Archiv: März 2010
:: Moment mal ::
Inspiriert von Alexis grüble ich mal darüber nach, was ich in der nächsten Zeit noch alles an kreativen Dingen umsetzen möchte. Da wäre:
- meinen “Bärlauchquilt” piecen [wahrscheinlich behält der Quilt sogar diesen seinen Arbeitstitel, weil seine Farben mich so sehr an diese Bärenpflanze erinnern]
- ein paar Kissen nähen
- meinem Sohn das Schnürsenkelbinden beibringen
- den Nutzgarten anlegen (also, fairerweise muß ich sagen, das bedeutet: ich plane und mein Mann gräbt *g*)
- einen Gartenaltar bauen (Haigal und ich liebäugeln mit Natursteinen)
Mir fallen zwar noch rund acht Milliarden Sachen mehr ein, aber ich will’s ja nicht direkt übertreiben
Gestern habe ich übrigens eine – wie meine Familie und ich einstimmig finden – schöne Ostara-Geschichte geschrieben, die am Wochenende Premiere feiert.
Ja, und was das Lesen- und Schreibenlernen angeht, machen mein Sohn und ich auch riesige Fortschritte (ich behaupte immer, ich kann das schon
). Vermutlich kann er im September lesen – pünktlich zur Einschulung. Habe lange mit mir gehadert, ob ich das fördern soll, aber lieber so als daß er es sich selbst beibringt und sich dabei Fehler antrainiert. Ich würde verteufelt gern Homeschooling machen, aber wie viele Dinge, die Sinn machen, wird ja auch das in Deutschland kriminalisiert.
Ansonsten habe ich einen schönen Apfelbaumast, aus dem mir Haigal in den Rauhnächten Runen schleifen wird, und eine handvoll roter Tulpen geschenkt bekommen, heute die erste Biene gesichtet und gestern Nacht gab’s Vollmond und Frösche. Ah, das Leben ist schön!
:: Green-Tea-Quilt ::
Diesen sommerlich-frischen Quilt habe ich aus Stoffen der Serie “Chinese Take Out” von Sheri Berry maschinengenäht und -gequiltet. Er ist 60 x 80” groß (also ca. 150 x 200 cm). Rückseite aus Polarfleece.
:: Das Wort zum Sonntag ::
Bei der Durchsicht unseres Familienstammbuchs sind mir heute zwei Sachen aufgefallen. Erstens: mein Mann und ich feiern dieses Jahr die kupferne Hochzeit. Im September dürft Ihr uns also mit Glückwünschen und Blumen überschütten
Zweitens: bei allen amtlichen Dokumenten, von der Abstammungs- über die Hochzeits- bis zur Geburtsurkunde, wird der Mann an erster Stelle genannt (“Ehemann – Ehefrau” / “Vater – Mutter”). Soviel dann dazu, daß unsere Gesellschaft ja nicht androfixiert sei *hüstel* Ich habe dann mal ein Brainstorming gemacht, wie viele Menschen ich kenne, die voller Liebe, Respekt und Dankbarkeit von ihrem Vater sprechen und – auf der anderen Seite meiner virtuellen Liste – wie viele Menschen ich kenne, die ein problematisches bis traumatisches Verhältnis zu ihrem Vater haben. Ich will ja nicht behaupten, meine Liste sei repräsentativ, aber wäre sie es, gehörten die Männer / Väter / Ehemänner in amtlichen Urkunden eigentlich gar nicht erwähnt.
Übrigens glaube ich, daß es ebenso viele Menschen gibt, deren Verhältnis zu ihrer Mutter gestört ist – allerdings finde ich bei der Betrachtung der Beziehungen [Mutter - Kind] und [Vater - Kind] die Fragestellung “welchen Einfluß nimmt unsere patriarchale, androzentrierte Gesellschaft auf diese Beziehungen?” ziemlich wichtig. Christa Mulack (ich glaube, sie war’s) hat mal geschrieben, das Patriarchat zwingt Mutter und Kind oft in das Gefühl “wir beide gegen den Rest der Welt” hinein. Ich vermute, die auslösenden Faktoren und damit die Gründe für gestörte Beziehungen zu Mutter und Vater sind oftmals unterschiedlicher Natur. Der Vater als Macht-Haber in der patriarchalen Kleinfamilie, der sich durch die Bedürfnisse von Mutter und Kind gestört fühlt und in diese Liebesbeziehung eifersüchtig und durchaus sexuell fordernd eindringt – und auf der anderen Seite die Mutter, die durch dieses Verhalten entweder enger zu ihrem Kind hin- oder von ihrem Kind wegtendiert.
Wenn meine gesundheitliche Verfassung das zulassen würde, würde ich das noch weiter ausführen, aber ich glaube, der Gedankengang ist klar: die patriarchale-androzentrierte Gesellschaft mit ihrer Kleinfamilie ist Mist.
Wir brauchen ein anderes Konzept, damit die Beziehungen heilen können.
:: Blaues Wanderpaket ::
Wieder einmal war das blaue Wanderpaket bei mir zu Gast.
Ausgesucht habe ich mir die folgenden schönen Sachen:
- Kissenhülle von Angel-Isis
- Armband von Artemisia
- 1 Pandora-Perle von ISR-Glasdesign
- Seife “Meeresbrise” von Topaz
- 3 Stoffblüten und 2 Grußkarten von Lillibelle
- bestickte Hasenkarte von minerva
- Schmuckset von Orientoxident
- 3 Tüten Yoyos (genial – ich bin immer zu faul, mir welche zu machen!) und Wimpelkette von Otti
Vielen Dank euch allen! Und ich hoffe, ich bekomme noch heraus, von welcher die Hasenkarte und die Seife sind.
Auffüllen werde ich das Paket mit Kulinarischem und dieser großen Umhängetasche nach eigenem Schnitt:
:: Tilda & ich… ::
…haben beschlossen, uns zu trennen. Unsere Beziehung funktioniert nicht, wir haben uns irgendwie nix zu sagen. Die Scheidung läuft.
Wer möchte Tildas neue Partnerin werden? Kontaktanzeigen unter Chiffre TILDA an amala ät schlampengoettin.de
Oder anders gesagt: ich verkaufe oder tausche meine vier Tilda-Bücher, im Einzelnen:
- Tildas Haus
- Tildas Winterwelt
- Crafting Springtime Gifts (engl.)
- Crafting Christmas Gifts (engl.)
Alle Bücher sind absolut neuwertig, die Paperbacks haben nicht mal Knicke an den Buchrücken.
Würde am liebsten alle vier Bücher zusammen verkaufen / tauschen. Preisvorstellung hab ich keine – macht mir ein reelles Angebot. Wer tauschen mag, dem sag ich gern, was sich auf meiner Wunschliste befindet.
:: Lesen lernen ::
“H-e-u-s-c-h-n-u-p-f-e-n. Heeeeee-uuuuu-ssss — nee. Heeeeu-sch-n. Heeeeuuuuuschnuuuuuup—-feeeeeen. Heuschnupfen!”
Und wenn dein Kind dich dann anstrahlt, weil es so ein Riesenwort gelesen hat, dann ist die ganze Welt in Ordnung.
:: Ein bißchen Flickwerk ::
Diese AMC ist für den Monatstausch entstanden:
Da ja nun bald die Gartensaison beginnt (ich sag mal: bei uns in der Nachbarschaft wurde bereits das erste Mal gegrillt…), habe ich gedacht, ich müßte mal was nähen, um unsere Gartenbank aufzuhübschen. Diese beiden Kissen waren das Ergebnis:
Und dann habe ich mir neulich ein bißchen naturfarbenes, recht grobes Leinen gekauft, das heute seine Bestimmung fand:
Seitens meiner Familie kamen direkt ein paar Bestellungen für weitere Kissen und Platzsets herein – da hab ich nen Grund, nochmal zum Patchworkladen zu fahren
:: Ostara ::
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Equinox’. Nachmittags haben wir Eier ausgepustet und bemalt, selbstgemachten Vollkorn-Mohnstrietzel gefuttert und ein bißchen gequiltet. Abends haben wir Großen nochmal unter uns gefeiert. Es war sooo wundervoll.
Ich hoffe, Ihr hattet auch ein schönes Ostara.
:: Diorama ::
Nach drei Jahren haben Diorama endlich ein neues Album rausgebracht. Ich meine: drei Jahre…! Gestern beim Kochen wollte ich dann die Zeit allein nutzen, um reinzuhören. Ich kam ungefähr 20 Sekunden weit, dann öffnete sich die Tür und jemand sagte: “Mama….?”.
Das sind die Momente, in denen ich für einen Sekundenbruchteil über ein Kinder-Stasis-Feld nachdenke, um dann die Musik auszumachen und zu fragen: “Ja, Liebling?”.
Hält mich aber nicht davon ab, Torben Wendt ein ekstatisches
NIMM MICH! MACH MIR EIN KIND! ICH BIN DEIN!
entgegenzukreischen.
Soundtrack zum Tag: Ignite.
:: Bärlauch! ::
Endlich ist er da. An manchen Stellen spitzen nur die ersten zarten Triebe heraus, aber auf einer sonnenbeschienenen Waldlichtung sind wir fündig geworden. Ah! Dieses Aroma! Wenn mein Stoffwechsel könnte, würde er Hände bekommen und sich Blatt um Blatt einverleiben, von diesem blutreinigenden Wunderkraut mit der zarten Knoblauchnote.
Der Orkan letzt hat bei uns einige große Nadelbäume umgepustet und so konnten wir heute eine kapitale Mistel ernten. Sie paßte kaum auf den Rücksitz! Im Garten tummeln sich 100 KroKÜSSE, die Kräuter und Pflanzen sind beschnitten und nächste Woche oder so wird der Nutzgarten angelegt.
Heute Abend: vegetarische Gemüsesuppe mit Crostini + Bärlauchpesto.
Morgen: Stammtisch.
Sonntag: Equinoxfeier mit Mohn-Hefe-Zopf, Narzissen und Unmengen Eiern (die stammen von glücklichen Henderln und nicht von KZ-Hennen).
P.S:










