Archiv: März 2009
:: SpeedTest ::
:: Noch ein Wanderpaket ::
Kaum zu glauben, an einem Tag kamen direkt zwei Wanderpakete an: das Blaue gab sich ebenfalls die Ehre. Herausgenommen habe ich folgende Sachen:

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ein Häkelarmband “Nordsee” von Teerose
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zwei Perlen und ein Paar Ohrhänger von ISR-Glasdesign
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eine Seife mit Sternchen von ??
Vielen Dank für die tollen Sachen!
Leider hat eine Perle von ISR-Glasdesign die Reise nicht überstanden:

:: WanderpaketBesuch::
Heute Mittag hat der Götterbote das riiiiiesige Wanderpaket in den vierten Stock geschleppt, so daß ich direkt darin schwelgen konnte. Es waren viele wunderschöne Sachen darin und ausgesucht habe ich mir folgende:

- ein wunderschönes Häkeldecken von Pendelfrau (ich liiiiiiebe Häkeldeckchen!)
- eine Schafsjoghurtseife von ?? (ich tippe mal auf Miri)
- einen schmalen Schal von abc
- einen Sticki und ein Stiftetäschle von purdy
- vier Stickis von Flitzeöhrchen. Ich hatte mir eigentlich drei ausgesucht und dann eben, als mein Mann mit dem WP schon zur Tür raus war, damit es heute direkt weiterreisen kann, gesehen, daß ein zweiter runder Fliegenpilz-Sticki unter dem anderen lag, darum hab ich den jetzt doppelt
Das Wanderpaket war wirklich ganz wunderbar und ich bedanke mich bei allen edlen Spenderinnen
[Nääää, ich hab kein Suchtproblem mit Fliegenpilzen...echt nicht....]
:: BlumengrußStöckchen ::
Von der lieben Ashmodai habe ich schon gestern einen Blumengruß bekommen. Vielen Dank dafür.
Die Regeln für dieses Stöckchen sind einfach: man schickt einen Gruß mit einem selbstausgewählten Blumenbild an drei oder mehr Blogger, die ihn gut brauchen können.

Das Bild hab ich letzten Herbst auf einem Feld im Karlsruher Land photographiert.
Mein Blumengruß geht an:
- Feuerseele, weil sie auch schon im Umzugsfieber ist und bestimmt ein bißchen Sonne vertragen kann
- Mondtochter, weil Hexenschuß das 11. Ding ist, das nervt
- Nenièl, weil sie gestern so fleißig war und sich ein Blümchen verdient hat.
:: 10 Dinge, die nerven II ::
- Der Themenkomplex Gothic – Lebensschmerz. Heute morgen hab ich mir ein Album angehört, das mir wärmstens empfohlen wurde. In einem Song ging es um den uuuunglaublich schlimmen Existenzschmerz und Schmerz im Allgemeinen, weil Schmerz wehtut und doof ist und so. Direkt im nächsten Song hieß es dann “ich brauche den Schmerz, um mich selbst zu fühlen”. Watt denn nu?! Sorry, diese klischeehaften Image-Schmerzen, die man scheinbar heute braucht, wenn man als Grufti durch die Lande zieht, nerven.
- Körperliche Schmerzen. Ich meine, die Art von Schmerz, bei der es sich nicht lohnt, ein Lied drüber zu machen. Kopfweh und Migräne zum Beispiel.
- Handwerker!!!!!!!!
- Sexismus. Die Reduzierung von Menschen auf ihren Körper und ihr Geschlecht. Traurig finde ich auch, daß wir Menschen, die sich für eine gute Sache wie z.B. die Emanzipation der Frau starkmachen, mit Sprüchen wie “boar, die Alte ist so häßlich, die muß ja ne Emanze sein, weil die eh keinen Mann abkriegt” diskreditieren. Ich würd sagen, das zeigt, wie wenig wir uns ideell von den Nachkriegsjahren entfernt haben.
- Leute, die sich zur besten Sendezeit auf menschenverachtende Weise über jeden lustigmachen, der nicht so “cool” ist wie sie, und die sich mit ihren dummen Lästereien eine goldene Nase verdienen auf Kosten derer, die sie entwürdigen. Shame on you!
- Sozialer Autismus. Und nein, damit meine ich nicht Autisten, sondern die scheinbare Unfähigkeit der meisten im Umgang mit dem Nächsten. Was’n eigentlich aus den guten Manieren geworden? Sind die out?
- Mediengläubigkeit. It’s on TV, so it must be true. Gilt auch für’s Internet.
- Die Kritiklosigkeit, mit der wir uns als “Volk” regieren lassen. Warum sind wir so bequem und jammerlappig geworden? Wann haben wir vergessen, daß wir aufstehen können für unsere Belange, wie es schon viele vor uns taten? Woher kommt diese Ja-Sager-Kultur?
- Raumfahrt. Milliarden werden dafür verpulvert, nach den Sternen zu greifen, während man mit dem Geld hier auf der Erde soviel schaffen könnte. Aber klar, es ist halt auch nicht cool, sein Fähnchen in ein Land der dritten Welt zu stecken.
- Konsum. Immer mehr haben wollen und trotzdem nie zufrieden sein.
Was nervt dich gerade heute?
:: erster Frühlingssonnenschein mit kalten Ohren ::
Nachdem Weazel und ich beschlossen hatten, den Tag nicht bei Handwerksgetöse auszusitzen, ist der Dienstag noch richtig schön geworden. Vom KiGa aus sind wir erstmal nach Duisburg gefahren, wo es einen Hexenladen gibt. Den wollte ich seit Jahren mal angucken und ich war schon froh, daß wir es überhaupt noch vorm Umzug geschafft haben. Die Freude darüber verflüchtigte sich allerdings leider schlagartig, als wir die Ladentür öffneten. Ich meine, ist ja ne tolle Sache, wenn jemand beschließt, daß er in seinem Laden rauchen will. Mich als Nichtraucher stößt das total ab. Ich hätte mich gern länger umgesehen und vielleicht auch was gekauft. Aber so? Ich meine, sogar die Mineralien dort stanken verquarzt. Nääää. Also rückwärts rausgetaumelt. Und obwohl wir nur wenige Minuten drin waren, mußte ich abends alle Klamotten in die Waschmaschine stopfen. Brrr…
Nach dem Abstecher nach Duisburg fuhren wir also nach Krefeld zur Burg Linn (bekannt durch den jährlich stattfindenden Flachsmarkt). Da sind wir rund eine Stunde über das Gelände geschlendert / gerollert, haben Frischluft und Sonnenschein getankt. Und das Beste: no Handwerker. Es war so schön, das erste Mal nach dem Winter wieder draußen zu sein, und Schlupfsack sei dank konnte ich das auch wirklich genießen. Schade, daß ich meine Kamera nicht dabei hatte.
Da es im Anschluß schon ziemlich spät war und wir ausgerechnet heute was Aufwendigeres kochen wollten, haben wir kurzerhand beschlossen, bei unserem Lieblingschinesen zu essen. Yummy! Ich finde, diese vegetarischen klaren Suppen mit Gemüseeinlage sind fast das Beste am ganzen Essen. Und der Jasmintee, natürlich. Ich hoffe nur, in der neuen Heimat gibt’s auch so einen famosen Chinesen wie den hier.
Ach, verflixt. Ich hätte mir n Voodoo-Püppchen-Kit mitbringen sollen. Für die Handwerker. Weil die morgen bestimmt auch wieder so früh anfangen *grunz*
:: Ostara ::
Das diesjährige Ostara war etwas…unkonventionell. So zwischen Umzugskisten und einer Küche, die gestrichen wird, während sich Suppenlöffel und Töpfe im Wohnzimmer stapeln. Aber irgendwie machte das alles diesmal den besonderen Charme des Festes aus, und was wäre für uns passender als ein Ritual für Wachstum und das Werdende?

Ich hoffe, Ihr hattet alle ein so berührendes und bezauberndes Ostara wie wir
Eins, zwei, viele

Besessen? Ich!? Quatsch!
Ansonsten, liebe Leser, gibt’s endlich mal nichts Spannendes zu berichten. Die Umzugskisten mehren sich, die Abende ohne Nähmaschine und immer noch ohne Ausgang sind schweinelang/weilig und meine Seelenkatze ist lumpigeil auf Leberwurst. Ganz beschaulich also.

Was mich grad etwas nervt, ist, daß das offizielle Tool-Video von Right In Two erst ab 18 freigegeben ist. Das sollte man mit den acht-Uhr-Nachrichten auch machen, find ich. Darum gibt’s aber leider nur ne zensierte Fassung.
Ten things I’m loving right now V
- Die Tage bis zum Umzug zählen. Von heute an nur noch 20…
- Den Song “Vicarious” von Tool.
- Reismilchschokolade. Die ist so lecker zartschmelzend und genialerweise laktosefrei.
- Homöopathie. Unglaublich, was meine Heilpraktikerinphysiofreundin Claudia und ich damit in weniger als einem Jahr erreicht haben. Danke, Claudia, für deine kostbare Hilfe.
- Briefe. In letzter Zeit bekomme ich wieder mehr persönliche Post und es berührt mich sehr, wie verbunden man sich Menschen fühlen kann, die man noch kein einziges Mal von Angesicht zu Angesicht gesehen hat.
- Die Harry Potter Hörbücher, die Rufus Beck gelesen hat. Seit Dezember liest er mich nun in den Schlaf und wenn ich bald das siebte Buch beendet habe, fange ich wohl wieder vorn an.
- Linus’ Art, die Welt zu sehen, zu spielen, zu erzählen, zu singen, zu malen. Jeder Tag birgt ein Wunder. Wenigstens.
- Zeit zum Träumen. Nach dem Tagwerk im Bett liegen und die Gedanken ziehen lassen. Morgens nach dem Aufwachen noch eine Stunde liegen bleiben, Musik hören, mit den Zehen an der Bettdecke rascheln.
- Mich an den kreativen Werken anderer erfreuen. Ihr Geschick und ihr Können bewundern, ihre Ergebnisse bestaunen, gemeinsam Mißerfolge beweinen und Ideen austauschen.
- Mir mitten im Umzugs-Chaos Zeit nehmen. Für ein luxuriöses Abendessen bei Kerzenschein. Um ein Geschenk zu würdigen. Für einen Sonnenstrahl, der mich an der Nase kitzelt.
Was liebst du gerade heute?
Das zweite Jahreszeitenpüppchen
So. Jetzt habe ich alles, was ich in den Büchern von Sybille Adolphi gelesen habe, über Board geworfen, und schon ist die Sache mit den Jahreszeitenpüppchen erstens machbar und zweitens nicht nervig. Nicht mal mit chronischer Sehnenentzündung. Jiha! Am rückwärtigen Kopf schließe ich nun keine Naht mehr, sondern lege den Trikot-Stoff etwas weiter überlappend. Da er von allen Seiten fixiert ist und man wohl nicht mit diesen Püppchen wilde Spiele treibt, hält alles bombenfest. “Schließen Sie die Fontanelle” ist jetzt auch kein Problem mehr, weil ich die einfach kräusele und damit schließe. Jeder Kinderchirurg wäre stolz auf mich
Die Händchen mache ich immer noch nach meinem bereits vereinfachten Prinzip. Und den Körper habe ich nach einem eigenen Schnitt genäht. Hab ich erwähnt, daß ich meine Pfaff liebe? Mit der würde ich sogar noch ein Kind machen *hach* Und dann hab ich uns noch richtig Geld gespart, weil ich kein teures Abbindgarn verwende, sondern etwas, das man in jedem Supermarkt bekommt. Aber da müßt Ihr jetzt mal selber drüber nachsinnen
Amala proudly presents: Jahreszeitenpüppchen, 2nd take.

Zur Feier des Tages haben mir meine beiden Ehemänner eine grooooße Tüte voll mit schönen Nickistoffen, Filzplatten, Trikotstoff und bunter Mohairwolle geschenkt
Na, da werde ich wohl noch öfter kleine Leute herzeigen…
Daß meine Püppchen so schlicht sind, hat auch einen Grund. Ich mag schlicht. Ob ich noch Blümchen und andere Accessoires dafür bastle, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich bin auch so schon total verknallt…