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Archiv: Juni 2010

:: Familiäre Verpflichtung? ::

Ich habe mit meiner Blutsfamilie Schluß gemacht, schon vor Jahren. Dieser Schritt war mir nicht leichtgefallen und er erfolgte nach 15 (ich muß das grad selbst nochmal lesen: fünf-zehn!!) Jahren voller Versuche, etwas zu kitten, etwas zu finden, das nicht da war.

Natürlich tut das weh, wenn du dir eingestehst, daß die Menschen, von denen du abstammst, keinen Pfifferling auf dich geben und sich auch weiterhin weigern würden, dich als vollwertige Frau mit eigenen Idealen, Zielen, Lebensvorstellungen zu sehen. Aber mich hätte es noch mehr verletzt, dieses Spektakel weiterhin mitzumachen. Weiterhin um Liebe und Anerkennung zu betteln.

Ich habe wohlüberlegt und ohne Zorn Schluß gemacht. In dem Moment, wo mir klar wurde, daß es endgültig vorbei ist, daß ich mit ihnen fertig bin, war ohnehin kein Zorn mehr da, keine Wut, kein Verlangen danach, daß sich vielleicht beim Finale doch noch alles einrenken würde. Ich war neugierig, ob mein Abschiedsbrief irgendeine Reaktion hervorrufen würde, Fassungslosigkeit, Zweifel – irgendwas. Aber es kam ganz einfach nichts. Gar nichts.

Und heute muß ich mir am Telefon von meiner Schwiegermutter sagen lassen, daß es meinem Vater nicht gut geht und er doch nur den einen Enkel hat und daß er doch ein Recht hat, ihn zu sehen.

Ich glaub, ich steh im Wald!

Mein Vater hat sich 15 Jahre lang geweigert, mit mir ein ehrliches Gespräch auf Augenhöhne zu führen, mich ernstzunehmen, mich als voll-wertig zu betrachten – und jetzt soll ich mich für seine Befindlichkeiten verantwortlich fühlen? Seine vermeintlichen Rechte bedenken?

Fuck you, Buddy.

Amala Krähenfeder, 30.06.2010, 18:44 | Abgelegt unter: FamilienLeben | RSS 2.0 | TB | 9 Kommentare

:: Forumssampler, Block 1 ::

Im PQF nähen wir einen Forumssampler. Das hier ist der erste Block, den ich aus Resten des Geburtstagsquilts für meinen Sohn genäht habe:

Amala Krähenfeder, 29.06.2010, 14:25 | Abgelegt unter: Forumssampler,Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: 10 Dinge, die mich gerade in den Wahnsinn treiben ::

  1. Blattläuse und ihre Pfleger, die Ameisen. Eigentlich bin ich ja pazifistisch, aber bei diesen Mistviechern, die meine Blumen abmurksen und sich meines Nutzgartens bemächtigen wollen, mutiere ich zu Mrs. Genocide.
  2. Meine Unlust, den “alten” Photoapparat meines Mannes zu benutzen. Er hat einen neuen, den sogenannten Obermotzknipsi, und ich könnte nun seinen alten verwenden, um aussagefähigere Bilder meiner Patchworksachen zu machen. Tu ich aber nicht, schließlich war diese “alte” Kamera schweineteuer und ich habe Angst, daß ich sie fallen lasse, verliere oder sonstwie ruiniere. Und darum ärgere ich mich stattdessen ständig über die schlechte Qualität meiner Bilder. Narrrrrrf!!!
  3. Nackenschmerzen. Hätte Göttin den menschlichen Kopf nicht ohne die zur Verspannung neigende Nackenmuskulatur auf dem Hals fixieren können? Wozu gibt’s schließlich Sicherheitsnadeln?!
  4. Vuvuzelas. Diese Tröten tönen hier rund um die Uhr. Fresse!
  5. Warteschleifen. Ich finde, die verleiten zu Unehrlichkeit. Angeblich ist den ganzen Nachmittag jede Leitung besetzt, jede Mitarbeiterin im Gespräch. Nach 40 Anrufen, die alle in der Warteschleife endeten, flötet diese Punkt 17.59 Uhr: “Sie rufen außerhalb unserer Bürozeiten an”. Als Kinder hatten wir wenigstens noch den Anstand, “April, April!” hinzuzufügen.
  6. FairTrade-Rosen aus unserem Supermarkt. Zehn Rosen für 4 €, fair gehandelt und aus Afrika importiert. Am nächsten Tag lassen alle die Köpfe hängen, obwohl ich denen das Substrat, welches großteilig aus ominösen “Beistoffen” besteht, gegeben habe. Jetzt hole ich mir wieder sogenannte Unkräuter. Fair gepflückt.
  7. Plattgefahrene Tiere und derzeit auch Deutschlandfahnen im Straßengraben. Jedes Wochenende sterben allein in meiner direkten Umgebung wenigstens 10 Wildtiere durch Raser. Muß das sein?
  8. Dazu passend: kein Auto zu haben. Ich habe lang und breit darüber nachgedacht, ob ich wirklich ein Auto brauche. Die Antwort lautet: ja. Durch meine Gehbehinderung is nix mit Radel, Öffis und Co. Ich will ein Auto. Sofort! Ich verspreche auch, tierfreundlich zu fahren.
  9. Kindergartensand in meinem Haus trotz der Beteuerungen “Mama, ich habe wirklich meine Schuhe ausgeschüttelt”. Kinder müssen sowas wie versteckte Sandreservoire haben, die sie in unbeobachteten Momenten ausleeren. Nur um uns in den Wahnsinn zu treiben.
  10. Spinnen. Dieses Jahr verfolgen mich die Viecher noch ärger als sonst. Ich würde das ja mal anreisen, wenn ich nicht so eine Bangbüx wäre. Wuuuäääää!

Und was treibt dich grad in den Wahnsinn?

Amala Krähenfeder, 28.06.2010, 23:01 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: Litha 2010 ::

  • Hitze.
  • Lieber Besuch.
  • Feuer machen: Feuerstein, Feuerschläger, Zunder. Reste unserer Yultanne = noch mehr Hitze.
  • Stockbrot. Tabouleh. Kartoffeln aus der Glut. GrillTofu. Leckereien. Hinterher Marshmallows.
  • Libellenbesuch. Bilder demnächst auf http://www.weazel.de
  • Nach Sonnenuntergang: Feuerritual. Flammen, Glut, Transformation, Tod und Wiedergeburt. ChiliSpell.
  • Heute dann: Aggression. Frau Krähenfeder hat zuviel Feuer abgekriegt und geht sich mal erden (will heißen: ich näh was).
Amala Krähenfeder, 27.06.2010, 15:57 | Abgelegt unter: SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: Geschenk ::

Diese größere Kulturtasche ist ein Geschenk. Der Wunsch lautete: blau soll sie sein und zwei Innenfächer haben. Bisher hatte ich allerdings noch nie eine Kulturtasche mit Innenfächern genäht. Für den ersten Versuch finde ich das ziemlich glorreich :D

Jetzt hoffe ich, sie ist auch blau genug. Immerhin habe ich zwei meiner Lieblingsstoffe vernäht….

Übrigens, bei der ganzen Kulturtaschennäherei ist mir aufgefallen, daß ich noch keine eine für mich selbst gemacht habe. Sowas!

Amala Krähenfeder, 27.06.2010, 15:46 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Mais-Ernte-Decke und Kulturtasche ::

Wie gestern schon angekündigt, kommen hier ein paar Bilder meiner Mais-Ernte-Altardecke. Maschinengenäht- und gequiltet, ca. 37 x 37” groß.

Diese Kulturtasche habe ich nach eigenem Schnitt genäht, das Herz-Mandala ist allerdings eine Idee von Lise Bergene. Werde ich sicher nochmal in einer anderen Farbe machen, aber diesmal war die Vorgabe eben “blau!” :)

Amala Krähenfeder, 25.06.2010, 13:12 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Jetzt ::

Daheim: im Garten wachsen die Pflänzchen vor sich hin und ich mache mich auf eine Zucchinischwemme gefaßt. Viel auf der Terrasse.

Unterwegs: am Rhein. Bunte Kiesel sammeln. In Karlsruhe, Hitze in der Stadt.

Kreativ: viel an der Nähmaschine. Ich habe achtzehneinhalb Meter Stoff gekauft, ich maßloses Etwas, ich. Zweieinhalb Meter sind so gut wie fertig vernäht. Der Rest muß warten, bis mein StargazingBeautyQuilt fertig ist, damit er dann ein NewYorkBeautyQuilt werden kann.

Vor den Augen: Thriller von Tess Gerritsen. Habe jetzt alle Brunettis durch und vermisse den netten Venezianer.

Auf den Ohren: What a difference a day makes.

Toll: ich habe ein altes Rezept meiner Mama wiedergefunden und werde es mal nachkochen, sobald die Kraft reicht. Am Wochenende feiern wir Mittsommer. Es gibt jetzt laktosefreie Vollmilchschoki. Das Schattenbuchprojekt 2.0 geht bald los *hibbel*

Doof: Stechfliegen!!!!!!!!! Und Blattläuse. Mistviecher.

Zuletzt gekauft: Chilis. Stoffe für ein Geschenk (ja, ich kauf nicht nur für mich selbst…).

Zuletzt gegessen: Der letzte Spargel der Saison, we wave goodbye.

Heute noch: Binding machen (Bilder folgen die Tage). Hörbuch hören (auch Tess Gerritsen).

Was machst Du jetzt gerade?

Amala Krähenfeder, 24.06.2010, 20:57 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Gebärmuttersenkung ::

Seit der Geburt meines Sohnes habe ich eine Gebärmuttersenkung. Konkret bedeutet das, Gebärmutter und Scheideninnenwand sind heruntergerutscht. Eine Senkung kann zu einem Prolaps führen, einem sog. Vorfall, bei dem Gebärmutter(hals), Scheideninnenwand oder andere urogenitale Organe aus der Scheide herausrutschen können.

Wie bei den meisten typischen weiblichen Vorgängen ist auch die Senkung mit einem starken Tabu belegt. Darüber wird nicht geredet, das schickt sich nicht. Frau wird allenfalls über operative Maßnahmen gegen die Senkung aufgeklärt und dann im Stich gelassen. Nicht einmal im Internet fand ich Stimmen, die sich aus weiblich-matriarchaler Sicht mit dem Phänomen auseinandersetzen. Dieser Artikel stellt den Versuch eines Tabubruchs da. Ich will darüber sprechen und würde mich freuen, wenn sich andere betroffene Frauen zu Wort melden würden. Erhebt Eure Stimmen.

Wie kommt es zu einer Senkung? Die urogenitalen Organe werden, vereinfacht gesagt, vom Beckenboden gehalten, einer Muskelgruppe des Unterleibs. Bei Frauen ist der Beckenboden im Vergleich zum männlichen Körper nicht nur flächenmäßig relativ groß, sondern auch durch die Öffnungen für Scheide und After durchsetzt. Bei schwachem Bindegewebe, durch Geburten und Schwangerschaften, aber auch durch schwere Arbeit kann der Beckenboden erschlaffen. Dadurch senken sich die Organe ab.

Was sind die Symptome einer Senkung? Das erste und auffälligste Symptom ist sicherlich, daß sich die Organe nicht mehr dort befinden, wo sie rein physiologisch hingehören. Die Gebärmutter rutscht in die Scheide, die Scheideninnenwand wölbt sich aus und verschließt im Spätstadium die Scheide. Treten Organe oder Organteile aus der Scheide aus, spricht man von einem Prolaps, einem Vorfall. Aufgrund ihrer veränderten Lage kann es zu Druckstellen und einem Druckgefühl nach unten kommen. Weitere Symptome sind (beginnende) Inkontinenz (z.B. spontaner Wasserverlust beim Niesen oder Lachen), Restharnverbleib in der Blase und dadurch häufigere Infekte, Verstopfung, sexuelle Unlust, Rückenschmerzen und Depressionen.

Was tut man gegen die Senkung? Ist die Senkung noch nicht weit fortgeschritten, kann Beckenbodentraining helfen. Eine fortgeschrittene Senkung kann jedoch allenfalls durch das Training stabilisiert oder in ihrem Verlauf gemildert werden. Die Schulmedizin, welche ich Patriarchalmedizin nenne, kennt außerdem noch den Einsatz von Reizstromdildos, Gummiringen und -pessaren, Hormoncremes und Tamponagen. In vielen Fällen wird die Scheideninnenwand operativ gerafft, die Gebärmutter entfernt und die Blase mittels eines Bandes an der inneren Bauchdecke fixiert.

Soweit erstmal die Fakten aus Sicht der Patriarchalmedizin. Und jetzt wird’s persönlich.

Als mir vor sechs Jahren klar wurde, daß ich eine Senkung habe, fühlte ich mich verunsichert. Diese Unsicherheit steigerte sich nach mehreren Besuchen bei meiner damaligen Gynäkologin zu einer Panik, denn sie stellte mir in Aussicht, daß es durchaus im Bereich des Möglichen läge, daß meine Gebärmutter beim Stuhlgang in der Kloschüssel landen würde. Wie sie so etwas zu mir sagen konnte in der Situation nach einer Not-OP und mit einem Frühgeborenen, der noch zwei volle Monate auf der Intensivstation liegen mußte, ist mir ein Rätsel. Natürlich flehte ich sie an, mir zu helfen, woraufhin sie mir einen würfelförmigen Pessar und eine Hormoncreme verschrieb. Dieser Würfel hatte eine Kantenlänge von ca. 4 cm. Wie es sich anfühlt, so ein Ding in sich stecken zu haben, kann ich eigentlich nur so beschreiben: erniedrigend, mißbräuchlich, beschämend und sehr schmerzhaft. Also meuterte ich und bat um etwas anderes, das mich in Form von Tamponagen ereilte. Diese Dinger hatten einen Durchmesser von rund 2 Zentimetern und sollten nach jedem Gebrauch ausgekocht werden. Ja, das war genauso praktisch, wie es klingt… Wieder teilte ich meiner Ärztin mit, daß das so nicht funktioniere. Nun kam der Reizstromdildo zum Einsatz. In einem dezenten Köfferchen verpackt lag er wenig später vor mir und nun sollte ich ihn mir jeden Abend einführen und eine halbe Stunde mit seiner Hilfe den Beckenboden trainieren. Also nix mehr mit Tee und Lesen als abendlicher Absacker, stattdessen eben Reizstromdildo. Meine Gefühle dabei? Ich fühlte mich mißbraucht, vergewaltigt und entwürdigt.

Das Schlimmste war, daß ich nun am Ende der nichtoperativen Maßnahmen angelangt war. Es sah also so aus, als hätte ich nur die Wahl zwischen Dingen, die mich abstießen, einer Operation, die mein Körpergefühl wohl nachhaltig verändern würde (ich bin nicht optimistisch: bisher ging es mir nach keiner OP besser als zuvor) oder dem scheinbar sicheren Wissen, daß ich fortan als defekte, kranke Frau leben müßte.

Die Diagnose “Gebärmuttersenkung” stürzte mich in eine nachhaltige Depression. Ich fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes niedergeschmettert. Es war, als sei meine ureigene Weiblichkeit verletzt und beschädigt worden. Obendrein empfand ich Schuld: die Schwangerschaft, die ich doch als etwas Wundervolles erleben wollte, hatte mich dazu gebracht, meinen eigenen Körper mit Mißtrauen zu beäugen. Ich fühlte mich auch meinem Partner gegenüber schuldig, denn nach der Diagnose und den schrecklichen Versuchen mit allerlei Hilfsmitteln hatte ich einfach keine Lust mehr – insofern bestätigte sich für mich tatsächlich, daß eine Gebärmuttersenkung zu sexueller Unlust führen kann. Ich hatte fortan Angst davor, länger als nur eben notwendig zu stehen, weil ja plötzlich die Schwerkraft mein Feind war. Immerhin zog sie ja die Gebärmutter noch weiter nach unten. Ich hatte Angst vor körperlicher Anstrengung, wo diese doch eine Verschlimmerung bewirken kann. Kurz und gut, die Diagnose Gebärmuttersenkung versalzte mir so einiges. Sie entfernte mich von mir selbst.

Meines Erachtens ist es das vor-herr-schende Anliegen der patriarchalen Gynäkologie, zu bewirken, daß Frauen sich krank und unzulänglich fühlen. Gegen ihre Fruchtbarkeit, gegen ihr sexuelles Verlangen, gegen Pickel und unreine Haut gibt es die Pille. Gegen nachlassende Lust wiederum, gegen Haarausfall und Hitzewallungen gibt es Hormone. Gegen das Gefühl, als Frau ganz und wundervoll zu sein, gibt es (halb)jährliche Krebsvorsorgeuntersuchungen, selbst in den Fällen, in denen keinerlei familiäre Veranlagungen zu Brust- oder Gebärmutter(hals)krebs besteht. Gegen selbstbestimmte Geburten gibt es die angeblich so schmerzfreien Kaiserschnitte. Gegen das Stillen gibt es Milchpulver. Gegen den Verlust der Jungfräulichkeit gibt es Vaginalliftings und das Einsetzen künstlicher Hymen. Die patriarchale Gynäkologie hat ein klares Statement: Du bist eine Frau und darum bist Du krank – und nur wir kriegen Dich wieder hin.

Wie es sich für das patriarchale System gehört, werden diejenigen, die gegen dieses Sado-Ritual (im Sinne Mary Dalys) verstoßen, indem sie eben nicht zu Vorsorgeuntersuchungen gehen, nicht die Pille schlucken oder sonstiges, bestraft, falls dann doch mal was passiert. “Hätten Sie die Pille genommen, wären Ihre Menstruationsbeschwerden nicht so schlimm”. “Wären Sie zur Vorsorge gekommen, müßten wir jetzt keine Bestrahlung machen”. Die Patriarchalmedizin fokussiert nicht das, was zum Wohle der Frau getan werden muß, sondern läßt sich erstmal über die Schuld der Frau aus, bevor es zu patriarchalen “Heilmitteln” greift. Diese Heilmittel machen aber nicht heil. Das ist eine der größten Lügen der Patriarchalmedizin. Anstatt zu heilen, seziert und atomisiert sie, sie zerstört und tötet. Im Falle der Gebärmuttersenkung bedeutet das: raus mit dem lästigen Organ – oder wenigstens gehört es hochgerafft. Dann bist Du befreit von der Last, eine Gebärmutter zu haben. Wozu brauchst Du dieses Organ überhaupt, wenn Du keine Kinder mehr kriegen willst? Es ist doch viel schöner, wenn Du nicht mehr menstruierst, wenn Du keine Senkung mehr hast. Dann läufst Du nicht Gefahr, beim Niesen Urin zu verlieren. Dann hast Du wieder Freude am Sex. Dann bist Du wieder ein vollwertiger, brauchbarer Teil unserer Gesellschaft.

Ich fand und finde es nach wie vor sehr anstrengend und schwierig, mich aus diesen Konditionierungen zu befreien. Ich bin mit der “wissenschaftlichen” Sicht auf Körper und Gesundheit groß geworden, habe gelernt, den Körper als Maschine zu verstehen, habe verinnerlicht, daß es ein Defekt ist, wenn der Körper nicht komplett funktionsfähig und “normal” ist. Die erste wirkliche Auseinandersetzung damit fand statt, als ich 2007 aus dem Krankenhaus kam, im Rollstuhl. Vorher war ich ja “normal” und auf einmal eben “behindert”. Es kostet eine Menge Kraft, in Frage zu stellen, was Ärzte einer an den Kopf werfen, die meinen, mit ihren Fachausdrücken, ihren weißen Kitteln und Maschinen in Besitz der letzten Weisheit zu sein. Ich habe erst nach 2007 gelernt, meinem Körper(gefühl) mehr zu vertrauen als ihnen. Interessanterweise spaltete sich die Ärzteschaft, mit der ich seither konfrontiert bin, in zwei Lager: die einen kommen gar nicht mehr mit mir als Patientin klar und halten für mich durchgeknallt und zickig, während die anderen meine Eigenkompetenz befürworten und versuchen, mit mir in eine Richtung zu denken und zu handeln.

Vor kurzem brachte sich die Senkung dann wieder ins Gedächtnis, nämlich als ich bei einem Toilettengang feststellte, daß sie sich offenbar im Laufe der Jahre noch weiter abgesenkt hat. Bis zu dieser Feststellung hatte ich keinerlei Probleme: keine (Rücken)schmerzen, keine Inkontinenz, keine Infekte, keine Unlust, gar nix. Allerdings spürte ich, daß sich am dem Moment der Bewußtwerdung etwas änderte. Die alten Ängste kamen zurück – das nennt man wohl triggern. Das darauffolgende Gespräch mit meinem Gynäkologen war für mich sehr zwiespältig. Einerseits sagte er mir, daß es keinerlei Handlungsbedarf gäbe, solange ich mit der Senkung gut leben kann, andererseits meinte er aber auch, daß manN mir operativ helfen könne, wenn der Leidensdruck zu groß würde. Das Wort machte mich argwöhnisch. Von welchem Leidensdruck sprach er? Ich hatte ihm ja erzählt, daß es mir bis zu dem Moment der Bewußtwerdung über die fortschreitende Senkung sehr gut gegangen war, also konnte er wohl keinerlei akute, körperliche Leiden meinen. In den folgenden Tagen beobachtete ich meine Gefühle sehr genau. Immer wieder geisterte mir dieses Wort durch den Kopf und wieder fing ich an, meinen Körper zu bespitzeln: hätte ja sein können, daß ich doch leide und es bisher nicht mitbekommen hatte… Und dann platzte mir schier der Kragen! Ja, Leidensdruck! Den habe ich tatsächlich, seit er ihn ins Spiel gebracht hat!

Ich suchte im Internet nach anderen Frauen, die gut und ohne Leiden mit ihrer Senkung leben. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, daß es diese Stimmen nicht gibt (oder ich bin mal wieder zu blöd zum Suchen, das will ich gar nicht ausschließen. Sollte eine meiner Leserinnen etwas Entsprechendes finden, würde ich mich sehr über den Link freuen). Vielmehr fand ich Forenbeiträge von Frauen, die im Zusammenhang mit der diagnostizierten Senkung von Panik sprachen, vom Gefühl, plötzlich keine vollwertige Frau mehr zu sein, defekt zu sein. Die Antworten auf ihre Beiträge fielen immer gleich aus: andere Frauen beruhigten sie und meinten, die Raffung der Scheide, die Entfernung der Gebärmutter und die Fixierung der Blase mittels eines Bandes sei gar nicht schlimm, ja, sie würden sich seit der OP besser fühlen als je zuvor. Ich dachte, ich steh im Wald. Soll denn die Entfernung der Gebärmutter, soll Kastration die Patentlösung sein, wenn der Frauenkörper nicht mehr normal, nicht mehr “brauchbar” ist?! Auch das erinnerte mich stark an Dinge, die Mary Daly bereits vor mehr als 30 Jahren in ihrem Buch “Gyn/ökologie” entlarvt hat. Wenn Frau nicht mehr normal ist, wenn sie nicht mehr brauchbar ist, wenn sie außer Kontrolle geraten ist, dann nimmt Mann ihr eben ihre Gebärmutter. Dann ist alles wieder gut.

Auf den Punkt gebracht stellt es sich für mich so dar, daß Frauen, die menstruieren, die schwanger sind, gebären oder stillen, Frauen, die aus der Phase der Fruchtbarkeit austreten und solche, die körperlich im Sinne der patriarchalen Gesellschaft nicht mehr zu gebrauchen sind, für ebendieses System unaussprechlich und entsetzlich sind. All diese vollkommen natürlichen, göttingegebenen Phänomene werden als krankhaft, abstoßend, eklig, un-normal und behandlungsbedürftig betrachtet.

Daß die Frau, die mit einer Senkung lebt, für das patriarchale System entseztlich ist, wird für mich an folgenden Beispielen klar: dadurch daß ihre Scheide durch Gebärmutter und Innenwand “verstopft” ist, taugt frau  nicht mehr zum vaginalen Geschlechtsverkehr. Verliert frau beim Lachen oder Niesen ein paar Tröpfchen Urin, ist sie unrein, eklig und sie stinkt. Hat frau durch die Senkung Rückenschmerzen oder gar Infekte, kann sie ihre Energie nicht mehr vollständig ihrem Mann, ihrer Familie oder ihrem Job schenken. Die Realität, die hinter diesen spitzfindig formulierten Gedanken steckt, finde ich unaussprechlich und entseztlich… Außerdem frage ich mich, wie denn all die armen Frauen mit ihren Senkungen und Vorfällen leben können, die nicht in den Genuß westlich-patriarchaler Medizin kommen *hüstel*

Ja, meine Gebärmutter ist nicht mehr da, wo sie vor der Schwangerschaft war. Aber ich gehe ja auch nicht davon aus, daß eine Schwangerschaft spurlos an mir vorbeigehen muß, denn ich bin nicht aus abnutzungsfreiem Plastik gebaut, sondern aus lebendigem Gewebe. Meinen Sorgen, mein Leiden wurde nicht durch das bloße Vorhandensein der Senkung ausgelöst, sondern durch die Konditionierungen durch die Patriarchalmedizin allgemein und durch die Reaktionen und Aussprüche der Ärzte im Besonderen. Die Senkung konfrontiert die Patriarchalmediziner mit der Tatsache, daß sich der weibliche bzw. der menschliche Körper allgemein im Laufe seines Lebens verändert. Die Idee, daß ein Körper bis ins hohe Alter abnutzungsfrei zu funktionieren hat, ist in meinen Augen gestört und krank sowie krankmachend.

Ich habe den Tip bekommen, daß frau mit klassischer Homöopathie und mit Osteopathie die Spannung des Beckenbodens anheben kann, was vor allem für Frauen mit fortgeschrittener Senkung interessant sein dürfte, weil bloßes Beckenbodentraining in diesen Fällen den Zustand ja nur stabilisieren, nicht aber den Ursprungszustand wiederherstellen kann. Ich werde beides probieren und dann berichten.

Liebe Leserinnen, wenn Ihr selbst betroffen seid oder Frauen kennt, die eine Senkung haben, würde ich mich freuen, wenn Ihr Euch zu Wort meldet, gern auch per Mail an amala @ schlampengoettin . de

Amala Krähenfeder, 22.06.2010, 14:13 | Abgelegt unter: Gynozentrisches | RSS 2.0 | TB | 16 Kommentare

:: Ich menstruiere jetzt freudig ::

Gestern war ich beim Gynäkologen, in dessen Wartezimmer mir ein wunderbar dämliches Plakat in die Augen sprang. Reißerisch fragte es mich: “Was ist die kranke Frau in Deutschland wert?” (Hervorhebung durch den Urheber des Plakats) – und die Antwort gab es gleich dazu: “15 Euro” und ein bißchen Kleingeld. Aha. Weil ich also zum Gynäkologen gehe, bin ich also per se krank? Nein, natürlich ist die Antwort nicht so einfach. Im Grunde müßte sie lauten: weil ich eine Frau bin, bin ich per se krank. Warum soll ich eigentlich alle 6, spätestens alle 12 Monate zur Krebsvorsorge? Na, weil mein nicht zu kontrollierender Frauenkörper eine Zeitbombe ist.

An der Tür prangte  dann ein Werbeplakat (Urheber: ein großer internationaler Pharmakonzern), welches mir sinngemäß mitteilte: “Frauen in den Wechseljahren haben Frust mit der Lust!”. Und klein darunter: “Das muß nicht sein, Ihr Arzt kann helfen”. Großartig, oder?

Besonders gefallen hat mir auch der Aufsteller, der für ein spasmolytisches, also krampflösendes Medikament warb, mit dem frau den unvermeidbaren Menstruationskrämpfen ein Schnippchen schlagen kann. Damit ist dann ein aktives Leben wieder möglich (logisch, als Frau friste ich mein Dasein normalerweise passiv in einer Ecke hockend…).

Zusammengefaßte Erkenntnis dieses Wartezimmers: ich bin eine Frau, also bin ich krank. Aber zum Glück gibt’s ja die Pharmaindustrie, die mich mit ihren Mittelchen wieder brauchbar macht. Brauchbar für Männer, brauchbar für die Anforderungen der Gesellschaft, brauchbar für praktisch alle – außer wahrscheinlich für mich selbst.

Was ich brauche, danach wurde in diesem Wartezimmer nicht gefragt.

Tatsächlich ist das ja auch eine der kompliziersten Fragen: was brauche ich wirklich? Noch so eine Kopfnuß: was will ich eigentlich?

Ähm. Ja.

Also, eigentlich wollte ich hier etwas über das freudige Menstruieren schreiben. Letzt hatte Sea in ihrem Blog etwas über ihre Lunette (eine Menstruationstasse) veröffentlicht und da dachte ich, ich schreibe mal etwas über Stoffbinden.

Zu den Stoffbinden bin ich gekommen, weil ich unter den typischen Menstruationsbeschwerden litt: Unterleibskrämpfe, Schmerzen (praktisch im ganzen Körper), Unpäßlichkeit und Co. – frau kennt das vermutlich. Bei meiner Internetrecherche stieß ich dann auf Frauen, die davon berichteten, daß all diese Symptome sich nach dem Weglassen von Wegwerfbinden und -tampons entweder gebessert oder aber komplett gegeben hätten. Ehrlich gesagt klang mir das schon fast zu gut und zu einfach. Wie konnte denn eine blütenweiße, duftige, frischeversiegelte Binde sowas Fieses wie Krämpfe auslösen?

Die Antwort auf diese Frage fand ich in dem sehr zu empfehlenden Buch über Menstruation von Dagmar Margotsdotter-Fricke: Terpene. Mit diesen werden die Wegwerfbinden bedampft, was zu kräftigeren Gebärmutterkontraktionen führt. Eine Gebärmutter, die stärker kontrahiert, tut zweierlei: sie schmerzt mehr und blutet länger und heftiger. Über ersteres dürfte sich die Pharma-, über zweiteres die “Hygieneartikel”industrie freuen. Ich finde diese Erkenntnis übrigens schier ungeheuerlich. Wir wollen zwar alle BioFleisch, aber unser eigenes Fleisch lassen wir vergiften – oder wie?

Wegwerftampons sind übrigens nicht besser, denn selbst bei den modernen Texturen verbleiben mikroskopisch kleine Tamponreste in der Scheide, welche Infektionen und Reizungen (da sind sie also wieder, die Krämpfe) auslösen können. Außerdem wird die empfindliche Vaginalschleimhaut beim Einführen in den meisten Fällen ebenso mikroskopisch fein verletzt. Klingt irgendwie nicht gut.

Darüberhinaus reizte mich jedoch auch der ÖkoAspekt der Stoffbinden. Rund ein Viertel bis ein Drittel des weltweit fabrizierten Mülls ist auf Wegwerfbinden und -tampons zurückzuführen. Was das für eine Energiebilanz ergibt, überlasse ich mal Deiner Phantasie. Stoffbinden jedoch lassen sich bei 60° C in der Waschmaschine waschen und da frau pro Menstruation weniger Stoffbinden als Wegwerfbinden braucht, passen diese locker in eine Handtuschwäsche hinein.

So, das alles klang ganz prima und darum bestellte ich mir erstmal drei Stoffbinden zum Probieren. Ein wenig skeptisch war ich schon, aber bereits die erste Blutung war deutlich weniger schmerzhaft und deutlich weniger lang als üblich. Statt fünf Tagen dauerte sie nur drei und ich brauchte statt 12 krampflösenden und 3 schmerzstillenden Tabletten nicht eine einzige. Zero.

Keine Frage also, daß ich mir gleich nochmal drei normale Binden und drei weitere in größerem Format für nachts bestellte – und meinen Mondtopf. Da es sich bei meinen Binden um Faltbinden handelt, die ich mir nach Belieben auf die für mich passende Größe origami’isieren kann, brauche ich derweil pro Menstruationstag lediglich zwei + eine für die Nacht. Die Stoffbinden braucht frau nicht bei jedem Toilettengang wechseln, und wenn es dann doch mal soweit ist, wird die blutige Binde einfach mit kaltem Wasser ausgespült und in den mit Wasser gefüllten Mondtopf gegeben, wo sie bis zur nächsten Handtuschwäche bei 60° C verbleibt. Der Mondtopf ist übrigens ein ganz wunderschönes, bauchiges Gefäß mit Deckel und Ausgießnase, das das Handeling denkbar einfach und bequem macht.

Inzwischen verwende ich seit fast einem Jahr ausschließlich Stoffbinden, deren Lebensdauer laut anderen Anwenderinnen zwischen 10 und 20 Jahren liegt (womit frau spielend die etwas höheren Anschaffungskosten reinholt). Krämpfe, Schmerzen, Unwohlsein sind für mich nur noch an wenigen Tagen ein Thema – und dann auch nicht so krass und verzweifelt wie zuvor. Eine Blasenentzündung habe ich früher fast alle drei Monate gehabt, seither aber kein einziges Mal. Meine Migränehäufigkeit ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Und abgesehen von den gesundheitlichen und ökologischen Vorteilen liebe ich meine Stoffbinden auch deswegen, weil sie einfach schmuseweich und bequem sind – kein lästiges Schwitzen, kein “Windelgefühl”.

Naja, und last not least kam ich erst durch die Stoffbinden so richtig mit meinem eigenen Blut in Kontakt. Meine Vorbehalte (“könnte stinken / eklig sein / …”) erwiesen sich alle als grundlos. Frau braucht lediglich einmal täglich das Wasser im Mondtopf auswechseln, dann ist nix zu riechen. Das blutige Wasser schenke ich übrigens meinen Gartenpflanzen, die es mir mit enormer Vitalität danken.

So, und welche sich noch ein bißchen mehr kundig machen möchte, der empfehle ich Kulmine. Und nein, ich krieg keine Prozente für Werbung, aber ich finde, Gutes darf sich ruhig verbreiten :)

Amala Krähenfeder, 17.06.2010, 19:33 | Abgelegt unter: Gynozentrisches | RSS 2.0 | TB | 23 Kommentare

:: Nationalstolz ::

Als wir heute unterwegs waren, lagen neben den ganzen toten Tieren, die von den besoffenen Wochenendrasern plattiert werden, allerlei Deutschlandfahnen in den Gräben. Häuser, Autos, Gärten, Bäume, Restaurants, Menschen schmücken sich mit der Flagge. Plötzlich und pünktlich zur WM ist bei uns Nationalstolz ausgebrochen. Was es bedeutet, daß kein noch so wichtiges, brandaktuelles und direkt ins Leben eingreifende Thema das schafft, sondern daß es sowas Popeliges wie Fußball dafür braucht, finde ich einfach traurig. Nein, ich habe nichts gegen Fußball, aber auch nichts dafür. Für das Geld, das für dieses Ereignis in Südafrika verpulvert wurde, hätten wir in vielen Ländern dieser Welt vermutlich achthundert Jahre lang Entwicklungsarbeit leisten können. Die PseudoSolidarität, derer wir uns als stolze Fußballnation jetzt rühmen, finde ich beschämend. Normalerweise höre ich die Leute anders von Deutschland reden. Es wird über die Politiker (die wir übrigens selbst gewählt haben, btw) gemeckert oder über das Wetter, über den Arbeitsmarkt, die Auslandspolitik, den nicht vorhandenen Atomausstieg und allerlei mehr. Aber jetzt werden wir ja mit Fußball unten gehalten (ach nee, unterhalten) und da ist alles andere egal. Jetzt sind wir stolze Deutsche.

Ich besitze nicht einen Funken Nationalstolz, weder zur WM noch sonstwann. Ich bin dankbar dafür, hier zu leben, aber das war nicht meine eigene Entscheidung. Ich wurde einfach hier geboren. Durch diesen Zufall komme ich in den Genuß, nicht genital verstümmelt worden zu sein, nicht an einer Mandelentzündung zu sterben, nicht seit meinem 5. Lebensjahr 12 Stunden täglich in einer Rüstungsmittelfirma oder in einer Näherei arbeiten zu müssen. Oder für meine Meinung erschossen zu werden. Ich bin absolut ahnungslos, was der “deutsche Geist” sein soll, was überhaupt “typisch deutsch” ist (angeblich).

Was ich hingegen sehr wohl und en masse besitze, ist Regionalstolz. Ich liebe das Land, in dem ich hier lebe. Ich fühle mich ihm und den Menschen verbunden. Ich bin nicht wahllos auf alles stolz, was es hier in Baden gibt, aber auf vieles. Ich bin dankbar dafür, hier leben zu dürfen.

Vielleicht würde ich Nationalstolz empfinden, wenn ich in mehr Teilen Deutschlands gelebt hätte. Vielleicht aber auch nicht, wo mein Herz doch seit Jahren so eine klare Sprache spricht. Vielleicht braucht es tatsächlich Fußball, um Nationalstolz wachzurufen. Vielleicht haben wir normalerweise Angst, stolz auf unser Land zu sein, weil wir fürchten, dann direkt wieder als Nazis zu gelten.

Amala Krähenfeder, 13.06.2010, 17:25 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 8 Kommentare
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