Archiv: Donnerstag, 10. Dezember 2009
:: RauhNächte nahen ::
…und so finde ich mich mitten in der Nacht Runen intonieren, locken, rufen, schreien, weinen… eine meiner Pflanzenverbündeten tagelang immer wieder blättchenweise kauen und erspüren…in Gesprächen mit Mutter Erde vertieft…
Und je weiter ich der Spirale nach innen folge, je mehr glitzerbunte Fäden des wunderschönen Gewebes ich entdecke, begreife, webe, desto mehr Fragen kommen auf, desto mehr Emotionen werden wachgerüttelt.
“Beten reicht nicht”, sagte der Dalai Lama, und auch wenn ich mit dem Buddhismus nichts anfangen kann, damit kann ich was anfangen. Ich habe keine Lust mehr, mir “stille Nacht, heilige Nacht” in die Tasche zu lügen. Habe keine Lust mehr, mir die Lage auf dem Weihnachtsmarkt mit Glühwein schönzusaufen oder an “Heiligabend” (der für mich die Mutternacht ist und bleibt!) mit einem Massenmord an meinen Mitgeschöpfen schönzufressen. Die Konsumneurose in der Welt da draußen macht mich krank. Festlichkeit und Harmonie werden uns von allen Medien eingehämmert, während die Menschen nicht mal Zeit haben, der gestreßten Verkäuferin zu danken und ein Lächeln zu schenken. Abends sitzen wir dann wie die Scheintoten vor den Fernsehern, schauen triefige Filme, die uns den “Geist der Weihnacht” näherbringen wollen, den wir längst verloren haben, und schwelgen in künstlicher Glückseligkeit. Am nächsten Tag wird dann wieder gehetzt, geschrien, gehupt, gedrängelt, abgezockt – Hauptsache, zu den Feiertagen ist alles ‘nice and neat’, geputzt und aufgeräumt, und der Mangel an Liebe kann mit genug Geschenken kompensiert werden.
Nicht zu vergessen der Kirchenbesuch zu Weihnachten, wo männliche Priester in Frauenkleidern, bestickt mit der Farbe des Menstruationsblutes, über einen Gott predigen, der Mord legitimierte und in dessen Namen ungezählte Menschen ihr Leben ließen und lassen werden. Von den Sünden, die ihr Gott erst in diese Welt brachte, wollen sie uns befreien – diese Scheinheiligen! -, während Heime für die Kinder von Priestern unterhalten werden. Vom Leben nach dem Tod predigen sie. Verständlicherweise, denn vom Leben im Leben haben sie nicht die blasseste Ahnung. In ihren toten Zeremonien, in ihren heruntergeleierten Sprüchen und salbungsvollen Reden liegt für mich kein Fünkchen Wahrheit. Vom Leben wissen sie nichts. Sie reden von der Verderbtheit der Frau und haben wohl vergessen, wer ihnen das Leben geschenkt hat. Gott soll etwas erschaffen, Leben geschenkt haben? Wie denn das – so ganz ohne Gebärmutter?
Beten reicht nicht. Aber bevor wir etwas ändern, bevor wir handeln können, müssen wir endlich unsere Augen öffnen. Kein Gott, kein Politiker und kein Fernsehsender wird das für uns tun.
Es wird Zeit.
:: Vorweihnachtliches Getausche ::
Bereits vor einigen Tagen habe ich diesen kuscheligen Schlauchschal und den niedlichen Perlenengel von Nesaja im Tausch gegen ein paar Leckereien bekommen:

Auf dem Bild kommt seine Form leider gar nicht rüber: ich kann ihn als Schal um den Hals tragen oder mir über Kopf und Ohren ziehen, wenn der Wind zu arg pfeift. Vielen Dank, Jasmin! Mit Dir tausche ich immer wieder gern.
Und dann ist heute das rote Wanderpaket eingetrudelt. Folge Sachen habe ich mir ausgesucht:

- Wellenschal von Miri (das wird ein Weihnachtsgeschenk)
- Crème de la Crème- und Sweetheart-Seife von Nähkitty
- Lippenpflegestift Kirsche ebenfalls von Nähkitty
Vielen Dank, Ihr zwei
Auffüllen werde ich das Wanderpaket mit gepatchten Glasuntersetzern, Früchtetee und Gewürzen.
