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Archiv: Freitag, 27. Februar 2009

Du bist, was Du ißt

Nee. Ich fang jetzt nicht vom Vegetarismus an. Ich geh davon aus, wer Fleisch, Fisch und Geflügel ißt, der wird schon wissen, wieso er das tut. Wer’s nicht so genau weiß, der hat ja vielleicht Lust, sich mal Earthlings anzugucken. Sollte man aber nach dem abendlichen Schweinebraten machen.

Nee, ich denke heute mal über unser Essen an sich nach. Du bist, was Du ißt, hat mal jemand gesagt (wer weiß, wer’s war? Ich hab’s nicht auf dem Schirm). Was heißt das? Bin ich ein Sack Kartoffeln und zwei Möhren, weil ich gern ein Karotten-Curry esse? Es gibt sicher Leute, die das behaupten, aber ich versichere Euch, daß das nicht stimmt ;) Ich interpretiere diesen Satz eher karmisch. Nun bin ich keine Freundin dieser Lichtnahrungsphantasie…äh…-theorie und esse durchaus Sachen, die einen Schatten werfen. Ich glaube aber, daß alles mit allem verbunden ist, wie in einem großen Netz, und daß es auf mich abfärbt, wenn ich Dinge zu mir nehme, meinen Körper und damit die Wohnstatt meiner Seele durch Nahrungsmittel erhalte, die durch Leid erzeugt wurden. Zu diesen gehören Rohstoffe, die aus Raubbau stammen, die gentechnisch verändert, die raffiniert oder sonstwie manipuliert wurden, die durch Gewalt gewonnen wurden etc. Ich glaube, diese Manipulationen machen Lebensmittel seelenlos und tot.

Wer das für Eso-Quatsch hält, sollte mal eine Kartoffel aus konventionellem und eine aus ökologischem Anbau eine Weile aufbewahren. Die Kartoffel, die nach…sagen wir, drei Wochen am meisten und weitesten gekeimt hat, hat in Sachen Lebendigkeit gewonnen. Und das Experiment kann man z.B. auch mit Zwiebeln, Getreide (angefeuchtet!) und anderen Saaten machen. In meiner Kindheit haben meine Eltern Kartoffeln über den Winter eingekellert, und nach einer Weile hatten sie alle weiße Triebe. Irgendwann verschwand die Triebkraft und damit die Lebendigkeit aus den Kartoffeln – ich meine, klar, so’n paar Triebe sind halt auch lästig beim Schälen…

Was macht es mit uns, wenn wir leblose, tote Dinge essen? Auf körperlicher Ebene macht es uns krank und grau. Habt Ihr schon mal einem Menschen ins Gesicht geguckt, der sich nur großteilig von Fast Food, Raffinadezucker und Co. ernährt? Ich empfinde diese Menschen als grau und fahl, auch durch die Sonnenbräune. Vielleicht spielt mir meine “multidimensionale” Wahrnehmung da ja einen Streich und es ist eigentlich die Seele, die dort duchblitzt. Ich weiß es nicht. Wie empfindet Ihr das? Auf seelischer Ebene nehmen wir den energetischen Abdruck unserer Lebensmittel zu uns. Wieviel Leben, wieviel Nährwert enthält raffinierter Zucker, weißes Mehl? Wieviel bleibt vom ursprünglichen Lebensmittel enthalten, wenn wir es durch unsere Fabriken gejagt und es bereinigt, gefiltert, zersetzt und wieder zusammengematscht haben?

Lebensmittel, das sind die Mittel, die es zum Leben braucht, und die leben.

Liest jemand von Euch die Zutatenlisten auf den Packungen? Ich staune ja, was wir alles zu uns nehmen sollen, wenn es nach der Lebensmittelindustrie geht.

Zitronensäure war eigentlich mal ein Produkt, das aus Zitronen und anderen Zitrusfrüchten gewonnen wurde. Hat sich noch nie jemand gefragt, warum heute auf allen Sachen, die diesen Stoff enthalten, Citronensäure (mit C!) steht? Nun, Citronensäure hat nix mehr mit Zitrusfrüchten zu tun, denn das wäre für die Lebensmittelindustrie schlicht zu teuer. Viel billiger ist die Citronensäure, die im Labor aus Schimmelpilzen gezüchtet wird. Aus denselben Schimmelpilzen, die wir als schwarze Flecken in Duschtassen kennen. Aber da käm ja auch keiner auf die Idee, diese Flecken abzulecken, oder sie gar abzukratzen und dem Salat beizumengen. Warum zum Geier essen wir sie dann in sovielen Lebensmitteln kommentarlos mit?

Warum essen wir Aromastoffe, deren Ausgangsrohstoffe oftmals Abfallprodukte sind? Erdbeeraroma z.B. wird u.a. aus Sägespänen gewonnen, aber wer von Euch hat schonmal nen Joghurt mit ebendiesen angerührt oder würde sowas guten Gewissens an sein Kind verfüttern? Selbst sog. “natürliche Aromen” werden im Labor durch lebensmitteltechnische Manipulation gewonnen. Die Erdbeeren meiner Kindheit waren noch von sich aus süß…

Warum färben wir weißen Raffinadezucker, der eine Vielzahl von Nebenwirkungen hat (Sucht, Adipositas, Gelenkerkrankungen, Rheuma,  Gefäßerkrankungen, …), mit braunem Sirup ein, nennen das ganze “braunen Zucker” und meinen, uns damit etwas Gutes zu tun? Dabei gibt es heute soviele gute Alternativen zu dieser Droge, wie z.B. Rohrohrzucker, Palmzucker, Agavensirup etc. Nicht unerwähnt lassen möchte ich Stevia. Diese wunderbare Pflanze süßt etwa fünfzigmal (!) stärker als Zucker, hat keine Kalorien und zieht keine der von Zucker bekannten Nebenwirkungen nach sich. Warum darf Stevia in der EU nicht als Lebensmittel, sondern nur als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden? Weil es heißt, daß man keinerlei Erfahrung mit diesem Kräutlein hat, das seit Urzeiten von anderen Völkern zum Süßen benutzt wird. Weil man das erstmal erforschen muß, denn irgendwelche zehn Jahre alten Forschungsreihen aus Japan sind ja nicht ausreichend. Was steckt dahinter? Wem ist wohl daran gelegen, daß wir weiterhin Zucker in uns reinschaufeln und dadurch krank werden? Fällt jemandem was dazu ein?

Was ist mit unseren Grundlebensmitteln?

Warum kaufen wir “Vollwertbrot” und meinen, uns damit etwas Gutes, Gesundes zu tun, obwohl der Begriff “Vollwert” gar nichts aussagt, da er nicht gesetzlich geschützt ist? Warum essen wir Mehrkornbrote, die laut Gesetzt lediglich 5 % jedes verwendeten Getreides beinhalten müssen? Volles Korn, das bedeutet: das gesamte Getreidekorn wurde vermahlen, samt Keim, und das Brot enthält mind. 90 % volles Korn. Der Begriff Vollkorn ist übrigens gesetzlich geschützt. Warum wird behauptet, daß sämtliche dem Brot zugesetzten Lebensmittelzusatzstoffe unbedenklich sind, weil sie geprüft und zugelassen sind, und daß keine Rede davon sein kann, daß diese Stoffe Leute krankmachen? Ich erinnere mich nur zu gut daran, wie krank mich Backtriebmittel gemacht haben…was ist damit? Warum wird die lebensmittelchemische Aufspaltung von Mineralien als harmlos und natürlich dargestellt?

Warum essen wir NaCl, auch bekannt als Speise- und Tafelsalz, wo es sich dabei um eine Chemikalie handelt, die das natürliche Salz immitiert? Was macht diese Chemikalie mit unserem Körper? Warum sollen Menschen mit Herzproblemen nicht soviel Salz zu sich nehmen? Warum essen wir überhaupt soviel Salz, wo einem gesunden Erwachsenen doch etwa 5 g täglich reichen?

Warum werden wir so über den Eßtisch gezogen, wenn es um unsere Ernährung, um unseren Körper und damit unsere Gesundheit geht? Wem ist daran gelegen, uns unaufgeklärt zu belassen?

Wenn Du bist, was Du ißt – wer bist Du dann?

Amala Krähenfeder, 27.02.2009, 21:17 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 8 Kommentare

Getauscht

In letzter Zeit habe ich nicht alle meiner Tauschgeschäfte hier erwähnt, und ich hoffe sehr, daß meine Tauschpartner nicht auf die Idee kommen, das würde irgendeine Art von (Ab)Wertung beinhalten – denn dem ist nicht so. Im Umzugs-Schwiegermutter-Gedöne gehen die wichtigen Sachen leider manchmal unter. Aber ich gelobe Besserung!

Anja und ich haben Wellness von ihr (genauer gesagt Badepralinen Rose & Lavendel, einen umwerfenden Lippenpflegestift mit Tonka und Rose und eine Moschuspeelingseife) gegen Marmeladen und einen Erkältungstee von mir getauscht. Leider haben es nur die Pralinen auf das Bild geschafft:

anjam

Sie duften ganz wunderbar und ich habe nicht gewußt, daß man selbst Kosmetik von so hoher Qualität rühren kann. Vielen Dank, Anja! Ein toller Tausch.

Leynina und ich haben ebenfalls getauscht, und zwar einen Glasperlenanhänger (*süchtel*) und eine Glasschreibfeder von ihr gegen ein Gewürz-Allerlei von mir.

leynina

Die Schreibfeder faßt sich absolut toll und ich kann gar nicht erwarten, sie in meine Tinten zu dippen und loszulegen :D Vielen Dank, Leynina, für diesen grandiosen Tausch!

Amala Krähenfeder, 27.02.2009, 15:40 | Abgelegt unter: Täusche | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare
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