Archiv: Sonntag, 23. August 2009

:: Essen! ::

Eigentlich schreibe ich ja nicht mehr so viel zum Thema Essen, seit ich das mit der Laktoseintoleranz im Griff habe (und seit ich meinen Sermon in puncto Ernährung hier und da abgegeben habe *hüstel*), aber heute muß ich doch mal.

  • Hofladen eines regionalen Bauern: Äpfel der Sorte “Lori” (ohne Schnabel!), laut Schild extragut zum Backen geeignet. Am Abend wurde daraus die Mutter aller Apfelkuchen mit Vollkornmürbteig, Maronenpürree, Zimt und einem Rahmguß. Anbetungswürdig!!!
  • schneller und halbwegs gesunder Snack für laktoseintolerante Menschen: Packung Mie-Nudeln dritteln. Einen Teil mit 400 ml kochendem Wasser übergießen. 2 TL Brühe und 1/2 TL Curry sowie wenige Ringe Frühlingszwiebel einrühren und quellen lassen. Vergiß Tütensuppen.
  • vegetarische Carbonara-Variante: 1 Packung Soja-Wiener kleinschneiden. Zwiebel + Knobi hacken, in wenig Öl anschwitzen, dann mit Sahne angießen. Erbsen nach Belieben und Sojawienerstückel beifügen. Mit Brühe und weißem Pfeffer abschmecken, evtl. mit Kartoffelstärke (mit Wasser anrühren) andicken. Krause Petersilie hacken und unterheben. Mit Pasta servieren.
  • Gurkensalatdressig à la Krähenfeder: laktosefreien Joghurt mit 2 TL Dillspitzen. 1 TL getrocknetem Knobi, 1 TL Thymian und 1 TL Kräutersalz vermischen. Hat was von Tzaziki. Mit Minze wird’s eher persisch.
  • Rote-Linsen-Gemüse: rote Linsen mit Wasser in einem weiten Topf kochen, bis sie nach ca. 12 Minuten weich sind. Brühe und Ras-El-Harnout mitkochen. Schmeckt zu Couscous.
  • Beifuß steht jetzt in Blüte und ist superaromatisch. Habe heute eine ganze Schüssel davon gepflückt.
  • schneller Kürbisauflauf: 1 Hoccaido (wenn man will geschält) entkernen und in feine Scheiben schneiden. Kartoffeln schälen und auch in Scheiben schneiden. Gemüse in einer großen Form mischen. Mit gehackten Walnüssen bestreuen. Mit einem Dressing aus Sahne, viel frischem Knoblauch, gekörnter Gemüsebrühe, weißem Pfeffer und Kräutern beträufeln. Käse drauf und bei 200° C 40 min. überbacken. Die Kürbissaison hat übrigens grad begonnen.
  • dieses Jahr grassiert leider ein Pilz, der einige Gemüse- und Obstsorten angreift wie etwa Wein, Tomaten, Kartoffeln und Aprikosen. Bin mal auf die Preise im Herbst gespannt…
  • guter Tip für backtriebmittelintolerante Menschen: wenn man einen Teil des im Kuchen verwendeten Eiklars zu Schnee schlägt (auch bei schweren Teigen mit Vollkornmehl jedoch nicht mehr als 3 Eiweiße!) und nach dem Anrühren unterhebt, kann man das Backtriebmittel weglassen. Wird trotzdem fluffig.
  • Frischkäsevariationen in laktosefrei gibt es nicht viele. Hier ein paar Ideen (Basis jeweils Naturfrischkäse): mit Pesto. Mit zerdrücktem Knoblauch und Kräutersalz. Mit frischen Kräutern und Steinsalz. Mit Ajvar / Paprikapaste. Mit gemahlenen Nüssen und einer feingehackten roten Zwiebel. Mit Walnüssen und blauen Trauben. Mit Tomatenpürree (don’t use Tomatenmark!).
  • Sojaschnitzel-Hawaii ist der Burner! Kann man sogar gestandenen Fleischessern unterjubeln.
  • traue nicht jeder Milch, die sich “laktosefrei” schimpft. In manchen ist noch genug Laktose drin für eine interessante Körperreaktion.
  • gegen die Tomatenschwemme aus dem eigenen Garten: 1 kg Tomaten kleinschneiden (bitte kein haute-cuisine-Murks! Kerne und Haut werden mitgegessen!) und zusammen mit einer gehackten Zwiebel und reichlich Knobi in einer weiten Pfanne schmurgeln lassen. Mit gekörnter Brühe und weißem Pfeffer würzen und dann jede Menge Kräuter nach Belieben unterrühren (aber nicht mitkochen). Mit Pasta servieren.

Ich weiß zwar nicht wieso, aber irgendwie mußte das heute mal raus *kicher*

Außerdem habe ich eine Frage an Euch, meine lieben Leser. Was wächst in Eurer Region?

Ich fange mal an: Nordbaden vermeldet Äpfel, Wein, Pfirsiche / Aprikosen, Kirschen, Quitten, Birnen, Getreide aller Art (sogar alte Sorten wie Einkorn und Emmer), Mais, Tabak, Walnüsse, Kartoffeln, viele Sorten Salat, Kürbisse, Zucchini, Zwiebeln (mehrere Sorten), Gurken, Tomaten, Karotten und andere Wurzelgemüse (Beeten, Radis, …) und im Frühling natürlich Spargel und Erdbeeren – dafür sind wir hier ja bekannt. Andere Obst- und Gemüsesorten habe ich bisher nur vereinzelt finden können, gibt’s aber auch.

Amala Krähenfeder, 23.08.2009, 23:16 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | 8 Kommentare
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