Archiv: Mittwoch, 21. Mai 2008
Alraunen raunen
Am Sonntag war es soweit: ich wollte endlich mein schon länger geplantes Alraunen-Heilungsamulett in die Existenz bringen. Alraunen begleiten mich seit ein paar Jahren, tauchen immer mal wieder auf und verschwinden auch immer mal wieder, ohne daß es unserer Beziehung einen Abbruch täte. In den letzten Monaten jedoch wurde ich öfter und deutlicher mit ihnen konfrontiert, vor allem in Sachen Heilungsmagie.
Bevor der Zauber losgehen konnte, suchte ich mir meine benötigten Utensilien zusammen, die da waren:
- Alraune
- Ledersäckchen + Lederband
- Heilsteine (Hämatit, Bergkristall und etwas Violettes, das mich spontan ansprach)
- ein Trieb Rosmarin
- ein Stück Naturpapier mit Blüten
- etwas roten Ocker
- die Bachblüten “Willow” und “Red Chestnut”
- eine Krähenfeder
- meine Rassel
- mein Blut (hatte ich glücklicherweise dabei
) - eine gelbe und eine grüne Bienenwachskerze
Zu Beginn entzündete ich die Kerzen. Dann rasselte ich alle Dinge ab und strich mit der Krähenfeder über sie. Ich mache das gern, um einen Kontakt mit ihnen aufzubauen und um mich in sie hineinzuspüren. In das Ledersäckchen zog ich ein längeres Lederband ein, als das, welches bereits drin war, denn immerhin möchte ich das Amulett ja später um den Hals tragen.
Ich nahm mir die Alraune zur Brust, stellte mich ihr vor und erklärte ihr mein Anliegen und warum ich sie ausgewählt habe (oder sie mich?). Mit etwas Blut beträufelte ich sie, um erstens einen personalen Bezug zwischen uns herzustellen, um sie zweitens zu energetisieren und drittens zu aktivieren. In diesem Augenblick hatte ich das Gefühl, sie sei gerade aus einem langen, tiefen, traumschweren Schlaf erwacht…also bettete ich sie behutsam in das geöffnete Ledersäckchen.
Danach folgte die Aufladung der Steine und des Rosmarins mittels Reiki. Seit 2005 lasse ich Reiki in meine magische Arbeit sprichwörtlich einfließen und habe damit durchweg positive Erfahrungen gemacht – außerdem schien mir eine Heilenergie für mein Amulett mehr als passend.
Mit je drei Tropfen der Bachblüten mischte ich etwas Ocker auf, damit es malfähig wurde. Die Bachblütenessenzen hatte ich übrigens gewählt, weil ich mich mit beiden Bäumen sehr verbunden fühle und mit ihnen auch schon andere Heilrituale gemacht habe. Jedenfalls habe ich mit dem Ocker eine Sigille, die aus zwei Runen besteht, auf das Naturpapier gemalt; ich war ein bißchen überrascht, welche Runen ich dabei noch entdeckte: alles sehr stimmig und passend. Die Sigille lud ich ebenfalls auf und steckte sie zu den anderen Dingen in das Säckchen.
Nun wurde es Zeit, die Arbeit zum Abschluß zu bringen, und ich setzte drei Knoten, von denen jeder mit einem Wunsch verbunden ist. Zuletzt rasselte ich das Säckchen nochmals ab und lud es abschließend mit noch ein bißchen Reiki auf.
Später wurde mir klar, daß ich die ganze Zeit während der Amulettfertigung etwas gebrabbelt bzw. gechantet habe. Was es war, habe ich aber sofort wieder vergessen. Eigentlich sollte mich das aber nicht wundern…
Derzeit ruht das Amulett noch auf meinem Ahnen-Altar, aber ich werde es in den nächsten Tagen in Gebrauch nehmen und dann auch gern berichten.
Alraunen raunen…