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Archiv: Freitag, 5. Juni 2009

:: Amala rettet die Welt ::

Nachdem ich diesen Film hier gesehen habe, unterbreite ich ein neun-Punkte-Programm zur Rettung der Erde:

  1. Die Förderung von Öl, Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen wird sofort gestoppt. Atomenergie wird abgeschafft. Alles, was auf Energien angewiesen ist, die Raubbau an der Erde und Gefahr für das globale Gleichgewicht darstellen, wird abgeschaltet und verantwortlich entsorgt – wo immer möglich, unter minimalstem Energieaufwand recyclet. Ja, auch dein Auto!
  2. Wenn die Menschen nicht mehr soviel in der Welt rumgondeln, werden die regionalen Märkte und die persönlichen Beziehungen gestärkt. Subsistenz ist das Zauberwort oder anders gesagt rücken wir folgende Fragestellungen in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns: was braucht es zum Leben? Was braucht das Leben?
  3. Durch die Stärkung der Region zerbröselt die Illusion des weltweiten Marktes. Importwaren werden unnötig und damit auch die Notwendigkeit, Waren über den ganzen Globus zu verschiffen oder zu fliegen. (Aber Flugzeuge, Eisenbahnen und Schiffe hab ich ja eh schon abgeschafft)
  4. Da jede Region nur über beschränkte Kapazitäten verfügt (Erde, Wasser, Arbeitskräfte, …), um Lebensmittel für die Einwohner herzustellen, wird der Fleischkonsum weitgehend abgeschafft. Für jeden Bürger gibt es fortan nur ein Stück Fleisch zum Geburtstag und zu Weihnachten, denn die Produktion von Fleisch vergeudet nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern ist überdies ein Akt der Grausamkeit gegenüber unseren Mitgeschöpfen.
  5. Da aus Punkt 4 das längst überfällige Mitgefühl gegenüber unseren tierischen Mitgeschöpfen resultiert, wird es fortan keinerlei Tierversuche, Pelzfarmen, Überfischungen, KZ-ähnliche Massentierhaltungen und dergleichen geben. Um Buße für unser bisheriges Verhalten zu tun, werden wir uns mit Engagement den Tieren widmen, die wir in unserer Gier nach Fleisch, Leder, Pelz, Eiern und Versuchskörpern geschaffen haben. Anders gesagt: jeder ist dazu verpflichtet, jeden Tag zwei Stunden Gassi zu gehen, Ohren zu kraulen und Fell zu lausen.
  6. Um unserer Gier nach Fleisch entgegenzukommen, schlage ich vor, daß wir fortan einfach die Menschen schlachten und essen, die andere Lebewesen mißhandeln, mißbrauchen, quälen, foltern, erniedrigen oder ihnen auf jedwede sonstige Art Schaden zufügen. Damit lösen wir direkt das Serienkiller- und Kriegstreiberproblem incl. aller Armeen: drückt ihnen einfach allen eine Knarre in die Hand, setzt sie auf einer einsamen Insel aus und laßt sie sich gegenseitig erledigen.
  7. Wir verabschieden uns von der Illusion von Herr-schaft und Staaten und kehren zu den Clans zurück. Kleinste Zelle ist der familiäre Clan, dem folgen der Dorfclan und zuletzt der regionale Clan. Alle Menschen werden in den Clan-Things angehört, unabhängig ihres Geschlechts, ihres Alters etc. Alle werden an der Findung von Entscheidungen beteiligt. In strittigen Fällen liegt die letzte Entscheidungsmacht bei der Clanmutter, also der lebenserfahrensten und ältesten Frau. Ihr Wort hat ultimative Gültigkeit, doch greift sie erst dann ein, wenn sich im Clan trotz langer Gespräche und Verhandlungen kein Konsens finden läßt.
  8. Wir stärken die mütterlich-nährenden Eigenschaften jedes Menschen, unabhängig von seinem Geschlecht. Nachhaltigkeit, ökologisches Bewußtsein, Subsistenz, soziale Gerechtigkeit, Friedhaftigkeit, Verantwortlichkeit und Ganzheit werden die Maximen unseres Handelns, Denkens und Fühlens.
  9. Wir reintegrieren die Menschen, die wir bis jetzt als “Randgruppen” gestempelt haben: Alte, Kranke, Kinder, Mütter. Ihre Stimme hat Gewicht.

Wenn das die Welt nicht rettet, weiß ich auch nicht…

Amala Krähenfeder, 05.06.2009, 21:47 | Abgelegt unter: Nach(t)denken | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar
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