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Archiv: Montag, 31. Mai 2010

:: Schlaflied ::

Ich sitze zwischen Mohnblüten am Fuß eines Apfelbaums. Regen prasselt. Über mir im Geäst eine Amsel. Ich höre ihr lange Zeit zu und denke, sie muß heilsamen Schlaf bringen.

Es ist gleichgültig, wie Du Dich nennst, wispert sie. Hexe, Aktivistin, Schamanin, Menschenfrau, Hüterin der Erde. Es ist gleichgültig. Wichtig ist nur, daß Du etwas tust.

Auf dem Heimweg lasse ich mich vom Regen waschen.

Am Abend gibt es Tee.

Amala Krähenfeder, 31.05.2010, 22:11 | Abgelegt unter: SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Scrappy Bag ::

Aus vielen Reststreifen ist diese Kulturtasche entstanden:

(Vorderseite)

(Rückseite)

Beim Nähen habe ich festgestellt, daß ich fast nur Lieblingsstoffe im Schrank habe. Und mein Resteberg wird irgendwie nie wirklich kleiner *wirr guck*

Amala Krähenfeder, 31.05.2010, 14:41 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Die gute Nahrung ::

Am Wochenende war viel Zeit, auch für’s Kochen. Ich genieße es, Gemüse, Obst, Gewürze und andere Zutaten zu kombinieren und dann ein gutes, wärmendes Mahl zu erhalten. Am Tisch beisammensitzen, essen, trinken, sich unterhalten, manchmal hitzig diskutieren – das nährt Körper und Seele.

Ich habe am Wochenende zwei neue Brotaufstriche gemacht, einmal einen mit Kürbiskernen, Cranberries, Zitronensaft und Butter (s. Bild) und einen mit roten Linsen, Tomatenmark, Knobi, Kräutern und allerlei Gewürzen (der ist sogar vegan). Lecker!

Samstag hatten wir Besuch und es gab ein Blumenkohl-Curry mit roten Linsen und Mango, Cashewkernen, Minze und Joghurt, dazu Couscous. Und der Nachtisch….! Mh, ein Traum aus Mango-Bananen-Mousse, roter Grütze und Schokopudding. Ich glaube, je öfter wir Mythen- oder andere Themenabende machen, desto leckerer wird’s ;)

Den Abschluß bildete am Sonntag eine Linsensuppe, wie sie schon meine Mama zubereitet hat.

Und zwischen all diesen Leckereien frage ich mich, wie man auf die Idee kommen kann, genmanipulierte Nahrungsmittel seien unschädlich, unbedenklich und überhaupt der ganz große Gewinn für alle. Für wen eigentlich genau? Mutter Erde? Nein, wohl kaum, denn sie braucht uns Menschen mit unseren Perversionen nicht (aber wir brauchen sie). Für uns Menschen? Nein, kann ich mir nicht denken. Es gibt genug Nahrungsmittel auf der Welt, sie sind nur denkbar ungerecht verteilt. Und anstatt zu teilen (eine Sache, die ich meinem Sohn schon im Kindergartenalter mit auf den Weg gegeben habe), vernichten wir lieber tonnenweise Lebensmittel. Anstatt mit den vorhandenen Resourcen sinn-voll und klug zu haushalten (wieder etwas, das mein Kind bereits im Kindergartenalter lernt), gieren wir nach immer mehr und bringen so alles aus dem Gleichgewicht.

Wir wissen nicht, was genmanipulierte Nahrungsmittel mit uns machen. “Langzeitstudien” von der Dauer eines menschlichen Teenagerlebens stehen gegen Millionen und Abermillionen Jahre Evolution. Wir haben keine Ahnung, was GV-Organismen mit der Erde tun, mit den Tieren, die an ihnen knabbern, mit uns, die wir sie – oft unfreiwillig und ungekennzeichnet – zu uns nehmen.

Wie lange kann Bio noch Bio bleiben, wo GV-Pflanzen auf den Äckern nebenan wachsen? Uns wurde erzählt, diese Pflanzen würden nicht streuen, sich also nicht wild vermehren. Woher kommen dann Rapspflanzen in meinem Garten? Raps hab ich nicht angepflanzt. Raps wächst auf den Feldern draußen vorm Dorf. Uns wird erzählt, die Arten würden sich nicht mischen. Ist das so?

Ich wünsche mir, daß wir klar zu unterscheiden lernen zwischen Werbung und echten Argumenten, zwischen tatsächlichen und eingeredeten Notwendigkeiten.

Ich habe ein Kind. Ich kann mir keine Gutgläubigkeit mehr leisten.

Amala Krähenfeder, 31.05.2010, 14:38 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare
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