Archiv: Samstag, 30. April 2011
:: Seitan ::
In den letzten zwei Wochen haben wir viel mit Seitan (auch bekannt als Gluten, Weizenkleber oder Weizeneiweiß) experimentiert. Wir haben bislang gern mal Tofuaufschnitt gekauft, den inzwischen viele Hersteller anbieten, doch bei Ente bin ich dann auf Rezepte für Seitanwürstel und Seitanaufschnitt gestoßen. Mich hat daran vor allem interessiert, daß ich meine Würstel dann genau so würzen kann, wie ich es gern hätte, und nicht wie es halt angeboten wird. Naja, und günstiger ist es auch: 500 g Gluten + Wasser + Gewürze ergeben locker 1.000 bis 1.200 g Vurst für deutlich weniger Geld als die gleiche Menge Seitanprodukte, die es fertig im Handel gibt.
Die Herstellung geht flott von der Hand und ist erstaunlich unkompliziert. Wichtig ist allerdings tatsächlich, erstmal separat alle trockenen und alle flüssigen Zutaten zu vermengen und sie dann erst zusammenzukneten. Dadurch erreicht frau eine optimale Vermengung.
Entes Würzmischungen waren mir ein bissel zu zart, so daß ich einfach ordentlich gekörnte Gemüsebrühe (die Beste ist und bleibt die von Naturata), Rauchsalz (überhaupt ein Tip für die vegane Küche), Sojasauce ohne Glutamat, Senf und Kräutchen ergänzt habe. Merke: der noch feuchte Teig darf schmecken, als sei er zu stark gewürzt, denn nach dem Garen ist er automatisch zarter. Für den Aufschnitt haben wir außerdem noch zerschredderte und gedörrte Möhren verwendet und insgesamt auch eher 600 statt 400 ml Wasser.
Die Bratwürstelmasse sah alles andere als ebenmäßig aus, als wir sie in Backpapier und Alufolie wickelten, doch nach der Runde im Backofen und dem Anbraten in der Pfanne sah das Ergebnis folgendermaßen aus:
Gar nicht schlecht für den ersten Versuch
Gewichtsmäßig lag ein Würstel sicherlich locker beim Anderthalbfachen der Supermarkseitanwürstchen und geschmacklich….sagen wir mal so: normalerweise gebe ich dem Spargel, den wir dazu hatten, eindeutig den Vorzug
Die restlichen vier Würstel haben wir eine Woche in einer dichtschließenden Dose im Kühlschrank aufbewahrt und sie dann gestern in einer Vollkorn-Paprika-Seidentofu-Quiche “verwurstet”:
Das Rezept für die Quiche: 300 g Vollkornmehl, 150 g Margarine, 50 ml Wasser und 1 TL Brühe zu einem Teig kneten, eine Quicheform damit auslegen und bei 200° C 10 min. vorbacken. In der Zwischenzeit die Würstel in Scheiben schneiden und in wenig Öl anbraten. Aus der Pfanne nehmen. In derselben Pfanne drei in Streifen geschnittene Paprika (kann mit Lauchzwiebeln, Pepperoni oder worauf auch immer Ihr Lust habt gepimpt werden) anbraten. Mit den Würstchen auf den Teig geben. Eine Packung Seidentofu mit etwas gekörnter Brühe und ggf. einem Schluck Sojamilch verquirlen und darübergeben. Übrigens: statt Seidentofu funktioniert auch Cashew-Schmand aus 150 g Cashewkernen und ebensoviel Wasser (gemixt). Bei 200° C ca. 25 bis 30 min. backen. Wir hatten dazu einen bunten Salat.
Und hier ist noch ein Bild unseres Aufschnitts in Bratenform:
Fazit: Seitanwürstel und -aufschnitt herzustellen ist weniger aufwendig, als einen Kuchen zu backen. Und total lecker. Und günstig. Und frau weiß, was drin ist.
Hach ja.
:: Täusche im April ::
Wieder einmal habe ich mit Maja getauscht, von der schon einige Stickbilder mein Heim zieren. Sie hat mir dieses zauberhafte Herz bestickt und genäht und hat dafür von mir Tee und Gewürze bekommen:
Außerdem habe ich mit Steffl getauscht, nämlich diese Tasche gegen ein herrliches Birch-Tuch:
Vielen Dank, Ihr Zwei! Das waren wirklich schöne Täusche.




