Archiv: November 2009

:: Advent, Advent… ::

Mein erstes Adventswochenende war…durchwachsen. Immer noch Nebenhöhlen-Erkältungsterror (und dafür bin ich hier noch nicht mal angemessen bedauert worden *flunsch*), viel Haushalt, Grundsatzdiskussionen mit dem Filius, ein bißchen weihnachtliches Dekorieren – in Maßen, nicht in Massen -, ein Schwäneumzug und heute Abend auch endlich mal was richtig Schönes, nämlich eine Aufführung für Kinder (“Die kleine Hexe”) im Speyerer Museum. Mal sehen, vielleicht rollere ich die Woche mal über den Weihnachtsmarkt dort, mir ist so nach gebrannten Mandeln (und zwar andere als die in meinem Hals).

Durch die Erkältung habe ich die letzten vier Tage gar nix genäht, was mich in üblen Verzug gebracht hat, denn ich habe noch die Geschenke für drei Wichtelaktionen zu fertigen. Und irgendwas kaufen mag ich nicht. Den Adventskalender für Linus haben wir schon lang zusammen und heute Abend habe ich meinen Teil für den Erwachsenen-Adventskalender (klingt wie irgendwas Säuisches aus nem Versandhaus, das in neutraler Verpackung nach Hause geliefert wird, oder?) an meinen höchstselbst und eigens für diesen Zweck gepatchten Quilt drangekordelt. Stimmt, von dem hab ich noch gar kein Bild hergezeigt. Kommt die Tage.

Weihnachtsgeschenke bekommen dieses Jahr nur gaaaaaanz wenige Leute und einen Teil davon muß ich auch noch nähen. In der Nachtschicht, vermutlich. Während meiner Planung bin ich ins Grübeln gekommen und zwar zum Thema “(Weihnachts)geschenke und Bedürfnisbefriedigung”.

Ich sehe das so: wenn ich haargenau XY haben will, dann latsche ich los und kaufe es mir. Oder ich wünsche mir von mehreren Leuten Geld, falls es was Teures ist, und kaufe es mir dann. Mit (Weihnachts)Geschenken muß niemand meine Bedürfnisse befriedigen, weder innerhalb der Familie oder des Freundeskreises noch bei Wichtelaktionen. Ich finde es aber dennoch schön, wenn ich bei Geschenken spüre, daß derjenige, der mich beschenkt, es gern gibt und beim Aussuchen an mich gedacht hat.

Ja, und dann bin ich irgendwie traurig geworden. Ich habe in den letzten Jahren zu Weihnachten und zum Geburstag oder auch so zwischendurch einfach eine Menge Zeug geschenkt bekommen, bei dem ich mich fragte, ob das wirklich für mich sein kann. Zwei Sachen wurden mir sogar geschenkt, weil derjenige, der sie gab, sie eh noch auf dem Dachboden rumfliegen hatte. Und vielleicht bin ich ja zimperlich oder habe völlig überzogene Erwartungen, aber das enttäuscht mich schon. Ich habe sicherlich auch schon Geschenke gemacht, mit denen ich danebenlag, gar keine Frage. Aber gehört es nicht zum Schenken dazu, daß ich auf die Vorlieben und Abneigungen desjenigen achte, den ich beschenke? Was zum Geier will ich denn mit laktosehaltigen Keksen, Fimoknöpfen und dem ganzen anderen Geschepper, das ich hier unter “Abneigungen” vermerkt habe und das ich auch bei den Leuten, die nie in mein Blog reingucken, genauso präzise kommuniziere? *hmpf*

Enttäuscht bin ich auch davon, daß die Gegenseitigkeit offensichtlich immer mehr auf der Strecke bleibt. Ich gebe keine Geschenke, um möglichst viel zurückzubekommen – und das meine ich auch nicht. Aber ich finde es verletzend, wenn meine Geschenke (auch in Form von Energie / Zeit / Zuhören / Rat geben etc.) gern angenommen werden und dann selbst zu absolut präganten Momenten wie etwa unserem Einstand im neuen Haus, dem Tod unserer beiden Miezen und Co. nicht mal ne Postkarte drin ist.

Bin ich wegen dieser Gedanken nun raffgierig und undankbar?!

Amala Krähenfeder, 29.11.2009, 21:58 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 7 Kommentare

:: MomentAufnahme ::

Am späten Nachmittag waren wir heute bei unserer Mühle, Getreide kaufen. Auf dem Rückweg – es läuft gerade Eulogy von Tool – fängt Linus an, aus voller Kehle zu singen: “Gottes Liebe ist so wunderbar, Goooottes Liiiiiiebe ist soooo wu-hun-der-ba-ha-har groooooooß!”. Passenderweise singt Mr. Keenan grad “Get off your fucking cross, we need the fucking space to nail the next fool martyre”. Schön.

Ich bin ja neugierig und so will ich von Linus wissen: “Wer is’n eigentlich Gott?” – “Der wohnt im Himmel.” Ah ja, das hätte ich noch selbst wissen können. Ich bohre also weiter: “Und was macht der so?” – “Der guckt auf uns runter.” – “Sieht der uns denn auch im Auto?” – “Klar, der hat doch ne Lampe: die Sonne”. Ich glaube, daß es jetzt an der Zeit ist, theologisch spitzfindig zu werden, und frage: “Aber was macht der denn dann nachts?”

Die verblüffende Antwort: “Na, da benutzt er ne Taschenlampe!”.

Willkommen in der schönen Welt des katholischen Kindergartens :twisted:

Amala Krähenfeder, 27.11.2009, 18:20 | Abgelegt unter: Family | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: Kriegsfilm ::

Da ich gerade mal wieder die Rüsselpest habe (ja, natürlich will ich bedauert werden!), habe ich viel Zeit für Sachen, zu denen ich sonst nicht komme. Zum Beispiel lesen. Oder DVDs gucken. Eben alles, was frau auf ihrem Kuschelsessel so tun kann, wenn sie keine Lust hat, an der Nähmaschine zu sitzen.

Gestern Abend habe ich mir dann mal ein bißchen “Bildung” angetan und nach all den Jahren, in denen ich mich verweigert habe, “Der Soldat James Ryan” geguckt. Der Film ließ mich in seltsam nörgeliger Stimmung zurück, die nur begrenzt etwas mit vereiterten Nebenhöhlen zu tun hat. Ich weiß schon, daß ich mit meiner Meinung zu Kriegshelden so manchem Mitmenschen auf den Schlips trete. Und trotzdem finde ich es schizophren, erst in den Krieg zu ziehen und dann völlig überrascht zu tun, wenn Leute umkommen. Ich meine – niemand kann doch ernstlich denken, das Zusammenbauen, Reinigen und Bedienen von Waffen diene in der “Ausbildung an der Waffe” nur dem Zeitvertreib. Nur ums mal gemacht zu haben. Weil schon alle Klos geputzt waren. Oder so. Und daß wir das Ganze heute als Wehr- und nicht mehr als Kriegsdienst bezeichnen, ist meiner Ansicht nach nichts als Augenwischerei.

Ich frage mich, ob ich mich sicherer fühle, weil Deutschland über moderne Waffensysteme und über Menschen verfügt, die diese bedienen können. Habe ich den Eindruck, daß mir das Stabilität und Freiheit schenkt? Nein, eigentlich nicht. Der Gedanke daran hinterläßt bei mir im Gegenteil ein Gefühl von Unsicherheit und Angst. Wer eine Waffe besitzt, könnte dazu verführt werden, sie zu benutzen – aus welchem Grund auch immer. Es geht mir nicht darum, Küchenmesser abschaffen zu wollen, weil man damit ja potentiell auch jemanden verletzen oder sogar töten könnte. Der eigentliche Zweck von Küchenmessern ist die Zubereitung von Speisen. Der eigentliche Zweck von Waffen ist das Töten.

Amala Krähenfeder, 27.11.2009, 14:32 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Utensilo-Häusle ::

In den letzten Tagen habe ich nicht viel genäht, aber immerhin diese drei Utensilo-Häuschen sind entstanden:

haeusle

Amala Krähenfeder, 19.11.2009, 12:26 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Fäustlinge ::

topaz

Topaz hat diese wunderschönen und superwarmen Fäustlinge für mich gestrickt. Als Dreingaben hat sie mir die umwerfende Mutter-Erde-Karte und ein kleines Stricksäckchen geschickt. Vielen Dank dafür :) Als Gegentausch habe ich ihr ein Päckel mit unterschiedlichen Gewürzen und Tees gemacht.

Amala Krähenfeder, 17.11.2009, 17:41 | Abgelegt unter: Tauschgeschäfte | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: Gruppen || Frauen stärken ::

Ich stelle mir die Frage, wo und vor allem wie ich heute wäre, wenn ich auch nur ein einziges Mal woanders abgezweigt wäre. Ich hab mir die Chance darauf, Teil einer Gruppe zu sein, immer selbst verbaut. Neulich saß ich so da und ein Teil in mir jammerte darüber. Nämlich der Teil, der immer noch auf die Bestätigung und die Anerkennung anderer hofft und beides zu brauchen meint. Ein anderer Teil, den ich mehr als die authentische, eigentliche Amala empfinde, hat direkt mit krähisch-spitzer Zunge die Situation zerlegt und mir deutlich vorgehalten, daß ich in ungefähr 99,99 % aller Fälle ganz bewußt die Entscheidung gegen die Gruppenzugehörigkeit getroffen habe. Manchmal durch Absagen von Verabredungen, manchmal durchaus auch indem ich andere Menschen “rümpierte”, ihnen auf die Zehen trat und mich einfach weigerte, sie toll zu finden, auch wenn andere (die der Gruppe bereits angehörten) sie über den Klee lobten. Dann kam die Frage nach dem Warum. Warum funktioniert das mit mir und der Gruppe einfach nicht? Die verblüffend simple Antwort: Öl und Wasser mischen sich ja auch nicht. Und einen amalakompatiblen Gruppen-Emulgator gibt’s offenbar nicht.

Zu der Gruppensache habe ich aber noch andere Gedanken. Ich wünsche mir durchaus, Teil einer Gruppe zu sein. Ich träume von einer Gemeinschaft von Menschen, die sich alle auf Augenhöhe begegnen, die einander ehren und achten als die, die sie sind. Jede Art von Hierarchie ist mir zuwider und ich krieg “Plaque” bei Bezeichnungen wie Meister/in, Hohepriester/in, Führer/in und so. In Amaladeutsch heißen diese Leute schlicht “die Vorturner” und ich empfinde diese Bezeichnung passenderweise als ironisch. Ich finde es zutiefst erschütternd, in welche Hierarchien sich Menschen verirren, die eigentlich nur auf der Suche nach sich selbst oder nach dem Göttlichen sind. Die Seelenfänger sind nicht nur Christen, sondern auch Heiden. Vielleicht ist es in diesem Bereich besonders einfach, sich den Anstrich von Wissen und Weisheit zu verpassen und damit weniger beleckte Leute zu beeindrucken. Wenn man dann hinter die Fasenden guckt…tja nu. Ich frag mich immer, wie sich jemand zu Meister/in, Hohepriester/in und Co. aufschwingen kann, der seinem eigenen Ego dermaßen erliegt. Der seine eigenen Schatten nicht bearbeitet bekommt. Der offensichtlich abhängig davon ist, daß andere ihn toll finden.

Ich habe bei Starhawk eine Idee entdeckt, die mich berührt. Göttinnendienst heißt Dienen. Damit kann ich total viel anfangen. Es ist so einfach, sich verehren und anhimmeln zu lassen. Und es ist so schwierig, anderen zu dienen, ohne dafür Anerkennung einheimsen, ohne dafür gelobt werden zu wollen. Das zu tun, was getan werden muß, erfordert manchmal die meiste Kraft und innere Stärke.

Mich bringt das unweigerlich zu der Frage, wie wir Frauen stärken können. Vielleicht hab ich grad mal wieder meine Feministinnenbrille auf der Nase, aber mir scheint es doch so, als beträfe das Thema Dienen vor allem Frauen. Frauen dienen ihren Männern, ihren Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen, ihren Vorgesetzten und allen möglichen krausen Forderungen, die die Gesellschaft an sie stellt [wer zum Geier soll "die Gesellschaft" eigentlich sein!?]. Warum neigen wir Frauen bloß dazu, uns so sehr vom “du mußt” regieren zu lassen? Wenn ich mich in meinem direkten Umfeld umgucke, sehe ich Frauen, die sich zwischen drei Vollzeitjobs aufreiben und dafür nicht mal ein Danke zu hören bekommen. Ich sehe Frauen, die mit Männern zusammenleben, die sich einen Dreck darum scheren, was in ihnen vorgeht, welches kreative oder spirituelle Potential sie haben und was ihre Bedürfnisse sind. Ich sehe Frauen, die sich soweit von sich selbst entfernt haben, daß sie sich Vaginalliftings machen lassen, um auch mit 50 noch jungfräulich-unberührt auszusehen. Ich sehe Frauen, die ihre eigene innere Stimme solange durch Kompromisse und den verzweifelten Bemühungen, gesellschaftlichen Forderungen zu entsprechen, übertönt haben, bis sie aufgehört haben, sie wahrzunehmen.

Ja, und dann wünsche ich mir, daß mehr Frauen aufwachen und ausbrechen. Daß sich genau diese Frauen zu starken Gemeinschaften verbinden, in der jede von ihnen eine Stimme hat, die gehört wird, in der jede von ihnen geachtet wird für das, was sie im Innersten ausmacht. Ich wünsche mir, daß wir einander im Bewußtsein um die Göttin in jeder von uns dienen.

Zu dieser Gruppe würde ich sehr gern gehören. Ich bin sicher, dann würde sich Wasser mit Öl vermischen.

Amala Krähenfeder, 16.11.2009, 18:07 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Gingerbread-And-Roses-Quilt ::

gnr1

gnr2

Gestern Abend fertig geworden. Ungefähr 1,50 x 2,10 m. Rückseite aus Kuschelfleece. Maschinengequiltet nähfüßchenbreit neben der Naht.

Heißgeliebt.

Amala Krähenfeder, 14.11.2009, 23:09 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: Armut und Knödel ::

Heute Nachmittag waren mein Ehe-Weazel, unser Filius und ich einkaufen. Normalerweise tu ich mir das ja nicht an, denn erstens hasse ich es, so lange im Rollstuhl eingepfercht zu sein, und zweitens empfinde ich diesen Konsum-Overload unseres mördergroßen Einkaufszentrums als Angriff auf mein Hirn. Aber heute wollte ich trotzdem mit, denn wir hatten eine wichtige Mission: eine gemeinnützige Stiftung hatte im Kindergarten Broschüren ausgelegt, die eine Aktion betreffen, bei der man einen Karton mit Lebensmitteln und Spielsachen für ein Kind in Osteuropa packt. Zu Weihnachten. Ja, ich weiß, daß wir solche Kisten auch für Kinder direkt hier in der Nachbarschaft packen könnten. Aber irgendwie ist Kind gleich Kind und immerhin haben unsere Kinder hierzulande wenigstens mal ne medizinische Grundversorgung *seufz* Also schön, wir haben hoffentlich schöne, leckere und nützliche Sachen gekauft.

Am Abendbrottisch kommt Linus dann auf das Thema Armut zurück. Seine verblüffend einfache Lösung dieses Problems: “Wenn ich groß bin, dann reise ich dahin und hole das Kind, für das unser Paket ist, einfach hierher zu uns. Dann kann es mit uns essen und bei uns wohnen”. Ich muß schmunzeln, gebe aber zu Bedenken: “Und was ist mit den anderen armen Kindern? Und den armen Erwachsenen?”. Er denkt nach und will dann wissen: “Warum sind die eigentlich so arm?”. Mir liegt auf der Zunge ‘weil wir so reich sind’, aber ich will einen Fünfjährigen ja nicht mit radikalen Gedanken infiltrieren. Also sage ich: “Ja…hm….weißt du, eigentlich haben wir genug auf der Welt. Genug zu essen und so. Aber es gibt ein paar wenige Leute, die raffen alles an sich und wollen nicht teilen. Das ist so, als wenn ich einen großen Topf Knödel koche und jedem von euch dann nur einen halben abgebe und dann die restlichen 16 Knödel selbst esse”. Ich kann in seinem Gesicht lesen, daß so viel Ungerechtigkeit ja kaum zu fassen ist. Und ich denke an den Garten unserer Nachbarn. Sie beackern nur ein paar Quadratmeter, aber im Sommer haben sie uns trotzdem massenweise Gemüse geschenkt. Ja, es ist genug da, aber es ist falsch verteilt. Am Ende versuche ich, Linus von Hilfe zur Selbsthilfe zu erzählen und davon, daß es Menschen gibt, die sich für andere einsetzen und denen andere politische Systeme vorschweben als die bestehenden. Ich weiß nicht, ob er das schon versteht, aber ich habe begriffen, daß ich hier die Chance habe, nicht noch so einen raffgierigen, kapitalgläubigen, egozentrischen, patriarchösen Mann heranzuziehen…

Ich hoffe, es gelingt.

Mich macht diese Ungerechtigkeit immer sprachlos und wütend.

Amala Krähenfeder, 05.11.2009, 20:56 | Abgelegt unter: Family,Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Stöckchen ::

Ashandra hat mir ein Stöckchen zugeworfen :) Here we go:

Sechs Namen, auf die Du hörst:

  1. Amala
  2. Frau Krähenfeder
  3. Mama
  4. Spätzchen

Hm, sind nur vier.

Drei Dinge, die Du gerade trägst:

  1. buntes Seidenhalstuch
  2. schwarze Hose
  3. graue Lieblingsstrümpfe, von Milena Bettmümpfeli gestrickt

Drei Dinge, die Du Dir wünschst:

  1. Gesundheit
  2. einen Wannenlift
  3. ein Auto!

Drei Dinge, die Du gestern, gestern Nacht und heute getan hast:

  1. genäht
  2. geschrieben
  3. gekocht

Zwei Dinge, die Du heute gegessen hast:

  1. laktose- und backtriebmittelfreie Schokowaffeln aus meiner Lieblingsmühle
  2. Knödel mit Pilzrahm und Chicorée

Zwei Leute, mit denen Du zuletzt telephoniert hast:

  1. mein Mann
  2. äääääääääääääh…..das ist lange her. Ich hasse telephonieren :(

Zwei Dinge, die Du morgen tun wirst:

  1. nähen
  2. schreiben

Ich bin wohl nicht so einfallsreich….

Drei Lieblingsgetränke:

  1. Darjeeling mit Kandis und Sahne
  2. unser Leitungswasser
  3. Jasmintee zum Essen

Wer mag, kann sich das Stöckchen schnappen :)

Amala Krähenfeder, 05.11.2009, 20:42 | Abgelegt unter: Blogkram | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare

:: Samhain-Nachlese ::

samhain2

Gerade habe ich meine Blogrunde hinter mir. Ich find’s toll, zu lesen, was Ihr alle an Samhain gemacht habt – und was für gruselige Kürbisfratzen Ihr geschnitzt habt. Unser Ahnenfest war sehr ruhig und festlich – genau so, wie ich es mir gewünscht hatte. Wir hatten ein mondänes Mahl, haben den Ahnen Speisen vor die Tür gestellt, einen Kürbis geschnitzt und bei Kerzenschein ein orakeliges Familienritual gefeiert.

Gestern war ich mit meinem Mann ein bißchen unterwegs, Richtung Heidelberg – Neckargemünd – Aglasterhausen. Der erste November war trübe, diesig und ungemütlich, also im Grunde perfekt, um sich abends vor dem warmen Kachelofen einzuschnurgeln.

Zur Zeit steht meine Welt ein bißchen still. Viel Energie fließt in kreative Projekte und manchmal fühlt es sich an, als würde ich vor einem Korb mit lauter Wollresten sitzen, die ich entwirren möchte und muß. Nur allmählich bekomme ich den Überblick und habe auch nicht wirklich Lust, mich um Kontrolle zu bemühen. Lieber lasse ich es fließen, lasse es geschehen. Wyrd schon.

Außerdem stelle ich mir gerade mal wieder die Frage nach Freundschaft. Offenbar bin ich ein Mensch, der die Distanz durchaus zu schätzen weiß. Nicht weil ich nicht bereit wäre, verbindlich zu sein und mich zu kümmern, sondern weil sie mir Zeit und einen freien Kopf schenkt. Ich glaube, ich habe mich zu oft in den Problemen anderer verloren, habe mich einwickeln und fesseln lassen. Für Freunde bin ich dazu bereit, aber nicht für lose Bekanntschaften. Als mir das klar wurde, habe ich mich arschlochmäßig gefühlt, aber so langsam begreife ich, daß das eine Form von Selbstliebe ist, die ich damit praktiziere. Ja, und wenn mir der Wunsch nach der einen engen Freundin nicht erfüllt wird, dann bleibt es eben dabei, daß ich nur Stippvisiten im Leben anderer mache und ganz bei mir bleibe.

Amala Krähenfeder, 02.11.2009, 13:29 | Abgelegt unter: SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare
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