Archiv: Mittwoch, 13. August 2008

Muddy Waters Tasche + Anleitung I

Heute Abend, nachdem das Quilttop fertig war, war mir laaangweilig, und darum habe ich direkt mit meinem Muddy-Waters-Bag weitergemacht. Die Stoffe dafür stammen aus Karlsruhe und die Farben erinnern mich an einen regnerischen Herbsttag im Wald…irgendwie grün-blau-violett-regenfarben-schlammig und so. Parallel dazu hat’s in Wuppertal mal wieder wie aus Eimern geschüttet und geblitzt und gedonnert :-) Ein gutes Omen für eine trübe-Wetter-Tasche also.

Großer Dank gilt mal wieder Weazel, der mir beim Zuschneiden der Stöffchen geholfen hat – die Entzündung im Arm findet den Rollschneider irgendwie doof :-(

Also, hier die Liste für den Materialbedarf:

  • 5 x 25 cm Stoff für das Top und den Henkel
  • 1 x 50 cm Stoff für die Innenseite
  • 50 cm Thermolam-Vlies
  • Garn, Nadeln, Rollschneider + Matte
  • Hardware (Nähmaschine, Bügelbrett + -eisen)
  • eine Tüte Perlen
  • eine Dose Nappos als Nervennahrung

Die ersten Schritte:

1. Die Stoffe bügeln und zwar so, daß der Stoffbruch erstmal erhalten bleibt, sofern möglich.

2. Stoffe und Thermolam begradigen und zuschneiden. Für meine Tasche hatte ich festgesetzt, daß das Top 106 x 36 cm und der Futterstoff + das Thermolam 103 x 33 cm groß sein sollten – auf diese Weise kann man die Ränder des Tops rundum bei 0,7 cm umbügeln und schließlich bei nochmal 0,7 cm umklappen zum Annähen. Wie man die Stoffe für das Top zusammensetzt, bleibt einem selbst überlassen. Ich habe einfach fünf unterschiedlich breite Stoffstreifen dafür gewählt, aber man könnte natürlich auch aufwendigere Designs patchen.

3. Stoffbrüche glattbügeln.

4. Nachdem man sich überlegt hat, in welcher Reihenfolge die Stoffe bei der fertigen Tasche liegen sollen, werden immer zwei Stoffe rechts auf rechts gelegt, mit Nadeln festgesteckt und dann zusammengenäht.

Die bereits zusammengenähten Stoffe werden als ein Stoffstück behandelt. Also immer einen Stoffstreifen an den nächsten:

Wichtig: nach jedem Nähvorgang sollte die entstandene Naht zur Seite des dunkleren Stoffs hin gebügelt werden – und zwar auf der rechten Stoffseite.

5. Sollten trotz sorgfältigem Zuschnitt und Nähen doch noch zipfelige Stückchen an den schmalen Seiten des Tops überstehen, werden diese jetzt begradigt.

6. An allen vier Seiten des Tops wird der Stoff nun um ca. 0,7 cm umgeknickt und gebügelt. Auf diese Weise fransen die Nähte später nicht aus.

7. Das Top wird mit der rechten Seite nach unten auf den Tisch gelegt. Das Thermolam wird so darauf gelegt, daß es sich innerhalb der durch die umgebügelten Kanten begrenzten Zone liegt. Zuletzt kommt der Innenstoff darauf und zwar so, daß dessen rechte Seite nach oben guckt. Schummeln ist erlaubt: wenn irgendwo etwas zu wenig ist, wird gezogen, bis es paßt – und ist irgendwo etwas zuviel, rückt man dem mit der Schere auf den Leib.

8. Wenn man mit diesen Sandwich zufrieden ist, wird geheftet; die drei Lagen werden also temporär mit (Sicherheits)Nadeln aneinander fixiert.

9. Wenn man dann immer noch zufrieden ist, werden die überstehenden Ränder des Tops nach oben geschlagen und mit Nadeln festgesteckt:

Bei mir sieht das immer schief und krumm aus, aber nach dem Nähen gibt sich das irgendwie wieder.

10. Die drei Lagen zusammennähen. Ich weiß schon, daß das nicht die klassische Vorgehensweise wie bei großen Quilts ist, aber wir machen ja hier auch nur ne kleinere Tasche :-) Wer eine große Tasche näht, sollte lieber erst quilten und dann die Lagen an den Rändern zusammennähen.

Wenn man das Ganze auf das spätere Taschenformat zusammenfaltet, sieht es dann schon so aus:

Was mich etwas ärgert, ist die Tatsache, daß meine Kamera die Farben total verfälscht. In natura sind sie viel dunkler und gedeckter.

Fazit des heutigen Abends: Taschenbauch bis auf’s Quilten fertig – 3 Nappos weniger in der Dose – Nick Cave ist die beste Begleitung beim Patchen.

Morgen geht’s weiter.

Amala Krähenfeder, 13.08.2008, 03:01 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Neues von der Mauerblümchenfront

Weil ich mich mit wenigen Runden pro Tag bescheiden muß, wächst die Mauerblümchensocke nur langsam, aber am Wochenende habe ich die Ferse gestrickt und bin nun bei den Spickelabnahmen:

Übrigens ist das eine der Wolldrachenkreationen – ziemlich genial, wie ich finde.

Amala Krähenfeder, 13.08.2008, 02:19 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

Christmas-Candy-Quilt III

Pada!

Heute ist das Top meines Xmas-Candy-Quilts fertig geworden:

Gell, Ihr guckt doch das Top an und nicht, was ich im Vorratsregal hab, oder? ;-)

Amala Krähenfeder, 13.08.2008, 02:15 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar
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