Archiv: Montag, 2. Juni 2008
Melaten-Friedhof in Köln
Heute waren mein Eheweazel und ich auf dem idyllischen Melaten-Friedhof im Herzen von Köln. Vor etwa acht Jahren hat es uns das erste Mal dorthin verschlagen, weil wir gehört hatten, daß es viele Engelskulpturen gibt – heute wollten wir eigentlich nur ein bißchen die Ruhe und die Atmosphäre genießen.
Der Ort hat eine lange Geschichte: im 13. Jahrhundert diente er als Lepra-Station und vom 16. bis 18. Jahrhundert war er sogar eine Hinrichtungsstätte, wo unzählige Menschen im Zuge der Hexenverfolung ihren Tod fanden. 1810 wurde das Gut Melaten schließlich zu einem Friedhof – einem der schönsten Deutschlands, wie ich finde. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz und gleicht eigentlich eher einem Park denn einem Friedhof.
Berühmt ist Melaten aber auch für die vielen Promis, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, wie z.B. Peter Joseph Früh (Früh-Pils!), Heinz G. Konsalik, Ludwig Stollwerck (der mit der Schokolade), Familie Millowitsch, Hans Böckler u.v.m.
Obwohl der Fiedhof praktisch mitten in der Stadt gelegen ist, ist er eine einzige grüne Oase für viele Pflanzen und Tiere. Allein heute haben wir in zweieinhalb Stunden u.a. Elstern, Krähen, Rotkehlchen, Sittiche, Eichelhäher und Eichhörnchen beobachten können (und mit dem Rolli ist man ja nicht gerade leise pirschend unterwegs).
Die schönsten Photos, die heute entstanden sind, zeige ich euch jetzt…
Erstmal ein wildes Stiefmütterchen:
Auf dem gesamten Friedshofsgelände wimmelt es von Eichhörnchen. Meist kann man sie leider nur aus der Ferne über den Weg hoppeln sehen, aber wir hatten unverschämtes Glück – anders kann man die folgenden Aufnahmen wohl nicht erklären
Boar, sind die süß
Ach ja: wer auf die Bilder klickt, sieht mehr.


