Archiv: Juli 2010
:: Grufti-Wanderpaket ::
Entnommen habe ich die folgenden schönen Sachen:
- eine Gästeseife von Seabiscuit
- ein Schaltuch von PepperAnny (das wird ein Geburtstagsgeschenk)
Vielen Dank, ihr beide
Aufgefüllt habe ich das Paket mit dem kleinen Hexenwandbehangaus dem letzten Posting und ein paar Katzenschmusekissen mit Baldrian.
:: Applikationen ::
Nicht, daß eine Quilterin je genug Stoffe haben könnte, naynay. Aber es gibt doch Stoffe, von denen nach ein paar größeren Projekten nur noch Fitzelchen übrig sind. Und es gibt Stoffe, die frau nach zwei Jahren und mehreren Projekten einfach nicht mehr sehen kann. In den letzten Tagen habe ich ein bißchen ResteManagement betrieben (was so hochtrabend klingt, fällt anhand des Umfangs meiner Restekisten nicht mal auf *hüstel*). Herausgekommen sind ein Deckchen und ein kleiner Wandbehang.
Die Hühnervorlage für das Deckchen stammt von Angelika – ich habe den Hühnchen nur Siebenmeilenbeine verpaßt
Ich finde glückliche, freie Hühner ja einfach großartig.
In den letzten Tagen haben mein Sohn und ich dank Isineas Tip das Buch “Warum wir keine Tiere essen” von Ruby Roth mehrmals gelesen. Es ist schon sehr interessant, was es bewegt und welche Gedanken es anstupst.

Jedenfalls wird die Applikationshühnchenfamilie demnächst auf unserem Familienaltar residieren und uns bei Diskussionen über Käfighaltung und dergleichen mehr begleiten.
Und dann habe ich einen kleinen Hexenwandbehang für das Grufti-Wanderpaket gemacht. Nach derselben Vorlage (Lise Bergene) hatte ich mir vor einer Weile schon ein Kissen für miiiiiiiich genäht, mit dunkelblauem Hintergrund. Aber in violett finde ich es auch schön.
:: Alleinsein ::
Alleinsein hat für mich nichts mit Einsamkeit zu tun. Alleinsein bedeutet für mich: ich bin körperlich allein. Einsamkeit verstehe ich als seelische Befindlichkeit. Wenn ich allein zu Hause bin, ist niemand mit mir hier. Wenn ich einsam bin, kann ich zwischen tausend anderen Menschen stehen.
Ich brauche das Alleinsein wie Luft zum Atmen. Die permanente Nähe anderer reibt mich auf und überflutet mich mit zu vielen Fremdeindrücken, Empathie sei Dank. In Eso-Foren heißt es, frau kann lernen, sich dagegen abzuschotten oder diese Empathie willentlich aus- und anzuschalten. Ich kann es, aber ich will das nicht. Es entfernt mich von mir selbst (und dann bin ich einsam in mir drin, was ich als den unerträglichsten Zustand überhaupt empfinde).
In der patriarchalen Kleinfamilie – die wir durch unsere polyamore Lebensweise ja schon partiell aufgespalten haben – fühle ich mich manchmal zu sehr auf die Mutter-Kind-Beziehung reduziert. Ich reagiere allergisch auf das Bild der Übermutter, die immer gut drauf ist, die immer Zeit hat und der nichts zuviel ist. Als mein Kind geboren wurde, habe ich mich gefragt, wie es denn sein kann, daß ich mein Kind manchmal einfach gern für ne Woche nicht gesehen hätte. Ich dachte, mit mir stimmt was nicht – sowas zu empfinden sei ganz schrecklich und geradezu böse. Wenn ich heute mit den Müttern anderer Kinder im selben Alter spreche, kichern diese immer peinlich berührt, wenn ich sage, daß ich Zeit für mich allein brauche, daß ich keine Beziehung – nicht mal die zu meinem Kind – grenzenlos leben kann. Manchmal denke ich, sie schämen sich für mich, weil eine Frau sowas doch nicht empfinden darf. Und wenn sie es schon empfindet, dann darf sie es wenigstens nicht sagen.
Ich bin gern allein. Ich liebe Dates mit mir selbst. Ich hänge ein “Zutritt für Männer untersagt”-Schild an meine Zimmertür, mache mir Musik an, verkrümel mich ins Bett zum Lesen oder an die Nähmaschine. Ich reagiere nicht auf Klopfen und nicht auf Anrufe. Ich bringe mir zu den Dates Blumen mit oder Trüffel oder einen halben Meter Stoff. Ich mache mir Komplimente und himmle mich an. Zwei Stunden mit mir allein ersetzten mir schon so manches Wochenende in einem Spa-Hotel.
:: Weekending ::
Kalt ist’s geworden. Teezeit. Dieses Jahr macht mir Schnitterin etwas aus. Ich mag noch nichts loslassen, opfern oder schneiden. Und dann denke ich an das Märchen von Frau Holle, genauer: an die reifen Äpfel, die geschüttelt werden wollen. In unserem Garten will auch einiges geschnitten werden: Zucchini, Mangold, Kohlraben, bald die ersten Kürbisse. Wir haben unser Lammas-Familienritual ausgetüftelt, passend dazu.
In den zwölf wilden Schwänen (Starhawk / Valentine) las ich gestern vom Selbstwert. Selbstwert ist der ureigene, unverrück- und undiskutierbare Wert eines Menschen und einer Sache, der unabhängig von sämtlichen Bewertungen von außen existiert. Ich denke nach darüber, wo in meinem Leben ich trotzdem von den Bewertungen und den Meinungen anderer abhänge, wo sie mir wichtiger sind, als sie es sein sollten. Ich bin froh, viele alte Bindungen gekappt zu haben, Menschen losgelassen zu haben, mit denen es nicht paßte. Also doch – Schnitterin.
Wir haben viel in der Küche gewerkelt. Zucchinisalat mit Minzdressing, Zucchinipfanne, Rahmmangold, Weißweinchampignons. Haben blühenden Beifuß geerntet (noch mehr Schnitterin in meinem Leben) und ihn zu Räucherzigarren gebunden.
Ich brachte eine Hühnchenbande in die Existenz, deren Bäuche mit Körnern gefüllt sind, und die schmuseweich in der Hand liegen. Schön, wenn die Familie eine nötigt, doch mal mehr zu nähen.
Mitten in der Nacht habe ich eine Entscheidung getroffen: ich quäle mich seit Oktober mit einer Entzündung herum. Letzte Chance, sonst OP. Und schon wieder Schnitterin. Womöglich.
:: Misogynie – kinderleicht ::
Mein Sohn lernt gerade lesen. Dementsprechend leihen wir Erstlesebücher aus und darüber hinaus hortet er alles, was bunt und mit Buchstaben ist, gern auch kostenlose Kinderzeitschriften, wie man sie etwa aus der Apotheke kennt. Eigentlich wäre mir ja im Traum nicht eingefallen, daß dieses Interesse an Schrift und Schriftlichkeit auch einen Aspekt haben könnte, der mich als Mama verstört. Hat es aber.
Angefangen hat es mit Erstleser-Geschichten zum Thema Indianer. In einer Geschichte geht es um eine junge Indianerin, die bei ihren Leuten nicht besonders beliebt ist, weil sie viel redet. Sie wird von Banditen entführt, die darauf spekulieren, daß der Stamm ihnen alle Pferde als Lösegeld für die Frau aushändigen wird. Bald jedoch wird klar, daß niemand aus dem Stamm die junge Frau retten kommt. Stattdessen redet sie nun viel mit den Banditen, die ihr am Ende völlig entnervt all ihr gestohlenes Gold geben und sie zu ihrem Stamm zurückkehren lassen.
Ah, so ist das also. Frauen quasseln den ganzen Tag – und dann auch noch dummes Zeug, das keinen interessiert. Selbst wenn sie von Männern zu Entführungsopfern gemacht werden, hält es ihr Stamm = ihre Familie nicht für notwendig, sich um ihr geistiges, seelisches und körperliches Wohl zu kümmern. Alle scheinen froh, daß diese Labertasche weg ist. Selbst die armen, bedauernswerten Entführer halten es nicht aus, beschenken sie mit dem Gold ihrer früheren Verbrechen und lassen sie ziehen. Natürlich ist die Frau am Ende der Geschichte nicht etwa traumatisiert oder zurecht grenzenlos von ihrem Stamm enttäuscht. Nein, sie findet das alles ganz toll und eröffnet mit dem Gold ein Café, wo sie nun ihren Kunden ihren Dummschwätz serviert (mit Kuchen).
Mit einem Comicstrip aus einer kostenlosen “Kinderzeitung” ging es dann weiter. Er erzählt, daß zwei Männer Fußball spielen. Zwei Frauen kommen dazu, möchten aber nicht mitspielen, sondern sich lieber an den Spielfeldrand in den Schatten setzen, wo sie bald einschlafen. Die Männer befüllen nun zwei Wasserbomben, die sie an einen Ast oberhalb der schlafenden Frauen hängen. Mit zwei Lupen und mit Hilfe der Sonneneinstrahlung bringen sie die Wasserbomben zum Platzen. Die Frauen werden aus dem Schlaf gerissen, die Kerle lachen sich schlapp und schlagen ein – was für ein Heldenstück!
Jaja. Wenn Frau nicht so will wie Mann, dann wird sie eben bestraft. Das Ganze wird marginalisiert und als “Streich” verkauft, nicht etwa als übergriffige Mißachtung.
Was für ein krankes Bild von Frau, von Mann und von Männermacht über Frauen wird unseren Kindern da eigentlich verkauft?
Ich bin stinksauer und habe Leserinnenbriefe losgeschickt.
:: Magie-Stöckchen ::
Geschnappt bei Alexis.
- Die drei besten Magiebücher, die Du je gelesen hast? Wie? Nur drei? Es sind definitiv mehr, aber so spontan würde ich sagen: Caitlin Matthews / Das Lied der Seele, Dion Fortune / Die Seepriesterin und Starhawk + Valentine / Die 12 wilden Schwäne.
- Achtest Du auf Deine Träume? Manchmal. Ich glaube, man weiß, welche wichtig sind.
- Deine drei Lieblingstarotdecks? RiderWaite, Llewellyn und äh…das war’s schon.
- Was ist Dein Element? Definitiv Erde.
- Zu welcher magischen Richtung fühlst Du Dich am meisten hingezogen? Freistilschamanismus mit einem ordentlichen Schuß Küchenmagie.
- Liest Du mehr Romane oder mehr Sachbücher? Also, in puncto Magie mehr Sachbücher.
- Was räucherst Du am liebsten? Beifuß.
- Sind Dir Rituale wichtig? Da ich sie als Teil meiner Spiri-Praxis und obendrein als Möglichkeit für kreatives Austoben empfinde: ja!
- Was sind Deine drei Lieblingsheilsteine? Mookait, Regenbogenfluorit und Mondstein (echter, nicht weißer Labradorit).
- Welchen Göttinnen bis Du am meisten zugetan? Der Bärenmutter, Kali, Hekate, Cerridwen. Ja, ich bin ein echtes Sonnenscheinchen.
- Hast Du viele Amulette? Ich habe viele Heilsteinketten und inzwischen auch viele Anhänger, die kreative Frauen für mich geperlt haben. Aber magische Amulette im Sinne von Schutzamuletten und Co. hab ich eher weniger. Brauche ich auch nicht.
- Was steht so auf Deinem Altar? Mein Altar verändert sich ständig, oftmals mit dem Jahreskreis, vor allem aber mit dem, was mir wichtig ist. Zur Zeit ist er für Schnitterin gedeckt: in der Mitte thront eine riesige Sonnenblume in einer getöpferten Schale und ein paar Göttinnen stehen drumherum. Bernstein, Schneckenhäuser, eine Salzkristallampe, sowas eben.
- Arbeitest Du viel mit Sonne, Mond und Sternen? Nein.
- Welche Art von Musik hörst Du am häufigsten? Uh. Ganz unspirituell: Tool. Wenn es mal magisch werden soll, dann gern Gaia Consort. Ein paar Sachen von Robert Gass and on wings of song finde ich auch prima. Oder Didgeridoomucke. Aber das meiste Spiri-Kling-Klong ist nicht so meins…
- Meditierst Du? Kommt darauf an, wie man Meditation definiert. Hinsetzen, zentrieren, ruhig werden – geht nicht. Sich öffnen, zuhören – das geht. Nähen ist für mich z.B. reine Meditation.
- Was ist Dir wichtig? In Bezug auf Magie und Spiritualität: kreatives, undogmatisches Tun. Die Umsetzung erkannter Wahrheiten im Alltagsgeschehen. Keine Gurus, Hohepriester oder Vorturner haben. Liebe.
- Trommel, Rassel, Klangschale, Glöckchen oder auch singen. Was magst Du am liebsten? Didgeridoo und Rassel.
- Wieviel Zeit verbringst Du mit Magie? Da ich Magie als Teil des Alltagslebens begreife, vermutlich eine Menge
:: Forumssampler Blöcke 1 (neu) und 3 ::
Eiiiigentlich wollte ich den PQF-Forumssampler ja nur aus Resten nähen, aber irgendwie gefiel mir der zweite Block in den goldgesprenkelten Stoffen so gut, daß ich beschlossen habe, den ganzen Sampler mit ihnen zu nähen. Also habe ich den ersten Block nochmal neu gemacht:
Ob ich in die Mitte noch was reinsticke, weiß ich noch nicht.
Und dann habe ich gestern den dritten Block (Farmfriends) genäht:
Es war eine ganz schöne Fummelei, zumal mich Dreiecke irgendwie in den Wahnsinn treiben, aber es hat geklappt
:: Kompromisse ::
Ich würde gern behaupten, daß ich kompromißfähig bin. Bin ich aber nicht – oder allenfalls bedingt. Kommt auf das Thema an, auf die Leute, die dabei sind, auf die Alternativen und auf die Kompromißvorschläge. Je wichtiger und für mein Empfinden “größer” die Themen sind, desto weniger kompromißfähig bin ich. Wahrscheinlich war ich deswegen auch nie eine gute Teamworkerin. Ich habe Gruppenarbeit in der Schule gehaßt. Natürlich wurde mir da immer wieder vorgehalten, daß ich die Sache mit dem Team und den Kompromissen sowieso lernen muß – entweder freiwillig und einigermaßen leicht oder eben unfreiwillig und in der “harten Schule des Lebens”. Tut mir leid. Ich habe es nie gelernt, weder freiwillig noch unfreiwillig. Der einzige Mensch, der mir das ein bißchen nähergebracht hat, ist mein Sohn. Und der hat scheinbar den Dickschädel seiner Mama geerbt, so daß wir auch gut damit leben können, wenn wir beide keinen Zentimeter von unserer Meinung und unserem Willen abweichen.
Wahrscheinlich ist meine Kompromißlosigkeit ein Grund dafür, wieso ich keine langjährigen Sandkastenfreunde habe. Wenn ich etwas für gut und richtig erachte, dann ziehe ich es durch. Entweder gehst du mit oder du läßt es – dann gehe ich eben allein weiter. Ich habe die beiden einzigen Menschen, von denen ich weiß, daß sie kompetent in Sachen Amala sind, danach gefragt, ob mich das nun zur Egosau macht. Sie haben gegrinst und gesagt: nein. Du weißt einfach, was Du willst. Du läßt Dich nicht auf Kompromisse ein, die Du nicht tragen kannst. Ja, das ist wohl so.
Viele Menschen, die ich hinter mir gelassen habe, weil ich keine Kompromisse eingehen wollte, haben mir hinterhergerufen, daß ich es bereuen und zurückkommen würde. Habe ich nie, weder das eine noch das andere. Wenn es nicht paßt, dann paßt es eben nicht. Ich würde ja auch nie erwarten, daß ein Mensch bei mir verweilt, wenn er das Gefühl hat, gegen seine Überzeugung, gegen sein Gefühl zu verstoßen.
Gleichsam halte ich mich für bindungsfähig. Aber sich binden heißt nicht sich fesseln lassen. Manchmal mußten mein Mann und ich unseren Lebensentwurf überdenken und radikal ändern, damit es paßte, damit es uns weiterhin glücklich machte. Wenn Du feststellst, daß Du dazu fähig bist, zwei oder mehr Menschen gleichzeitig zu lieben (nicht zu begehren), dann tut das was mit der Idee von “Du und ich, wir zwei”. Katastrophal, wenn ein Mensch dazukommt, der eine 1:1-Beziehung will und sie mit allen Mitteln forciert. Wunderbar, wenn ein Mensch dazukommt, der auch mehrfach lieben kann.
:: Rosentasche ::
Der Schnitt für diese Rosentasche stammt aus der aktuellen Patchworkmagazin-spezial-Taschenausgabe und nennt sich dort “Candy Bag”. Im Original wird ein Metallschnappbügel durch den Tunnel gezogen, aber für mein ästhetisches Empfinden störte es kollossal, daß dieser Bügel halb rausguckte. Und überhaupt – da ich immer Stoffe, Vlies, Garn, Sprühkleber und den ganzen Krempel kaufen muß, habe ich doch kein Geld für teure Schnappbügel *g* Also verwendete ich nur den Schnitt für den Taschenkorpus, addierte zwei Henkel und nähte erst zum Schluß den Tunnel drauf, in den ich ein Gummi einzog.
Was mich etwas stört: ich habe sowohl den Innen- als auch den Außenbeutel erst rundum abgesteppt, bevor ich dann den Scheinboden genäht habe. Dadurch liegen die Nähte nicht superexacto aufeinander. Sollte ich diesen Schnitt nochmal verwenden, werde ich den Boden so nähen wie sonst bei den Kulturtaschen, also mit einer rechtwinkligen Aussparung, die man separat absteppt. Beim Nähen bin ich halt penetrant perfektionistisch
Übrigens ist dieser Rosenfeincord mal als Rückseite für einen Quilt gedacht gewesen, bis mir aufging, daß es wohl maximal zwei Minuten dauern würde, bis meine Langhaarkatzen, die damals noch lebten, dem Ganzen einen Pelz verpaßt hätten. Und so habe ich noch anderthalb Meter von diesem Stoff im Schrank…das schreit doch nach nem Portemonnaie und nem MiniTäschle im Täschle für den Kleinkram, der sonst verschütt geht.
*Maniac guck*
:: I am back with you ::
Wahrscheinlich ist’s niemandem aufgefallen, aber ich war zwei sehr schlimme Tage ohne meinen Laptop. Mein Ehemann hat ihm eine neue Festplatte und ein neues Betriebssystem spendiert und jetzt teste ich das alles argwöhnisch aus. Ich hasse Updates. Ich hasse es, wenn an meinem Rechner rumgemacht wird. Normalerweise verkompliziert sich dadurch ALLES. Zur Zeit kann ich nicht drucken, ich habe kein Mailprogramm, kann keine Photos hochladen und PDFs kann ich auch nicht lesen *jau!!!l* Als wäre das nicht genug Technikstreß für eine Woche, habe ich auch noch ein neues Handy bekommen. Nach ein paar Jahren war das alte irgendwie…platt. Jedenfalls komme ich mit dem Neuen nicht so gut zurecht. Ich bin einfach reaktionär. Am liebsten hätte ich gar kein Handy mehr, aber da ich ab dem Herbst wieder mit dem Auto unterwegs sein will, brauche ich eins. Sorry, ich kann nicht zur nächsten Notrufsäule latschen. Also eben ein Handy.
Um über diese Traumata hinwegzukommen, hilft natürlich nur zweierlei: mit Kräutern hantieren und nähen. Gestern habe ich also in einer wahnwitzige Ganztagsnähsession eine neue Tasche für mich genäht, die ich aber erst ab dem Schnitterinfest tragen werde. Die ist zur Zeit einfach noch nicht passend. Ich glaube, meinem hehren Ziel, eines Tages hier im Dorf als “die mit den Taschen” bekannt zu sein, komme ich langsam immer näher
Heute habe ich viiiiiele Tees und Gewürze gemischt, in Erwartung der nächsten Wanderpakete und für ein paar liebe Menschen. Und jetzt duftet das ganze Haus nach Minze, Pfeffer und Co.
Nach diesen weltbewegenden Neuigkeiten gehe ich jetzt mal etwas lesen. Zur Zeit liege ich bei einem Buch in zwei Tagen. Mein Mann, der für mich immer zur Bibliothek muß, raufte neulich die Haare und meinte “gib mir doch ne Chance…!”. Mache ich. Die Chance, noch mehr Thriller aufzutreiben. Hahaha.












