Archiv: Juni 2008
Best things in life are free!
Gestern und heute habe ich mal wieder eine grandiose Lektion erteilt bekommen: die besten Dinge im Leben kann man nicht kaufen – man kann sie nur geschenkt bekommen…
Liebe. Zwischen Partnern, Eltern und ihren Kindern, zwischen Freunden und Vertrauten, zu und von den Tieren, die mit einem leben. Aber auch zur gesamten Schöpfung, zum Alles-was-ist…
Werte wie Loyalität, Treue, Gradlinigkeit, Engagement, Mitgefühl, Großzügigkeit, Zärtlichkeit, Achtsamkeit, Freude, Anteilnahme, Trost, Hoffnung, Frieden, Freiheit, Aufrichtigkeit, Kreativität, Humor, Lebenslust, …
Die englische Rose, die mir heute einfach so von einer Unbekannten geschenkt worden ist, und deren betörender Duft meine Seele streichelt…
Heilbringende Kamille am Wegrand…
Die Muse, den Bienen bei ihrer Arbeit zuzusehen…
Abendstimmung im schönen Baden…
Die kleinen Hühnchen, die mir Haigals Nachbarin einfach so geschenkt hat, weil sie mitbekommen hat, daß ich neuerdings auch patchworke…
…und im Detail…

Eine kühle Dusche nach einem schwül-verschwitzten Tag, die man im Stehen genießen kann.
In Nachtluft gehüllt auf dem Balkon sitzen und Pläne schmieden.
Das gute Gefühl, bloß die Hand ausstrecken zu müssen, um die warme Haut eines geliebten Menschen zu spüren.
Welche Geschenke macht dir dein Leben?
Patchwork-Tasche
Endlich ist meine Patchwork-Tasche fertig! Ich glaube, insgesamt habe ich für ihre Herstellung länger gebraucht als vor Tennisarmzeiten für ein Paar Kniestrümpfe in Größe 42…
Zu den Rahmenbedingungen: noch nie vorher auch nur eine einzige Naht genäht, noch nie vorher ein Fitzelchen Stoff zurechtgeschnitten, noch nie vorher eine einzige Perle aufgestickt, noch niemals zuvor einen Faden in die Nähmaschine eingespannt und mathematisch völlig talentfrei.
Material: mehrere Patchworkstoffe, Thermolam-Vlies, schwarzes und goldenes Garn, Nähmaschine Lady 2000 SL (die hat genau soviele Jahre auf dem Buckel wie ich!), eine Schere, Schneidematte + Rollschneider, eine Handnähnadel, Stecknadeln, Schneiderkreide oder würdigen Ersatz, ein Päckchen regenbogenschillernde Wachsperlen, zwei Tüten Lakritz und Geleebananen von Hussel und jede Menge Geduld.
Vorgehen: Taschenmaße festlegen und Stoffe zuschneiden. Stoffbahnen aneinandernähen, ärgern, Taschenmaße revidieren. Topkanten umbügeln. Brandsalbe auftragen. Vlies und Futterstoff mit Nadeln festpinnen, dann festnähen. Mit einem Pastellkreidestift (in Ermangelung von Schneiderkreide) ein Muster auf das Top zeichnen und es quilten (übrigens gab die alte Nähmaschine nur gerade Linien her, leider). Stoffstückchen für den Henkel zuschneiden und aneinandernähen. Henkel-Topkanten umbügeln und es mit Vlies und Henkel-Futter feststecken. Wieder ärgern, weil man 1,5 cm Nahtzugabe vergessen hat. Festnähen. Bemerken, daß sich das Henkel-Futter selbständig macht und es nochmal festnähen. Neue Geleebananen kaufen. Henkel an die Tasche stecken und alles zusammennähen. Alien 3 angucken und dabei die Perlen aufsticken.
Bisher habe ich leider erst ein Bild vorzuweisen, das noch nicht einmal so gelungen ist, aber ich reiche Detailaufnahmen nach.
Und das ist sie:

Ende letzter Woche kamen noch zwei prallgefüllte Stoffpäckel für mich an, und zwar von Susanne123:
…und von Sloeber:
Ein dickes DANKESCHÖN!!! an die edlen Spenderinnen! Wenn ich nächste Woche wieder in Wuppertal bin (bin ab heute in Karlsruhe), dann kann es mit meinem ersten Quilt losgehen *freu!*
Nebenher sticke ich zum ersten Mal, und zwar ein Set bestehend aus vier Blöcken mit Belladonna. Das Motiv hab ich mit Bügelstift auf den Stoff gebracht und nun wird es mit Stielstich ausgearbeitet. Gestern hab ich mir dabei fies in den Daumen gepiekt, und nachdem ich ja über einen reichlich morbiden Sinn für Humor verfüge, habe ich direkt mal ein blutrünstiges Beweisphoto gemacht:
Erst an der Nadel hängen…
…und nun auch noch nach Stoff süchtig sein. Meine Mama würde Augen machen!
Heute kamen zwei prallgefüllte Päckel mit lauter tollen Stoffresten mit der Post. Das erste ist von K.Elke:
Und das zweite von Flotte Nadel:
Du liebe Zeit, hab ich gestaunt! Als ich dann abends auf dem Sofa saß und versonnen die Stöffchen streichelte, kamen mir direkt tausend Ideen für meinen ersten Quilt. Ich glaube, er wird seeehr bunt und wild werden
Meine Patchworktasche nimmt allmählich Form an. Gestern habe ich bis halb zwei Uhr nachts die Unterseite des Henkels gepatcht und heute folgt die Oberseite. So Göttin will wird der Henkel dann morgen fertiggestellt und gequiltet. Der Zusammenbau der Tasche sollte dann Freitag erfolgen, so daß ich am WE Perlen aufsticken kann. Somit wäre die Tasche fertig und einsatzfähig, wenn ich ab Montag endlich wieder im schönen Baden weile, wo allerlei Handfastingvorbereitungen auf Haigal und mich warten.
*hach*…
Cat-posing
Ohne Katzen könnte ich niiiiiiiie wieder leben! Seamus, der Bruder der Katze meiner Freundin Iellenithil, ist nun ein Jahr und einen Monat alt und abgesehen davon, daß er immer in unsere Badewanne pinkelt (wovon ihn schlicht nix abhält
), ist er der reinste Sonnenschein. Man beachte seinen wunderschönen Feenaugen:
Über Aylin hab ich vorhin schon was geschrieben. Heute Nachmittag lag sie ganz lange bei mir auf dem Sofa (ist seit der Ikea-Nackenrolle ihr Lieblingsplätzchen) und hat gedöst.
…Katze müßte man sein…
Taschenträume und Nähmaschinchen…
Jaaa, meine Tasche nimmt Formen an, aber leider muß ich Euch noch immer Bilder vorenthalten, denn die letzten Tage waren für mich so anstrengend, daß ich irgendwie abends nicht mehr viel außer Power-Couching hinbekomme
Das Zusammennähen von Top, Vlies und Futterstoff hat sich als ganz simpel rausgestellt, das hab ich gut hinbekommen. Nicht so simpel und enorm zeitaufwendig ist jedoch das Quilten an sich, vor allem da es doch etwas frustig ist, weil meine alte Nähmaschine nur gerade Linien nähen kann. Ich hab zwar wilde Muster versucht, aber ich finde sie doch ein bißchen öde… Ich habe mir nun aber ein paar Perlen rausgesucht, die ich noch auf die Vorderklappe sticken werde (hab ich grad echt gesagt, ich werde sticken? *quiiiiiek!*).
Morgen werde ich die Tasche also zuende quilten und mich dann an die Fertigung des Henkels machen, der immerhin stolze 135 cm lang sein wird. In einer Zeitung hab ich das Crazy-Patchworking entdeckt und ich denke, das werde ich mal versuchen. Ist irgendwie alles gar nicht so leicht, wenn man sich nur auf Hörensagen, eine Zeitung und ein paar Internetseiten verläßt
Laut Amazon / England wurde aber das erste Buch schon Anfang der Woche verschickt…ich hoffe, es trudelt morgen ein.
Gestern Abend hat mir der beste aller Ehemänner zum zigsten Mal geduldig erklärt, wie man den plöden Unterfaden nach oben holt. Komisch – bei ihm klappt es immer sofort und ich kann ne halbe Stunde genau dasselbe machen wie er, ohne daß sich was tut *hmpf!* Später saßen wir so auf dem Sofa und ich habe ihm mein gerade-Linien-quilten-Leid geklagt, als er meinte, ich solle ihm mal mein Laptop geben. Und ne halbe Stunde später habe ich die hier geschenkt bekommen:
Eine Pfaff Classic Style Quilt 2027!! *freu!!!*
Ich bin ja soooo gespannt, wie es sich mit der arbeiten läßt! Und im Juni und Juli bin ich zweimal in Karlsruhe, von wo aus ich die badischen Quilt- und Patchworkstoffläden entern werde *hibbel* Dann kann ich direkt mal gucken, daß ich Stöffchen für das Geburtstagsstoffwichteln vom Patchwork-und-Quilt-Forum finde
Hexenbrunnen und Picknick
Heute war ein rundum schöner Tag. Nachmittags sind wir zu dritt zum Hexenbrunnen nach Odenthal gefahren. Dieser ist ein Denkmal für die Odenthaler Bürger und Bürgerinnen, die im Zuge der Hexenverfolgungen verbrannt wurden:
Im Anschluß sind wir einfach ins Grüne gefahren, ohne Plan und vor allem ohne John, unser Navi. An einem schönen Waldparkplatz haben wir dann gepicknickt.
Käsesandwiches, Grissini und selbstgetrocknete Ananas…
Der Wald lud zum Spaziergang ein, d.h. ich durfte mich gemütlich durch die Gegend rollern lassen und mein Eheweazel mußte schwitzen
Am Wegrand fanden wir nicht nur ein riesiges Feld Digitalis / Fingerhut, sondern auch jede Menge Waldmeister.
Noch ein kurzes Päuschen…
…und dann ging’s wieder heim.
In den letzten Tagen habe ich mal wieder ein gaaanz kleines Bißchen an Abelaide gestrickt, täglich nur so 4 bis 6 Reihen, und bisher macht mein Arm das mit *freu* Auf diese Weise wird es voraussichtlich auch nur bis Herbst 2012 dauern, bis die Strickjacke fertig ist. Gerade rechtzeitig vorm Ende der Welt
Ten things I´m loving right now…
Bei Soulemama hab ich mir diese Idee geklaut. Hier sind also zehn Dinge, die ich gerade jetzt liebe:
1. das Ringelshirt, das mein Sohn mit etwa einem Jahr getragen hat. Geschenkt bekommen hat er es allerdings zu seinem ersten Osterfest, wo er gerade mal knapp ein Kilo wog. Es erinnert mich daran, daß es selbst in den dunkelsten Momenten Hoffnung gibt…

2. mein Scheckenring, ein Geschenk meines Mannes Haigal, verbunden mit wunder-vollen Erinnerungen an meine Herzensheimat Karlsruhe:
3. die abendliche, alkoholfreie Caipirinha mit Ginger Ale, Zucker und Limettensaft:
4. das Sonnenblumen-Ölbild, das meine Mama von meiner Omi und ich von meiner Mama geerbt habe. Familienostalgie pur…
5. mein erstes paar Opalwolle-Socken, natürlich selbstgestrickt:
6. Seamus, unser kleiner norwegischer Waldkater, der am liebsten zwischen Katzengras und Orangenbäumchen auf der Badfensterbank den Tag verschläft:
7. + 8. meine selbstgemachte Göttin und das Schneckenhaus auf meinem Altar. Die Göttin habe ich im Zuge unseres Samhainrituals 2007 (“begegne deiner Göttin”) gefertigt und sie erinnert mich an mich selbst, so ein bißchen windschief und verdreht. Das Schneckenhaus habe ich auf einem Wanderweg in Bad Herrenalb beim Urlaub im Herbst 2007 gefunden…
9. der Fliegenpilzanhänger, den mir meine Freundin Iellenithil geschenkt hat…Symbol für Freundschaft und SchaMagisches (leider etwas verwackelt):
10. Mein erster Venlo-Strumpf. Durch die Entzündung im Arm kann ich jeden Tag allenfalls einen Zentimeter stricken, aber er wächst und ist soooo schön:
…was liebst du gerade jetzt?
Melaten-Friedhof in Köln
Heute waren mein Eheweazel und ich auf dem idyllischen Melaten-Friedhof im Herzen von Köln. Vor etwa acht Jahren hat es uns das erste Mal dorthin verschlagen, weil wir gehört hatten, daß es viele Engelskulpturen gibt – heute wollten wir eigentlich nur ein bißchen die Ruhe und die Atmosphäre genießen.
Der Ort hat eine lange Geschichte: im 13. Jahrhundert diente er als Lepra-Station und vom 16. bis 18. Jahrhundert war er sogar eine Hinrichtungsstätte, wo unzählige Menschen im Zuge der Hexenverfolung ihren Tod fanden. 1810 wurde das Gut Melaten schließlich zu einem Friedhof – einem der schönsten Deutschlands, wie ich finde. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz und gleicht eigentlich eher einem Park denn einem Friedhof.
Berühmt ist Melaten aber auch für die vielen Promis, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, wie z.B. Peter Joseph Früh (Früh-Pils!), Heinz G. Konsalik, Ludwig Stollwerck (der mit der Schokolade), Familie Millowitsch, Hans Böckler u.v.m.
Obwohl der Fiedhof praktisch mitten in der Stadt gelegen ist, ist er eine einzige grüne Oase für viele Pflanzen und Tiere. Allein heute haben wir in zweieinhalb Stunden u.a. Elstern, Krähen, Rotkehlchen, Sittiche, Eichelhäher und Eichhörnchen beobachten können (und mit dem Rolli ist man ja nicht gerade leise pirschend unterwegs).
Die schönsten Photos, die heute entstanden sind, zeige ich euch jetzt…
Erstmal ein wildes Stiefmütterchen:
Auf dem gesamten Friedshofsgelände wimmelt es von Eichhörnchen. Meist kann man sie leider nur aus der Ferne über den Weg hoppeln sehen, aber wir hatten unverschämtes Glück – anders kann man die folgenden Aufnahmen wohl nicht erklären
Boar, sind die süß
Ach ja: wer auf die Bilder klickt, sieht mehr.





























