Archiv: Dezember 2010
:: Patchwork-Weihnachtswichteln ::
Das dritte Jahr in Folge habe ich wieder beim Patchwork-Weihnachtswichteln mitgemacht. Dieses Jahr hat mich Sonnenhut bewichtelt. Ich bin von ihrer Großzügigkeit und den wunderschönen, liebevollen Geschenken ganz hin und weg!
Sie hat mir ein Sternendeckchen gepatcht und einen Nikolausstiefel mit Nüssen gefüllt sowie mit einem selbstgebasteltem Strohstern dekoriert. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, hat sie mir dazu noch eine wunderschöne Karte gestaltet und Stöffchen und Kekse beigelegt.
Ich bin hin und weg! Vielen Dank, liebe Sonnenhut!
Für mein Wichtelkind Sonnenblume hatte ich ein Maßbandhäuschen, AMC-Tüddelkram, Stoff, einen Stoffstern, eine selbstgestaltete Karte und ein bißchen Hüftgold. Ich hoffe, es hat ihr gefallen
:: Unverkrampfte Kindererziehung ::
Ich finde es manchmal ganz schön schwer, aus lauter gutgemeinter Erziehung nicht zu vergessen, selbst zu leben. Zeit für mich selbst einzufordern. Mich um meine Bedürfnisse, meine Belange, meine Lustbarkeiten zu kümmern. Kinder sind ein Teil der Familie, nicht ihr Mittelpunkt. Tatsächlich glaube ich, daß die Familie entweder keinen Mittelpunkt hat oder selbst der Mittelpunkt ist, je nach Blickwinkel.
:: LowBudget-Weihnachten ::

Dieses Jahr machen wir mal was ganz Anderes: handgemachte Weihnachten. Jede/r von uns werkelt eine kleine Aufmerksamkeit für die anderen. Es werden keine Geschenke gekauft, es gibt zu den selbstgemachten Sachen allenfalls eine Karte dazu. Mich beamt das in meine Kindheit zurück und weckt Erinnerungen an von Klebstoff und Watte überzogene Finger, an geheimes Papiergeraschel und Filzstiftstriche auf der Kleidung.
Unseren Mini-Yulbaum dekorieren wir mit Äpfeln (die später eingekocht werden) und Faltsternen aus Papier. Zum Essen gibt’s Rotkohl, Kartoffelknödel und Sojawürstel.
Ich schwelge in Harz- und Kaminduft, Apfelpunsch, Dattelbrot und Kerzenlicht.
Das sind für mich entschleunigte Weihnachten mit viel Raum für das Wesentliche: das Licht kommt zurück. Ich möchte mein Herz ganz weit machen dafür.
:: Autumn Leaves ::
Inspiriert von dieser Anleitung habe ich gestern mit einem Miniquilt begonnen, der heute schon fertig geworden ist. Ich habe immerhin 0,0001 % meiner Restekiste dafür verwendet.
Es gab schon willige Abnehmer – aber der ist für mich-mich-MICH!
Loving it.
:: BerührungsÄngste ::
Neulich fiel mir auf, daß es mir ein Stück egaler geworden ist, wenn Leute meine Beine nackt sehen, wenn z.B. die Hose hochrutscht. Ich habe gelernt, daß sie jetzt so sind, wie sie sind, aber den ersten Schrecken, als ich mit Beinen (Stangerln) aufwachte, die nur noch ein Viertel ihrer Ursprungsgröße hatten, vergesse ich wohl nicht. Auf Fragen wie “war das ein Unfall?” sage ich nur noch “ja”, ich mag keine Erklärungen mehr abgeben.
Ich bin jetzt im Frieden damit.
:: Imbolc-Altardecke in Hexagons ::
Welche mich kennt, weiß, daß ich nichts von Hand nähe. Nie. Trotzdem finde ich Hexagons und Kaleidoskop-Quilts absolut faszinierend.
Meine Imbolc-Altardecke habe ich komplett mit der Maschine genäht und gequiltet – sie ist mein erstes Dreiecks-Projekt.
:: NikolausWichteln ::
Im KTF wurde auch dieses Jahr wieder zu Nikolaus gewichtelt. Mein Päckel kam von Anne / Traumlandonline:
Vielen Dank, Anne.
Mein Wichtelkind hatte sich eine Reißverschlußtasche für das Strickzeug-to-go gewünscht, die ich ihr aus einem pastelligen Rosenstoff aus Japan genäht habe (und natürlich habe ich vergessen, ein Photo zu machen!). Dazu bekam sie drei Tees, die weihnachtlich aromatisiert sind. Ich hoffe, es gefällt
:: Close To Xmas-BlogCandy ::
Heute Abend habe ich auf meinem Kuschelsessel zwischen einem riesigen Sack Äpfeln, einem ebensolchen mit Mandarinen und einem mit Nüssen gesessen und Nikolauspackerl für die Kinder in der Klasse meines Sohnes gefüllt. Und da kam mir die Idee eines Close-To-Xmas-BlogCandys.
Unter allen, die diesen Eintrag bis zum 6.12. um 20 Uhr ein Kommentar hinterlassen, verlose ich eine höchstselbst von mir gefüllte Wundertüte – und als Clou überlasse ich es Euch, ob Ihr lieber eine Wundertüte zum Thema “Nähen” oder zum Thema “Spirikram” haben würdet. Ich bitte darum, dies bei Eurem Kommentar hier direkt dazuzuschreiben.
Viel Glück
:: 2010 im Rückblick ::
Letztes Jahr hat es bis drei Stunden vor Neujahr gedauert, bis ich einen Jahresrückblick hinbekommen habe, weswegen ich nun ambitioniert einen frühen Rückblick verfasse, obwohl ein Zwölftel des Jahres noch fehlt.
[Familie] Für meine Familie und mich war 2010 ziemlich bewegt. Neuer Job, Schulbeginn, der Beginn der Auflösung eines Familiendramas – um nur mal Stichpunkte zu nennen. Es ist ein gutes Gefühl, daß trotz Streß und Hektik die Liebe nicht nur erhalten bleibt, sondern wächst und gedeiht. Meine persönliche Familien-Lektion: Abgrenzung.
[Gesundheit] Grottig! Dauerschmerz von Oktober 2009 bis etwa Oktober 2010. Medikamente, Nebenwirkungen, streßbedingter Zusammenklapper, Zahnsanierung. Örks.
[Kreativität] 2010 begann für mich mit einer Internetabstinenz aufgrund der Schmerzen. Meine Zeit habe ich statt wie bisher am Rechner also großteilig an der Nähmaschine verbracht. Ich habe viele neue Techniken ausprobiert (Nähen auf Papier, FlicFlac, Dreiecke, freies Applizieren, …) und richtig viel geschafft (im Sinne von “erschaffen”). Dadurch traue ich mir nun weitaus mehr zu. Geschrieben habe ich 2010 dagegen fast gar nicht, was mir zwar fehlte, was ich jedoch akzeptieren konnte wegen Gesundheitsgedöne. Viele Projekte landeten auf Eis oder schlummern noch eine Runde, bis ich wirklich Muße habe, sie ins Leben zu bringen. Es wyrd. Ich habe jedenfalls festgestellt, daß Nähen für mich die wichtigste künstlerisch-tätige Ausdrucksform ist.
[Spiritualität] Durchwachsen. Große Rituale gab es eher weniger, dafür aber einige einprägsame kleine. Die Arbeit an den 12 wilden Schwänen ist für mich sehr wichtig und bringt viele Erkenntnisse. 2010 war definitiv ein Ahnenjahr; so intensiv hatte ich noch nie mit ihnen zu tun. Durch den Dauerschmerz war ich leider nicht halb so oft in der Natur, wie ich es mir gewünscht hätte, habe aber im Spätherbst ein paar interessante Orte für mich entdeckt. An einem von ihnen würde ich gern das nächste Beltane verbringen. Allerwichtigster Spiri-Ort: mein Altar. Er ist Ausdruck meiner Seele.
[Intellektualität] Hu, das klingt jetzt so hochtrabend… Ich habe mich Anfang des Jahres intensiv mit dem radikalen Feminismus auseinandergesetzt, vor allem mit Mary Daly. In der Jahresmitte las ich in erster Linie Krimis. Meine Lieblingsbücher waren definitiv die ganzen Brunettis. Seit dem Spätsommer befasse ich mich mit den Amish (vielleicht schreibe ich dazu mal einen Artikel hier im Blog), auch wenn die alles andere als feministisch-matriarchal sind
[Konsum] Nun…vor allem Stoffe, Vliese, Nadeln, Garn und anderes Zubehör zum Nähen.
[Essen & Trinken] Im Winter gern Kohlgerichte und alte Gemüsesorten wie etwa Schwarzwurzeln. Im Sommer viel Pasta, ganz einfach und doch köstlich nur mit Tomaten, Knoblauch und einen Schuß Öl. Öfter gebacken als die Jahre davor (Donauwellen, Friesenstreusel, Käsecracker, Spekulatius, …). Meine Getränke des Jahres sind wieder Darjeeling und unser Leitungswasser
[Zum ersten Mal gemacht] PaperPiecing: New York Beauty, Tiere, einzelne Blöckchen etc. Das erste Mal seit vielen Jahren wieder selbst Auto gefahren, sogar bei Schnee.
[Leider nicht gemacht] Einen Mal- oder Patchworkkurskurs belegt. Gute Freundin in meiner Nähe gefunden.
[Album oder Song des Jahres] Hm, schwierig. Am meisten habe ich sicherlich wieder Tool gehört. Seit dem Sommer begleitet mich vor allem Fever Ray. Beim Nähen mag ich Hörbücher. Meine liebsten sind immer noch Harry Potter und Der Herr der Ringe.
[Lieblingsorte in diesem Jahr] Mein Zimmer. Unser Garten. Die Rheinauen. Der Strandkorb in einem Biergarten hier im Ort.
[Erkenntnis des Jahres] I’ll have it my way.
[Drei besondere Highlights] 1. Kate. 2. Ich habe mein erstes New York Beauty-Projekt genäht. 3. Ein paar tiefgreifende Einsichten, die zu persönlich sind für’s Blog.
[Drei schröckliche Tiefpunkte] 1. Schmerzen und Krankheiten. 2. Etwas mit guter Absicht tun und sich damit volle Möhre in die Nesseln setzen. 3. Motorschaden am Auto meines Mannes – R.I.P.
[Drei Pläne für's neue Jahr] 1. Endlich einen Mal- oder Patchworkkurs mitmachen. 2. Mehr in der Natur unterwegs sein. 3. Mir überlegen, ob ich eins der Projekte, die ich auf Halde habe, tatsächlich starten und umsetzen will.
[2010 in wenigen Worten] Kam und ging.
Wer mag, darf sich das ruhig schnappen









