Gardinen (die werden beklettert, da kommen nur stabile Industriestoffe in Frage^^), Dekokram in Katzenspielzeugformat, die meisten Zimmerpflanzen, meist auch Kerzenlicht.

Wie gestaltet Ihr Eure Wohnungen und Häuser gemütlich, ohne daß eine gewisse Praktikabilität flöten geht?

Amala Krähenfeder, 15.08.2011, 21:37 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: WochenendRückblick ::

[Wetter] Sonnig und ragnarökartige Regenfälle im Wechsel. Da hieß es dann: phasenweise Möbelschleppen.

[Gemacht] Umgezogen. Vorrangig.

[Gehört] Im Moment ist mir nicht so nach Musik, mag eher die Ruhe, wenn ich sie mal kriegen kann. Den Akkuschrauber, den hab ich dieses WE ziemlich oft gehört.

[Gelesen] Die Moorgeister.

[Getrunken] Seit langem mal wieder eine Cola. Viele Kräutertees.

[Gegessen] Gemüse mit scharfer Kokosmilch und Reis *yum!* Tiefkühlvorräte zwecks Umzug.

[Gedacht] Es ist nur ne Phase. Nur ne Phase. Phase. Und: ein undichter Wintergarten ist nicht mehr mein Problem, ätsch!

[Gelacht] Zu wenig.

[Gefreut] Über mein Zimmer im neuen Haus. Bin total hin & weg :)

[Geärgert] Durchaus lautstark.

[Gelernt] Manchmal ist es wichtig, die Perspektive zu wechseln.

[Gekauft] Nen Spülkasten für’s Klo :)

[Spirituelles] Ein bißchen Tarot. Vollmondbad.

[Und sonst so?] Ich hab Lust auf Urlaub. Einfach mal ausspannen. Und ich will, daß mein Fuß endlich richtig gut wird.

[Ausblick auf die nächste Woche] Weiter umziehen.

Amala Krähenfeder, 15.08.2011, 11:07 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: UmzugsCountdown – 11 Days To Go ::

Meinen Umzugscountdown für gestern muß ich nachreichen.

Nach einem eher frustrierenden Tag wegen Verletzung (sprach ich nicht von Eispacks?), Auseinandersetzungen mit dem Filius und anderen Katastrophen wurde der Abend gestern noch richtig schön.

Wir sind essen gegangen und ich habe entdeckt, daß mein liebstes Buffet-Essen beim Chinesen auch so auf der Karte steht. Lecker!

Später waren mein Mann und ich in Heidelberg auf den Königsstuhl, haben viel gequatscht und ein paar Entschlüsse für die Zukunft gefaßt.

Der Tag gestern in einem Satz: Ende gut, alles gut.

Amala Krähenfeder, 15.08.2011, 10:50 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: UmzugsCountdown – 12 Days To Go ::

Ein geschäftiger Tag geht zuende, jedenfalls so ganz allmählich. Heute haben wir (= die Männer mit meiner moralischen Unterstüzung *hüstel*) Großmöbel vom OG ins EG baldowert, weil wir morgen einen Sprinter gemietet haben. In mein Autochen paßt eine Menge rein, aber kein Riesenregal und auch kein faltbarer Altar. Für morgen Abend bereite ich mich mit Eispacks, Beinwellsalbe und nem Splatterfilm vor – nur für alle Fälle.

Mein Sohn hat heute die letzten wilden Blüten aus unserem noch-Garten gepflückt, die wie kleine Sonnen in einem Teller voll Wasser schwammen und mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Am Nachmittag stand meine wöchentliche Hausbesichtigung an. Das Haus ist noch kein bißchen behindertengerecht (keine Handläufe, viel Gerymple, kein wirklicher Sitzplatz, viele Hindernisse), so daß ich nur einmal die Woche dort vorbeischneie, auch um nicht zu verunfallen. Und heute habe ich mein fertiges Zimmer besichtigt :D Okay, die Fußleisten und ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, aber es ist definitiv das fertigste Zimmer im ganzen Haus (und ich bin nach wie vor davon überzeugt: auch das Tollste^^). Im Gegensatz zu meiner vierfuffzich hohen, reinweißen Rauhputzkathedrale in der Drahtburg, an deren Wänden mensch sich gelegentlich auch mal blutige Kratzer zuzog, ist mein Zimmer im neuen Haus so eine Art Kuschelhöhle mit bunten Wänden und warmem Holz in veganen Honigtönen. Fehlen bloß noch drei Dinge: Katzen, Nähmaschine und Tee. Dann ist’s perfekt.

Durch den ganzen Bauschutt, durch die Berge von rausgestemmten Fliesen, abgerissenen Tapeten, durch all die Werkzeuge, den ganzen Müll und das Chaos hindurch sehe ich das, was unser Haus einmal sein wird. Darüber bin ich immer wieder froh.

Mein Altar ist jetzt sozusagen auch angekommen, wenn auch in etwas undekorativer Form.

Und ich will nie wieder Gejammer über Bad-putzen-Müssen hören. Ich wünschte, ich hätte ein Bad, das ich putzen könnte ;) Immerhin hat unser Sani-Mensch (ich denke, ich kann “Sani-Held” schreiben, denn das isser) versprochen, daß wir warmes Wasser haben und theoretisch heizen können, wenn wir einziehen.

Jetzt ne Tasse Tee, dann geht der Tag wirklich zuende…

Amala Krähenfeder, 13.08.2011, 20:08 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Lauchcremesuppe ::

Lauchcremesuppe habe ich in meiner ovo-lakto-vegetarischen Vergangenheit meist mit Frischkäse gemacht, denn ich mochte die cremige Konsistenz, die er brachte. Lauchcremesuppe vegan mache ich jetzt mit Cashewsahne, wie überhaupt Cashewsahne oder -schmand zu einem Liebling in meiner Küche geworden ist. Ich finde, pflanzliche Milch bzw. Sahne, die es fertig zu kaufen gibt, vom Ergebnis (Optik und Geschmack) her meist nur solala. Oft fehlt die feincremige Konsistenz und besonders viel Bindung bringen sie auch nicht. Ganz übel wird es, wenn sie dann auch noch ausflocken. Also nee.

Cashewschmand bzw. -sahne stellt frau her, indem sie 1 Becher Cashewkerne mit 1/2 Becher Wasser (für Schmand) oder 1 Becher Wasser (für Sahne) püriert. Wie andere Milch- oder Sahneprodukte verwenden. Cashewsahne eignet sich außerdem noch zum Überbacken von Toasts und Aufläufen. Meine Aioli und die Vinaigrette dicke ich beide übrigens durch die Zugabe von ein paar Cashewkernen an, das macht dann den Einkauf von exotischeren Bindemitteln, die zumindest keiner meiner Supermärkte hier in der Umgebung führt, überflüssig.

So geht die Lauchcremesuppe: 3 Stangen Lauch putzen, waschen, in Ringe schneiden und in etwas Öl unter Rühren in einem großen Topf andünsten, bis sie leicht bräunen. 2 Liter Gemüsebrühe angießen und 15 min. bei reduzierter Hitze köcheln, gelegentlich umrühen. Zuletzt eine Portion Cashewsahne zufügen, einmal aufkochen, fertig. Welche mag, pfeffert noch.

Der saure Beigeschmack, den Kuhmilchprodukte mit sich bringen, fehlt der Suppe. Ich vermisse ihn nicht, empfinde die Suppe durch ihre milde Sämigkeit als Gipfel der Lauchlust. Welcher die säuerliche Note fehlt, gießt nach dem Kochen noch etwas Zitronensaft hinzu.

Übrigens habe ich zu ovo-lakto-vegetarischen Zeiten Lauchsuppe und Zwiebelkuchen nicht besonders vertragen, bekam davon Blähungen und nicht selten Durchfall, was mich davon abhielt, diese Dinge öfter als zweimal im Jahr zu essen. Das hat sich durch den Veganismus komplett erledigt.

Amala Krähenfeder, 13.08.2011, 12:16 | Abgelegt unter: Rezepte | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare

:: UmzugsCountdown – 13 Days To Go ::

Der Tag heute war nicht so pralle für mich. Sehr ätzendes Wetter, schwül und nörgelig, genau wie ich. Ich hab die Nase voll. Ich hab keinen Bock mehr auf Umzugskisten, demontiertes Zeug, das im Weg rumsteht, ständige Baumarktbesuche und Riesenwollmäuse (weil Saugen gerade gar keinen Sinn macht). Ich hab keinen Bock mehr auf das Kindergequengel, weil wir Erwachsenen keine Zeit haben zum Spielen, und mein eigenes Gequengel finde ich auch ätzend. Nebenher gehen mir unsere Spinnen hier im Haus total auf den Keks. Ist ja okay, wenn wir sie gerade aufscheuchen, aber müssen sich denn alle Riesenexemplare ausgerechnet um mein Bett herum tummeln, so daß ich ständig nachts aufwache mit dem Panoramablick auf acht Beine und Augen? Obendrein tut mir der Fuß, der seit Januar Schmerzen fabriziert, mal wieder total weh, aber wenigstens scheine ich allmählich zu raffen, woher das kommt – nur daß mir das erstmal nix hilft, weil ich erst Mitte September wieder zu meinem Schuhmacher kann.

Nörgel!

Ich glaube, heute Abend werde ich mich einfach matt vor eine DVD parken, Tee schlürfen und Frust schieben.

Wundenlecken tut auch mal gut.

Amala Krähenfeder, 12.08.2011, 17:44 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: UmzugsCountdown – 14 Days To Go ::

Heute in 14 Tagen ziehen wir um. Von heute an will ich versuchen, jeden Tag über etwas zu bloggen, das mir mitten im UmzugsChaos guttut, das mich freut, das ich als positiv empfinde.

Heute fange ich mal mit dem Ausmisten unseres Arzneimittelschränkchens an. Vor Jahren bei Ikea gekauft, war es eigentlich immer zu winzig für all unsere Medikamente. Durch meine lange (lange, lange, lange) Krankenhauszeit habe ich sowieso alles gehortet, was irgendwie pharmazeutisch war. Erstens hat’s mich interessiert, zweitens habe ich nahezu jede Woche was Neues verschrieben gekriegt und drittens hatte ich Panik, im akuten Notfall durch fehlende Medikamente nicht adäquat reagieren zu können. Wenn ich das heute so lese, wird mir klar, daß der Ablauf im Krankenhaus krank und krankmachend ist. Wenn Du da Bauchweh hast, bekommst Du keinen Kamillentee und Zwieback zum Dippen, sondern was Flüssiges in deinen Tropf (oder ne Tablette, wenn Du “abgenabelt” bist). Wenn Du Schmerzen hast, weil Du in den blöden Betten nicht liegen kannst, wirst Du nicht dazu animiert, Dich zu bewegen, sondern wirst wieder mit Tabletten ruhiggestellt. Gleichsam gibt’s ne totale Hysterie, wenn es um hochpotente Schmerzmittel wie Opioide geht – da jammern alle rum, daß sie Angst davor haben, daß Du ne Sucht entwickelst (während Du durch die Überversorgung durch Mittelchen längst von “soften” Sachen abhängig bist – total schlau!).

Kurz und gut, ich hatte zu meiner Hoch-Zeit rund 100 Medikamente in peto. Größtenteils Verschreibungspflichtige, mal nebenbei bemerkt. Mit dem ganzen Zeug hätte ich vermutlich achtfachen Selbstmord begehen können.

Heute habe ich aussortiert und dabei festgestellt, daß ich das Zeug nicht mehr brauche. Weder körperlich noch psychisch. Ich brauche nicht mehr das Gefühl, für alle Fälle gerüstet zu sein. Ich brauche keine zehn Schachteln mehr vom selben Medikament, eine reicht, in der Regel sogar gar keine.

Mein Arzneimittelschränkchen ist nun passend. Es beinhaltet an die 40 homöopathische Freunde und dann noch sage und schreibe vier Medikamente für mich. Vier.

Beim Betrachten dieser neuen Tristesse fiel mir auf, daß ich Krankheit inzwischen anders verstehe. Früher war eine Krankheit ein Feind, den es möglichst schnell und effizient auszumerzen galt. Heute betrachte ich eine Krankheit als Ruhepause, als Chance. Jede Krankheit brachte mir ein Geschenk mit, ich mußte es nur erkennen – würde trotzdem von jeder einzelnen Krankheit behaupten, sie für nichts gebraucht zu haben. Wenn ich heute krank werde, sind die Weißkittel nicht mehr mein erster Weg. Vielmehr tüddel ich selbst mit Heilerde(wickeln), Kräutern, Essenzen, Homöopathika, Tee und vor allem Ruhe herum, besuche meine Osteopathin, summe Mantras und mache Heilreisen. Ich kenne meinen Körper inzwischen so genau, daß ich weiß, wenn ich selbst nicht weiterkomme. Und dann bin ich auch gewillt, mich mal wieder beweißkitteln zu lassen, und integriere deren schwarze Magie in meine eigene bunte.

Diese Erkenntnisse haben mich heute gefreut.

Vier. Vier. Vier.

Amala Krähenfeder, 11.08.2011, 19:33 | Abgelegt unter: SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Die Spaghetti-Connection ::

Ich esse sehr selten FastFood, mein Verbrauch geht so ziemlich gegen Null. Wenn überhaupt, dann hau ich mir alle Jubeljahre mal selbst ein paar Pommes in die Fritteuse (die meist erstmal neues Fett braucht, weil das alte ranzig geworden ist…). Aber während eines Umzugs is(s)t eben alles anders und so sollte es heute mal was vom Italiener hier in Waghäusel sein. Dieser hat keinen Lieferdienst und auch keine Spaghetti aglio mit scharf, aber ich habe ausgemacht, daß mein Mann mir die Pasta abholt, die eigens für mich ohne tierische Zutaten gebaut wird.

“Keine Butter?” – “Nein, bitte nur Olivenöl.” – “Gut, dann mache ich Spaghetti, Knobi, Olivenöl und Pepperoni.” – “Großartig!”.

Mein Mann schipperte die mir die Pasta nach Haus und brach dann direkt zu unserer Baustelle auf. Ich richtete mir noch flott nen Salat, öffnete die Aluschachtel und – roch den Parmesan. Erste Reaktion: argh. Zweite Reaktion: komisch, der Käse ist mir gleichgültig, weder angenehm noch unangenehm. Nur eben nicht meins.

Ich habe dann beim Italiener ohne Bringdienst angerufen und gesagt, daß er mir leider Parmesan auf meine rein pflanzlichen Spaghetti gebröselt hat, mit dem Effekt, daß er – da mein Mann samt Auto weg war – eine Ausnahme machte und mir eine zweite, nun vegane Portion frei Haus lieferte.

Die erste nicht-vegane Portion durfte ich sogar behalten. Weiß zwar noch nicht, was aus der werden soll, aber vielleicht mag sie ja eine Nachbarin haben.

Das halte ich mal für kundinnenfreundlich. Meinen Italiener würde ich eigentlich gern mitumziehen :)

Amala Krähenfeder, 10.08.2011, 19:41 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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